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Management & Wirtschaft
 


In der anhalten Krise auf den Finanzmärkten könnte ein weiterer Schock bevorstehen: Lehman Brothers Zukunft ist ungewiss.

Lehman Brothers public domainLehman Brothers ist eine der größten Kapitalhändler auf dem amerikanischen Markt. Die Bank wurde 1850 von Immigranten aus Deutschland gegründet und hat seitdem eine Erfolgsgeschichte hinter sich, die mit der Immobilienkrise endete. Es kamen Abschreibungen in Millionenhöhe auf die Bank zu und der Aktienkurs ist in der letzten Woche um fast 75% gesunken. Das Vertrauen in eine Lösung für das Unternehmen sinkt. weiterlesen »


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Reichtum trotz Finanzkrise

Autor: Markus
abgelegt in: Wirtschaft

Man hätte meinen können, dass eine Krise auf dem Finanzmarkt insbesondere die Reichen treffen würde. Laut einer aktuellen Studie kann das nicht ganz so sein.

100 000 Dollar public domain

Die Boston Consulting Group, eine der führenden Unternehmensberatungen neben McKinsey, hat kürzlich eine Studie zum Thema Reichtum veröffentlicht. Dieser Studie zufolge gibt es deutlich mehr Dollar-Millionäre in diesem Jahr als im letzten Jahr. Dies sei z.B. in Deutschland besonder stark der Fall, da der Dollar verhältnismäßig schwach ist. So ist in Deutschland die Zahl der Millionäre um 21 Prozent seit 2006 gestiegen. Damit zählt Deutschland mittlerweile 422.000 Millionäre. weiterlesen »


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Bisher hatte Europa und insbesondere Deutschland den Vorteil, dass viele andere Länder, insbesondere die USA, kein großes Interesse an erneuerbaren Energien hatten. Dies scheint sich nun zu ändern.

Windkraftanlage Kanada GNU-Lizenz für freie Dokumentation

Dadurch, dass in vielen anderen Ländern kaum Investitionen in die Erforschung und Entwicklung erneuerbarer Energien und für den Klimaschutz getätigt worden sind, fiel es z.B. Deutschland relativ leicht an der Spitze der Entwicklung zu stehen. Die Produktion von Solaranlagen oder Windkraftanlagen findet im wesentlichen in Europa statt. Der Markt ist in den letzten Jahren weiterhin stark angewachsen und es konnten in der Branche bis zu 250.000 Arbeitsplätze aufgebaut werden.

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Im Mai wurden in den USA fast 50.000 Arbeitsplätze abgebaut. Damit setzt sich ein Besorgnis erregender Trend auf dem Arbeitsmarkt fort, der auch den DAX nicht kalt ließ.

Arbeit public domainEs kommt nicht ganz überraschend, schließlich werden schon zum fünften Mal in Folge Arbeitsplätze abgebaut. Schon vor einem Monat habe ich darüber berichtet und schon damals musste der FED-Chef zugeben, dass es sich um eine Rezession handeln könnte. Seit Anfang des Jahres sind in den USA 390.000 Arbeitsplätze verloren gegangen. Damit steigt die Arbeitslosigkeit in den USA auf 5,5 Prozent. Dies ist schon schlimm genug für diejenigen die dann nichteinmal auf Sozialleistungen bauen können. Der Arbeitsplatzabbau hat jedoch noch weiterreichende Effekte.

Von einer Rezession mag man dennoch oft nicht sprechen, sondern nur von einem milden Abschwung (Avery Shenfeld, Volkswirt bei CIBC World Markets). Der Job-Mangel dürfte jedoch auch zu einer Konsumschwäche führen, die wiederum die Binnenwirtschaft schwächt. Weitere Arbeitsplätze könnten verloren gehen. Der Trend könnte sich selbst verstärken. Hier sind sicherlich gute politische Konzepte gefragt. Fragwürdig ist nur, welche Handlungsmöglichkeiten unter Bedingungen einer internationalen Krise bestehen.

Zusätzlich dürfte die Inflation in den USA auch Probleme mit sich bringen. Bei einer Senkung der Leitzinsen von 5,5 auf mittlerweile 2% ist das auch nicht verwunderlich. Dies mag zwar die Nachfrage nach Krediten erhöhen, doch was sich dafür gekauft werden kann wird weniger.

