Die Finanzkrise, die mit der Krise des Immobilienmarktes in den USA angesetzt hat, findet kein Ende. Der Dollar steht schelcht und die Banken geben ungern Kredite. Um dem entgegen zu wirken, sagten die FED und EZB erneut Finanzspritzen zu. Ob dies langfristig eine Lösung sein kann ,bleibt abzuwarten.
Schon der schlechte Dollarkurs lies es bemerken, das Vertrauen in den Dollar sinkt. Hinzu kommt, dass die amerikanischen Banken (aber nicht nur die) sehr vorsichtig bei der Kreditvergabe wurden. So ist es momentan recht schwer, sich auf dem Kreditmarkt die entsprechenden Geldsummen für Investitionen zu besorgen. Darunter leidet die gesamte Wirtschaft. Dies hat die amerikanische FED und die EZB schon früher dazu gebracht, kräftige Finanzspritzen zu verabreichen. Langfristig hat das bisher nicht geholfen. Der Finanzmarkt und die Börse gerieten immer wieder in Turbulenzen.
Nun will die FED ungefähr 200 Milliarden Dollar an Krediten zur Verfügung stellen und die EZB nochmal rund 15 Milliarden, weitere Zentralbanken werden folgen. Damit soll die Lage etwas entspannt werden und wenn es wieder zu Problemen kommt, sollen weitere Kredite folgen. Die Hoffnung scheint zu schein, dass man nur lange genug Geld in den maroden Markt stecken muss und dann wird die ganze Sache schon wieder laufen.
Aber solange die Verschuldungen, nicht nur der Unternehmen, sondern auch der Privatpersonen, hoch sind und Immobilien und Aktien z.T. hoffnungslos überbewertet sind, wird die Krise mit weiteren Krediten alleine nicht bewältigbar sein. Könnte ich eine einfache Lösung für das Problem anbieten, säße ich wahrscheinlich bei der FED und nicht vor meinem Blog. Dafür werden die Leute in der Politik und bei den Zentralbanken auch ganz gut bezahlt. Gute Lösungen finden sie dennoch nicht. US-Finanz-Guru Warren Buffet und auch andere glauben eh daran, dass es zu weiteren Krisen kommen wird, die nicht so einfach zu bekämpfen sind. Zumindest darf man gespannt sein, was sich in den nächsten Monaten und Jahren am Finanzmarkt tun wird. Nicht jeder wird aus der Krise wie Buffett 10 Millarden Dollar reicher hervorgehen.
Es gab befürchtungen, dass das Kreditgeschäft schwierig werden würde. Eine Studie im Auftrag des Handelsblatts hat jedoch einen gegenläufigen Trend festgestellt.
In letzter Zeit gab es mehrere Finanzkrisen. Erwähnt sei nur der Einbruch im amerikanischen Immobilienmarkt, der dazu geführt hat, dass viele Banken Finanzierungsprobleme bekamen. Dass soetwas passieren würde, war allen schon lange klar. Was man dann auch hätte vermuten können ist, dass die Banken etwas zurückhaltender mit ihren Krediten wären. Das hätte dann zur Folge, dass der Kreditmarkt deutlich darunter zu leiden hätte.
Das ist jedoch überraschenderweise nicht eingetreten. Eine Studie im Auftrag des Handelsblatts zeigt, dass stattdessen ein Wachstum im Kreditgeschäftsbereich zu verzeichen ist. Dabei handelt es sich nicht um ein kleines Wachstum sondern immerhin um eines von 18 Prozent. Dies dürfte einer Entwicklung Vorschub leisten, die in Amerika schon seit langer Zeit beobachtet wird. Die Einzelkunden und teile des Mittelstandes überschulden sich vollkommen. Indem die Finanzkrise von den Banken in ihrer Kreditvergabe ignoriert wird, wird die Krise zwar abgeschwächt, da das Kreditgeschäft nicht einbricht, doch damit wird Raum für weitere und größere Krisen geschaffen. Den Banken wäre da eher zu empfehlen, dass es halt mal Zeiten gibt, in denen man da durch muss. Da jede Bank jedoch ihr Einzelinteresse verfolgt und darauf hofft von einer zukünftigen Krise nicht betroffen zu sein, dürfte sich so ein vorrausschauendes Verhalten der Banken nicht einstellen. Vielleicht wäre das mal ein Bereich, in dem die Politik gefragt wäre.
Wenn es zu einer Rezession der Weltwirtschaft oder auch nur der Wirtschaft der USA kommt, hat dies Konsequenzen für den deutschen Export.
Im Logistik Bereich würde z.B. die Deutsche Post starke nachteile erwarten können. Schließlich ist sie stark im Expressgeschäft in den USA tätig. Zwar handelt es sich hierbei um nur einen kleinen Anteil an dem Gesamtunternehmen Deutsche Post, doch kommt es trotzdem zu Verlusten von mehreren hundert Millionen Euro.
Auch der Telekommunikationsbereich wäre betroffen. Wenn die Privatpersonen hoch verschuldet sind, kommt es (und kam es bereits) zur Zahlungsunfähigkeit im Bezug auf Telefonrechnungen, insbesondere Handyrechnungen. Infolge dessen werden Anschlüsse gesperrt. Die Deutsche Telekom könnte viele Kunden verlieren. Schließlich hat sie 28 Millionen.
Der Hochtechnologiebereich als auch der Chemie und Medikamentenbereich könnten hart getroffen werden. Unternehmen wie BASF, Bayer und SAP erwirtschaften ungefähr ein viertel ihrer Umsätze in den USA. Allerdings haben sie sich nach eigenen Aussagen auf die schwierige Situation schon eingestellt.
Für den Einzelhandel stellen sich kaum Probleme. Schließlich verkaufen keine der großen Ketten aus Deutschland in nenneswerter Menge Produkte in den USA. Weder Metro noch REWE, Lidl oder Edeka. Nur Aldi hat ein par Filialen in den USA, was sich jedoch nicht erheblich auswirken dürfte.
Der Maschienenbau und die Stahlindustrie sind bisher nicht stark betroffen. Sollte es jedoch zu ersten Absatzkrisen kommen, könnte die Branche sensibel reagieren. Der Bereich dürfte also spannend zu beobachten bleiben.
Insgesamt lässt sich sagen, dass die Panik, die gemacht wird jedoch häufig übertrieben ist. Leider kann dies jedoch reale Konsequenzen auf den Aktienmärkten haben, sind diese doch recht anfällig psychologische Effekte.