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Management & Wirtschaft
 


Im Rahmen einer Studie von Junge Karriere des Handelsblatts und der Corporate Research Foundation wurden die Top Arbeitgeber des Jahres 2008 ermittelt.

Es wurden 88 deutsche Unternehmen, die sich beworben haben, untersucht und bewertet. Dabei ging es um die Güte in den Bereichen: Jobsicherheit, Marktführerschaft, Vergütung, Entwicklungsmöglichkeiten und letzlich noch Work-Life-Balance. Dabei ist ein Ranking herausgekommen, dessen Top10 ich ihnen nicht vorenthalten möchte.

Platz 10: Abbott

Platz 9: Deutsche Bahn (man soll es aufgrund der Streiks in letzter Zeit nicht meinen, aber es ist so)

Platz 8: Philip Morris (trotz der Raucherverbote die mittlerweile beschlossen sind)

Platz 7: Dell

Platz 6: Schwäbisch Hall

Platz 5: Sanofi-Aventis Deutschland

Platz 4: Bosch Rexroth

Platz 3: Citibank Privatkunden

Platz 2: Deutsche BP

Platz 1: Carl Zeiss

Falls sie also auf der Suche nach neuen Entfaltungsmöglichkeiten sein sollten, lohnt sich sicherlich ein Blick in die Studie, bei der die einzelnen Kategorien genauer beschrieben und bewertet sind. Ob es da unbedingt ein Unternehmen aus der Top10 sein muss, ist nicht ausgemacht. Ein Job im Ausland ist übrigens auch nicht zu verachten. Da wird es auch sicherlich noch ein paar Unternehmen geben, die weiter oben anzusiedeln wären, als es die Top10 der deutschen Unternehmen erlaubt.


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eon

Früher war auch E.ON gegen die Trennung von Netz und Erzeugung in der Strombranche, doch nun fällt E.ON der deutschen Politik in den Rücken - zurecht.

Nachdem aus Brüssel die Forderung kam, dass Stromnetze und Stromerzeugung getrennt werden müssen, setzte sich E.ON zunächst stark dagegen ein. Die europäische Regelung sollte dazu dienen, den Wettbewerb auf dem Strommarkt zu fördern. Die Erzeugung und das Netz in einer Hand würde zu einer Marktmacht führen, die flexible Entwicklungen und angemessene Stromdurchführungspreise verhindere.

Nun ist klar, dass Unternehmen natürlich kein Interesse haben Marktmacht abzugeben, für die Politik ist diese Einstellung jedoch verwunderlich. So ist es erstaunlich, dass es Eon und weiteren Unternehmen gelang, die deutsche Regierung hinter sich zu bringen und Entscheidungen zu treffen, die eher einzelnen Unternehmen zugute kommen, als der gesamten Wirtschaft und den Endkunden. Noch verwunderlicher ist es jedoch, wenn ein Unternehmen wie E.ON sich eines besseren besinnt und sich dazu entscheidet sein Netz zu verkaufen und dann die Bundeskanzlerin eine solche Entscheidung für eine “dumme Idee” hält.

Volkswirtschaftlichen Sachverstand kann man ihr bei solchen Aussagen sicherlich nicht unterstellen, vielmehr sollte sie diese Entscheidung respektieren. Unternehmen dann zu unterstützen, wenn es volkswirtschaftlich sinnvoll ist, macht Sinn. Jedoch gegen ihre Marktentscheidungen zu polemisieren, ausgerechnet auch dann, wenn sie volkswirtschaftlich Sinn machen, das zeugt von wirtschaftspolitischer Inkompetenz. Hinzu kommt noch, dass es seltsam anmutet, dass Deutschland sich so gegen europäische Vorgaben und Regelungen stellt, wenn doch immer betont wird, wie wichtig Europa für Deutschland sei.


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Die PureLink GmbH aus Deutschland kooperiert mit den “Best of Innovations Award” Gewinner in diesem Jahr.