Der Dollar hat weiterhin gegenüber dem Euro nachgegeben. Gleichzeitig ist man in Europa besorgt über mögliche Inflation. So kündigte die EZB eine Erhöhung der Zinsen an. Diese Nachricht kommt überraschend auch wenn sie nicht ganz unvernünftig ist. In eine Situation wie zu Zeiten der Ölkrise möchte man nicht nocheinmal geraten.

Beide Nachrichten haben dennoch dazu geführt, dass auch der DAX nachgeben musste.


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Deutschland ist damit schon seit sechs Jahren im Bezug auf Exporte Weltspitze und das für 2008 gegen die Erwartungen.

Export Deutschland GNU-Lizenz für freie DokumentationDeutschland hat schon in den vergangenen Jahren mit seinen Exporten weltweit glänzen dürfen. Für 2008 wurde jedoch prognostiziert, dass Deutschland nicht mehr an der Exportspitze stehen dürfte. Unerwartete Entwicklungen haben diese Erwartungen jedoch enttäuscht. So wurde China für 2008 an der Spitze gesehen. Das dürfte sich nun ändern und China wird Deutschland wohl erst 2009 an der Spitze ablösen.

Schuld an der veränderten Erwartung sind die Finanzkrise und der schwache Dollar. Die Finanzmarktkrise hat Deutschland deutlich weniger hart getroffen als China. China ist schließlich stärker Abhängig von den USA als Deutschland. Außerdem produziert China für den Export viele Textilien, Elektronik und ähnliches. Dabei handelt es sich um Güter an denen früh gespart wird. Deutschland dahingegen exportiert eher im Bereich Maschinen.

Der starke Euro führt zwar im Grunde genommen dazu, dass deutsche Produkte teurer werden aber auch zu einer Stärkung des Exportvolumens. Der Vergleich wird schließlich in Dollar gemacht. Ohne die Abwertung des Dollars gegenüber des Euros hätte Deutschland nur ein Plus von 6% gehabt. Mit der Dollarabwertung jedoch ein Plus von über 20%.

Langfristig ist dies allerdings meiner Meinung nach kein Grund zu Freude. An den USA lässt sich sehen, dass der schwache Dollar zu einem größeren Export geführt hat, da die US-Produkte billig sind und somit sehr gefragt. Wenn der Euro zu stark wird, werden die europäischen Produkte zu teuer und sie werden nicht mehr nachgefragt. Das dürfte einigen Firmen schon jetzt Anlass zur Sorge sein.


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Der Verfall der Hauspreise in den USA und die daraus resultierende Zahlungsunfähigkeit vieler Kreditnehmer hatte die Finanzmarktkrise ausgelöst. Der Wohnungsmarkt in den USA hat sich jedoch nicht beruhigt.

Federal Reserve  Creative Commons Attribution ShareAlike 2.5Man hätte ja erwarten können, dass sich auch die Immobilienlage etwas beruhigt hätte, nachdem sich der Kreditmarkt ein wenig beruhigt hat. Doch die Situation sieht anders aus. Zum einen ist es trotz Beruhigung zunehmend schwieriger Kredite zu kriegen. Das gilt mittlerweile nicht nur für Großkredite sondern auch für Kleinkredite. Die Ursache für die Kreditkrise ist ebenso noch nicht behoben.

Der Immobilienwert gab im März in den USA um über 12% nach. Damit hat sich der Preisverfall der Häuser noch weiter verschnellert. Das ist insofern kein Wunder, als dass viele Anleger ihre Häuser loswerden wollen, ein großer Leerstand existiert und gleichzeitig viele Zwangsversteigerungen durchgeführt werden. Das alles senkt den Preis. Ein Ende der Preis-Abwärtsspirale ist nicht in Aussicht.

Es dürfte zumindest spannend bleiben die weitere Entwicklung der Immobilienpreise zu beobachten. Diese könnten schließlich ein indikator dafür sein, ob die Krise ein Ende findet oder nicht.

