Im Zuge ökologischer Krisen und des Anstiegs des Ölpreises stehen die Autoproduzenten nun unter ausreichendem Druck um Alternativen zu entwickeln. Interessanterweise kommen die Innovativsten Ideen nicht von den großen Konzernen, sondern von kleinen, die versuchen sich durchzusetzten.
Die spannendste Idee ist wohl das Luftauto. Der Prototyp der Autofirma MDI ist bereits fertig gestellt. Es gab jedoch lange Zeit Probleme mit der Finanzierung. Guy Negre hat sich schon seit den 90zigern um eine Finanzierung seiner Erfindung bemüht, ohne sonderlich großen Erfolg dabei zu haben. Die großen Unternehmen lächelten eher über das Lufdruckauto. Die wirtschaftliche Effizienz stand in Frage.
Nun hat sich jedoch ein interessanter Investor gefunden. Ratan Tata hat sich für das Luftauto begeistern können. Dies ist insbesondere interessant, da Tata Motors Jaguar und Land Rover gekauft hatte. Tata Motors produziert viel für den indischen Markt und hat damit ein interessantes und großes Absatzgebiet für billige Autos mit geringer Luftverschmutzung. Ratan Tata hat für 20 Millionen eine Lizenz gekauft.
Im nächsten Jahr soll die Serienproduktion beginnen. Innerhalb von einem Jahr ist es geplant einen Marktanteil von einem Prozent zu erreichen. Dies würde bedeuten, dass über eine Millionen Autos im Jahr abgesetzt werden würden. Es bleibt spannend zu sehen, ob sich diese Hoffnungen erfüllen werden. Schließlich gibt es mit Hybridautos und Elektromotoren, die ebenfalls über Strom aufgeladen werden können, eine starke Konkurrenz.
So gibt es einige Kritik an Druckluftautos, die den Erfolg der Unternehmung in Frage stellen. So gab es z.B. in Bern schon Versuche die Straßenbahn mit Druckluft zu betreiben, doch die hohen Verluste führten zu einer Einstellung. Luftdruck ist außerdem Energieaufwendig in der Herstellung und teuer. Die Energieeffizienz ist zwar besser als bei herkömmlichen Benzin oder Dieselmotoren aber immmernoch schlechter als z.B. bei dem Elektrofahrzeug Twike.
Die Ausgangslage dürfte bei der Kooperation mit Tata Motors recht gut sein. Ob sich langfristig dennoch der angestrebte Erfolg einstellen wird ist fragwürdig. Interessant ist dabei allerdings sicherlich noch, dass keine zentrale Produktion angestrebt ist, sondern kleine Fabrikanlagen für ungefähr 12 Millionen Euro verkauft werden sollen. Mit diesen wäre eine leichte dezentrale Produktion möglich, was dem Druckluftauto sicherlich zugute kommt.