BluRay Lizenz: CC-BY-SA-2.5 und GFDLDie Ereignisse der letzten Zeit haben in der Konkurrenz um den DVD Nachfolger einen Sieger hervorgebracht: BluRay. Damit ist die HD-DVD wohl aus dem Rennen. Dies ist spätestens klar, seitdem Toshia die Player-Produktion einstellt und Universal und Paramount in der Zukunft ihre Filme auf BluRay Discs veröffentlichen wollen.

BluRay speichert Datemengen von um die 50GB, was in etwas 10mal soviel ist, wie auf eine normale DVD passt. Damit ist sie als Datenquelle für hochauflösende Filme geeignet, die dann auch von Fernsehgeräten mit HD (high densitiy) genutzt werden können.

Für das Unternehmen PureLink zeichnet sich mit der Entwicklung der Videobranche eine erfolgreiche Zukunft ab. So kooperiert PureLink mit OWLink. Das Unternehmen OWLink hat  für ihre Digital-Light-Link-Technologie, mit der die großen Datenmegen der neuen Discs für HD-Videos optimal optisch übertragen werden können, einen Preis bekommen.

Die Übertragung funktioniert ohne Kompression und unterstützt auch HDCP, einen Kopierschutz, der von Hollywood gefördert wird. Kopierschutzmechanismen werden für gewöhnlich recht schnell ausgehebelt, doch PureLink dürfte auf dem europäischen Markt eine sichere Zukunft haben.


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Neuer Job - Neue Aufgaben

Autor: Markus
abgelegt in: Management

New School Manager Legend © flickr / L-plate big cheese

Die Berufskarrieren sind nicht mehr wie früher. Man hat nicht DEN einen Job bis zu seinem Lebensende, sondern wechselt häufiger. Dies gilt insbesondere für den Mangementbereich. Aber wie muss man mit der neuen Situation nach einem Wechsel umgehen?

Meist hat man nicht sehr viel Zeit, sich auf die neue Situation einzustellen. Es wird erwartet, dass man sich schnell und effektiv der neuen Aufgaben annimmt. Sicherlich besteht die Möglichkeit, sich ein paar Tage Zeit zu nehmen, um sich in der neuen Situation zurecht zu finden, doch sollte diese Zeitspanne nicht viel länger als eine Woche dauern. Der Arbeitgeber muss schließlich spüren, dass man der Aufgabe gewachsen ist und ein wertvoller Mitarbeiter ist.

Möglichst früh sollte man sich deshalb unentbehrlich machen und wirklich die Person sein, die die Kompetenz und Zuständigkeit für bestimmte Aufgaben auf sich vereint. Probleme, die sich dabei am Anfang stellen mögen, sind jedoch nicht immer nur den eigenen Fähigkeiten geschuldet. Besonders wichtig ist, dass das Arbeitsumfeld stimmt. Es müssen die Kompetenzen gut verteilt sein, die Aufgaben an die richtigen Stellen gerichtet sein und das personale Umfeld muss stimmen. Das ist es wohl auch, was zu einem guten Teil die eigene Kompetenz nach einem Wechsel auszeichnet: Die Fähigkeit, das eigene Arbeitsumfeld zu analysieren und gegebenfalls neu zu strukturieren.

Scheitert man an dieser Aufgabe, ist man bei dem Jobwechsel wohl eine Position zu hoch angesiedelt worden und sollte es sich lieber zweimal überlegen, bevor man sich in seiner Karriere als Manager neu orientiert. Übrigens müssen die Entscheidungen über das Arbeitsumfeld und die Verteilung der Kompetenzen auch nicht alleine getroffen werden. Die neuen Kollegen und Mitarbeiter bringen schließlich schon viel Erfahrungen an dem Arbeitsplatz mit und können eine wichtige Informationsquelle und Hilfe sein.


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Die kürzlich eröffnete BMW Welt wurde von der Initiative “Deutschland - Land der Ideen” als “Ausgewählter Ort 2008″ ausgezeichnet.