Dies könnte zur Folge haben, dass noch weitere Abschreibungen zu erwarten sind. Zumindest dürften durch den starken Preisnachlass und die geringen Erlöse durch Immobilienverkäufe weitere Finanzlücken auftauchen.

Dies hat auch Auswirkungen auf den Rest der Wirtschaft. Die Börse reagierte verhalten und der Dollar blieb schwach. Von der FED wird eine weitere Zinssenkung erwartet und das Vertrauen in die amerikanische Wirtschaft sinkt. Kein Wunder bei ansteigender Inflation und Arbeitslosigkeit.


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Millward Brown untersucht jedes Jahr, wie wertvoll die Marken sind. Google ist dabei wieder auf Platz 1.

TOP10Dabei machen sie komplizierte Berechnungen, die sich offenbar von anderen Berechnungen unterscheiden. Bei Inbrand, die auch jährliche Untersuchungen über den Markenwert machen, steht Coca Cola an Platz1. Die Ergebnisse der Untersuchung sind bei brandz einzusehen. Die wertvollste deutsche Marke ist nach Millward Brown übrigens BMW.

Hier nun jedoch die TOP10 mit den Daten: Markenname, Wert (in Milliarden Dollar) und Wertänderung zum Vorjahr:

  1. Google 86 +30%
  2. GE (General Electric) 71,3 +15%
  3. Microsoft 70,8 +29%
  4. Coca Cola 58,2 +17%
  5. China Mobile 57,2 +39%
  6. IBM 55,5 +65%
  7. Apple 55,2 +123%
  8. McDonalds 49,4 +49%
  9. Nokia 43,9 +39%
  10. Marlboro 37,3 -5%

Google bleibt weiterhin gut aufgestellt. Nach einigen Zweifeln der Anleger hat Google nun vielversprechende Zahlen vorgelegt. Es dürfte also auch in Zukunft damit zu rechnen sein, dass sich Google auf Platz 1 behaupten könnte.


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Die Turbulenzen und Krisen, denen sich der Dollar ausgesetzt sieht, haben in der Vergangenheit nicht bewirkt, dass der Dollar als Leitwährung abgelöst wurde. Dies liegt jedoch im wesentlich daran, ob eine Alternative vorhanden ist oder nicht?

Dollarzeichen GNU-Lizenz für freie DokumentationDer Dollar hat fast 50 Jahre gebraucht um das englische Pfund als Leitwährung abzulösen und das, obwohl das Pfund vielen Krisen ausgesetzt war. Nun könnte es sein, dass der Euro dies schneller schaffen könnte. Es gibt jedoch noch einige Gründe warum dies noch nicht passiert.

Zunächst spricht einiges gegen den Dollar. In den letzten Jahren ist er großen Kursschwankungen ausgesetzt gewesen und der Euro steht im Vergleich zum Dollar recht gut da. Das Außenhandelsdefizit der USA ist groß und dass bei gleichzeitiger Abwertung des Dollars. Die finanzielle Lage der USA scheint sich auch nicht zu entspannen. Viele große Anleger müssten die Divisen stabilisieren aber ob sie das wollen ist fragwürdig.

Euro (c) Europäische KommisionDer Euro stellt momentan allerdings noch keine Alternative dar. Dennoch sieht es für ihn besser aus als z.B. für den Renminbi. Die europäischen Zentralbanken sind noch zu gespalten. Es gibt insofern keine einheitliche politische Linie. Dies gilt ebenso für die Haushaltspolitik. Darüber hinaus ist es momentan viel leichter in z.B., amerikanische Immobilien zu investieren. Der europäische Markt müsste offener, homogener und verlässlicher sein, wenn der Euro den Dollar ablösen sollte.

Dennoch gibt es schon jetzt Tendenzen, dass der Euro eine wichtigere Rolle spielt. Das dürfte auch daran liegen, dass mittlerweile oft Devisenkörbe angelegt werden und nicht nur einer Devise vertraut wird. Der Euro ist von 1997 bis 2007 von 17,9% auf 26,5% Anteil an der Reservewährungen angestiegen. Der Dollar ist in derselben Zeit von 65,2 % auf 63,9% gesunken. Falls der europäische Markt und der Euro als echte Alternative in Frage kommen sollte, dürfte die Entwicklung noch sehr viel schneller vonstatten gehen.