BMW Welt, © flickrBei der Initiative handelt es sich um eine Unternehmung die im Sinne der AG Deutschland aus einer Kooperation zwischen Politik und Wirtschaft besteht, die dazu dient nationale ökonomische Interessen zu verfolgen. Geführt wird die Initiative von Personen der Wirtschaft wie dem Vorsitzenden des BDI Jürgen R. Thumann, der auch Vorsitzender der Initiative ist und Personen der Politik wie Horst Köhler oder Steinmeier. Die Initiative ist - neben der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft - ein weiteres Beispiel dafür, wie es um die Unabhängigkeit der Politk von der Wirtschaft bestellt
ist. Im nationalen Interesse sind beide Gruppierungen geeint und wollen den Eindruck erwecken, als sei ihr Lobbyismus im Interesse aller. Dabei geht es zumeist um Beeinflussung der Politik im Interesse einzelner, Wettbewerbsvorteile und Überdeckung von Interessensgegensätzen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die BMW Welt so schnell ausgezeichnet wurde. Dass BMW interesse an der Vermarktung der eigenen Marke hat ist nicht verwunderlich und auch legitim. So können sie gerne einen Unterhaltungswelt bauen, bei der Konzerte, Ausstellungen, Museum, Seminare und Empfänge alle nur der Werbung dienen. Doch wo sonst gefordert wird, dass die Politik sich aus der Wirtschaft fernhalten sollte und dem Markt das Geschehen überlassen soll, bildt sich ein Interventionismus aus der dazu noch mit anti-liberalen nationalen Beitönen vermengt ist. Wenn deutsche Produkte gut sind, müssen sie nicht durch deuscthe Politik protegiert werden, dann setzten sie sich auf dem Markt durch. Förderung können eher die gebrauchen, die nicht eh schon die finaziellen Mittel haben, um ihre Interessen durchzusetzen.


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In der Planung eines neuen Produktes, der Erschließung eines neuen Marktsegmentes oder in der Gründung eines neuen Unternehmens werden oft Fehler gemacht, die darin begründet liegen, dass bestimmte Probleme nicht ernst genommen werden.

TOP10 © flickrIst ein großer Fehler erstmal gemacht, ist es häufig zu spät. Auch wenn man unter Zeitdruck steht, lohnt es sich oft, nochmal inne zu halten und wagemutige Projekte zu überdenken. Viele Dinge laufen nicht so problemlos wie man es sich vorstellt oder gerne hätte. Deswegen gilt es, ein paar versteckte Annahmen aufzudecken und zu hinterfragen. Das mag manche Prognosen nicht so gut aussehen lassen, doch auch das lässt sich Regeln, wenn man erstmal Antworten auf die Fragen entwickelt hat, die man sich vorher gar nicht so gestellt hat. Deswegen hier die TOP10 der Selbstverständlichkeiten, über die nochmal nachgedacht werden sollte.

1. Das Produkt wird schon innerhalb der Vorgaben und des Zeitplans entwickelt sein.

2. Die Kunden werden schon genauso überzeugt von dem Produkt sein wie wir.

3. Für die Arbeitsplätze, die für die Produktentwicklung besetzt werden müssen, werden problemlos Leute gefunden werden.

4. Der Verkaufspreis, wird im Wettbewerb bestand haben, also niedrig sein können und dennoch werden die Gewinne hoch sein.

5. Die Kunden werden selbstverständlich von einem anderen Produkt zu unserem wechseln.

6. Die anderen Anbieter und die Kunden werden sich schon rational verhalten.

7. Andere Unternehmen (auch innerhalb der eigenen Konzernstruktur) werden uns gerne helfen.

8. Die Zwischenhändler und der Vertrieb warten nur auf unser Produkt.

9. Die Kunden werden schon glauben, dass unser Produkt technisch überlegen ist.

10. Das Produkt wird sich schon irgendwie verkaufen.


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Wenn es zu einer Rezession der Weltwirtschaft oder auch nur der Wirtschaft der USA kommt, hat dies Konsequenzen für den deutschen Export.

Rezession © flickrIm Logistik Bereich würde z.B. die Deutsche Post starke nachteile erwarten können. Schließlich ist sie stark im Expressgeschäft in den USA tätig. Zwar handelt es sich hierbei um nur einen kleinen Anteil an dem Gesamtunternehmen Deutsche Post, doch kommt es trotzdem zu Verlusten von mehreren hundert Millionen Euro.

Auch der Telekommunikationsbereich wäre betroffen. Wenn die Privatpersonen hoch verschuldet sind, kommt es (und kam es bereits) zur Zahlungsunfähigkeit im Bezug auf Telefonrechnungen, insbesondere Handyrechnungen. Infolge dessen werden Anschlüsse gesperrt. Die Deutsche Telekom könnte viele Kunden verlieren. Schließlich hat sie 28 Millionen.

Der Hochtechnologiebereich als auch der Chemie und Medikamentenbereich könnten hart getroffen werden. Unternehmen wie BASF, Bayer und SAP erwirtschaften ungefähr ein viertel ihrer Umsätze in den USA. Allerdings haben sie sich nach eigenen Aussagen auf die schwierige Situation schon eingestellt.

Für den Einzelhandel stellen sich kaum Probleme. Schließlich verkaufen keine der großen Ketten aus Deutschland in nenneswerter Menge Produkte in den USA. Weder Metro noch REWE, Lidl oder Edeka. Nur Aldi hat ein par Filialen in den USA, was sich jedoch nicht erheblich auswirken dürfte.

Der Maschienenbau und die Stahlindustrie sind bisher nicht stark betroffen. Sollte es jedoch zu ersten Absatzkrisen kommen, könnte die Branche sensibel reagieren. Der Bereich dürfte also spannend zu beobachten bleiben.

Insgesamt lässt sich sagen, dass die Panik, die gemacht wird jedoch häufig übertrieben ist. Leider kann dies jedoch reale Konsequenzen auf den Aktienmärkten haben, sind diese doch recht anfällig psychologische Effekte.


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Die soziale Verantwortung von wirtschaftlichen Unternehmen ist in letzter Zeit zu einem Mode-Thema geworden. Aber was ist diese “corporate social responsibility” (CSR) und kann sie halten was sie verspricht?
CSR Die Verantwortung von Unternemhen für die Gesellschaft wird sicherlich schon sehr lange diskutiert. Erstmals zu einem wissenschaftlichen Thema wurde sie wahrscheinlich durch den Artikel “Social Responsibilities of the Businessman” von Howard R. Bowen aus dem Jahr 1953. Wurde in dem Beitrag noch dafür argumentiert, dass sich Unternehmen an gesellschaftlichen Werten orientieren sollten, wurde in den 70er Jahren schon vertreten, dass wirtschaftliche Unternhemen Gesellschaft auch aktiv mitgestalten sollten. In den 80er Jahren galt CSR als Gegenentwurf zum Shareholder Value-Gedanken. In den 90er Jahren ging auch der Gedanke der ökologischen Verantwortung in dem Konzept der CSR auf. Die Idee der CSR kam in dieser Art in Europa etwas später an, auch wenn es in Deutschland schon länger Traditionen der unternehmerischen Verantwortung gab. Diese hatte jedoch häufig einen üblen nationalistischen Beigeschmack und hat diesen noch immer. Dies ist auch an dem Konzept der Deutschland AG erkennbar, die gerne beschwört wird, wenn es um die Abwehr internationaler Kapitalflüsse geht. Antiamerikanische und strukturell antisemitsche Argumentationen sind in diesem Zusammenhang keine Seltenheit. Aber wofür steht nun CSR? Es geht um den freiwilligen geleisteten Beitrag der Unternehmen zu einer Entwicklung, die nachhaltig ist und der über die vom Gesetzgeber gestellten Forderungen (Compliance) hinausgeht. Dieses verantwortliche Handeln der Unternehmen auf dem Markt,  geht vom Umweltschutz bis hin zu dem Verhätltnis zu den Mitarbeitern und dem Austausch mit den betroffenen Gruppen (Stakeholdern). Die hier kurz umrissenen soziale Verantwortung der Unternehmen lässt sich detailreicher mit dem Drei-Säulen-Modell beschreiben. Dies ist ein Konzept, das behauptet, dass die insgesamte Performance eines Unternehmens an dem Maße bewertet werden sollte, wie sie dazu beiträgt ökonomischen Wohlstand zu mehren, die Umwelt zu erhalten und soziales Kapital zur Verfügung zu stellen. Die wirtschaftliche Ebene ist dabei auf langfristige Erträge aus den zur Verfügung stehenden Ressourcen gerichtet, die Ebene der Umwelt richtet sich auf den nicht zerstörerischen Umgang mit der Natur allgemein und den Ressourcen, die verwendet werden, im Speziellen und die soziale Ebene richtet sich auf die Distributive Gerechtigkeit, das heißt eine, die innerhalb einer Generation und zwischen Generationen herrscht. Es treten hierbei jedoch Probleme auf. Schließlich ist ein Unternehmen vorrangig an Gewinnen ausgerichtet und so kann CSR zu einer Marketingstrategie verkommen, bei der es nur darum geht ein positives Bild von dem eigenen Unternehmen zu zeichnen. Die Verantwortung die übernommen wird, ist meist nicht bindend, denn es handelt sich um Selbstverpflichtungen, die oft nicht eingehalten werden. Um die Verantwortung von Unternehmen bindender zu gestalten, müssten Wirtschaftsdemokratische Elemente eingeführt werden, die den betroffenen von Wirtschaftsentscheidungen von Unternehmen ein Mitspracherecht zubilligt. Dem werden die Unternehmen wohl kaum zustimmen aber ihre Verantwortung erfüllen sie trotzdem oft nicht.