In Gold wird momentan übrigens schon oft statt in den Dollar investiert.


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Überraschend ist es nicht: Der Arbeitsmarkt wird von der Krise in den USA in Mitleidenschaft gezogen. Viele Stellen wurden abgebaut.

Arbeit public domainBesonders in der Baubranche hat es den Arbeitsmarkt besonders getroffen. Es bleibt allerdings zu hoffen, dass auch der Bankensektor sich zumindest von dem Inkompetenteren Teil getrennt haben mag. Es sind ungefähr 80.000 Jobs verloren gegangen. Das sind mehr als eigentlich erwartet worden ist. Dies bleibt nicht konsequenzlos für die amerikanische Wirtschaft. Schon die Immobilienkrise hat gezeigt, dass viele Amerikaner ihre Zinsen nicht bezahlen konnten. Diejenigen, die nun ihre Arbeitsplätze verloren haben konsumieren nicht mehr in demselben Ausmaß. Zinsen können sie erst recht nicht bezahlen.

Durch solche Entwicklungen wird die Wirtschaft natürlich nochmal deutlich belastet. Dies scheinen auch die Anleger zu spüren. Zumindest gab der amerikanische Aktienindex ein wenig nach.

Beeindruckt von diesen Entwicklungen gab auch der DAX um ein paar Punkte nach. Außerdem hat der Dollar mal wieder ein sehr niedrigen Wert erreicht. Für Deutschland sind Exporte nun jedoch recht wichtig und ein starker Euro und schwacher Dollar erhöht nicht gerade die Absatzwahrscheinlichkeit von Produkten im Ausland.

Was eigentlich schon alle wußten wird jetzt auch zähneknirschend von Fed-Chef Ben Bernanke eingeräumt. Die USA stecken in einer Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt der USA dürfte nur sehr schwach steigen oder sinken. Es wird zwar mit einer deutlichen Erholung ende des Jahres gerechnet. Worin diese allerdings begründet sein soll ist recht unklar. Da hilft es auch nicht von einem langfristigen Wachstumspotential der USA zu schwadronieren. Es ist halt nur ein Potential, ein sehr kleines…


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Gold statt US-Dollar

Autor: Markus
abgelegt in: Wirtschaft

Die Feinunze Gold hat ein Rekordhoch von über 1.000 Dollar erreicht. Dies ist nicht verwunderlich, gilt Gold doch als sichere Anlage in einer Situation, in der der US-Dollar an Wert verliert und der Finanzmarkt krisengeschüttelt ist.

Gold © Sveriges Riksbank/RiksbankenDer Dollar hat im Zuge der Wirtschaftskrise in den USA stark an Wert verloren. Der Euro stand auf einem Rekordhoch von über 1,54 Dollar. Nachdem die FED und andere Banken Maßnahmen getroffen haben, hat sich der Kurs zwar stabilisiert, aber auf niedriegem Niveau. Ähnlich sieht es mit dem Finanzmarkt aus. Die Aktien stehen zum Teil schlecht und sind vorallem starken Turbulenzen unterworfen. Die Anleger haben das Vertrauen in die Wirtschaft und die amerikanische Währung verloren.

Interessant zu sehen ist, dass zum Teil sogar Staatsanleihen, die ansonsten als sehr sicher gelten, nur schwer gehandelt werden können. Das ist traditionell die Situation, in der die Anleger auf Gold ausweichen. Gold erscheint als sichere Anlage auch insofern, als dass im Gegensatz zu Devisen nicht einfach nachgedruckt werden kann. In den USA werden Milliarden auf den Finanzmarkt gebracht, obwohl eine nennenswerte Inflation vorhanden ist. Der nun erreichte Goldpreis gilt daher noch nicht als Ende der Fahnenstange.

Als 1980 der Goldpreis bereits ein Rekordhoch erreicht hatte, war das Vertrauen der Anleger auch gering, inflationsbereinigt lag der Preis für eine Unze damals auf über 2.000 Dollar. Das lässt erahnen, dass noch einiges an Spielraum nach oben offen ist. Wer klug war, konnte diese Entwicklung schon sehr früh erahnen.


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