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Nach Verkaufsüberlegungen für die Autosparte haben sich auch für weitere Bereiche Interessenten gemeldet.

Nokia Handy © flickr / Al- Fassam [ Offline! :- ]Nachdem Nokia angekündigt hatte, die Produktion von Handys aus Kostengründen aus Bochum abzuziehen und stattdessen in ein neues Werk nach Rumänien zu verlagern, sind weitere Pläne zur Zerlegung des Unternehmens bekannt geworden. Dies bestätig auch ein Sprecher des Nokia Betriebsrats. Schon am Montag hatte Nokia mitgeteilt, dass der ehemaligen Manager Razvan Olosu und der Finanzinvestor Equity Partners an dem Kauf der Autosparte interesse hätten und Nokia nicht abgeneigt sei. In der Autosparte arbeiten etwa 200 der ca. 3500 Mitarbeiter in Bochum. Nun sind jedoch neue Informationen aufgetaucht, nach denen der finnisch-indische Konzern Saskan Interesse an „Core Software“ geäußert haben soll und darüber mit Nokia in Verhandlungen treten möchte. „Core Software“ stellt die Software für Nokia Handys her. In etwa 150 Personen arbeiten in Bochum in diesem Bereich.
Für die Beschäftigten in Bochum scheint es jedoch nicht zu genügen, dass Arbeitsplätze in diesen Sparten erhalten bleibt. Weitere Proteste sind bereits angekündigt. Die Hoffnung der Mitarbeiter wird noch dadurch gestärkt, dass die «Rheinische Post» darüber berichtet, dass ein internes Papier aufgetaucht ist, aus dem hervorgeht, dass mit einer Einmal-Investition von 14,3 Millionen Euro das Werk in Bochum gerettet werden könnte. Die Kapazitäten wären dann verdoppelt und die Produktion müsste nicht verlagert werden.
Dass die Angestellten so sehr darauf drängen, dass Nokia jede Möglichkeit in Erwägung zieht das Werk zu retten, ist nicht verwunderlich. Schließlich verfolgen sie damit nur ihre eigenen Interessen. Die deutsche Politik verleiht diesen Protesten jedoch eine etwas seltsame Schlagrichtung. So versucht Seehofer (CDU) einen Boykott gegen Nokia durchzusetzen und hat auch schon sein eigenes Handy gegen ein neues ausgetauscht. Dabei sollte ihm jedoch klar sein, dass der - von ihm ja im Grunde genommen befürwortete - Wettberwerb auf dem globalen Markt bestimmte ökonomische Entscheidungen erzwingt und diese mit nationalen Boykottaufrufen nicht sinnvoll zu ändern sind.


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