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Management & Wirtschaft
 


Manchmal scheint es leicht, Gründe für Scheitern im Job zu finden: Der schlechte Mitarbeiter war Schuld, seine Leistungen waren ungenügend. Dabei kann Ursache für die schlechte Leistung auch eine Demotivation durch den Vorgesetzten sein. Dies lässt sich verhindern.

Die beiden Autoren Jean-François Manzoni und Jean-Louis Barsoux haben sich in ihrem Buch Das Versager-Syndrom. Wie Chefs ihre Mitarbeiter ausbremsen und wie es besser geht” mit diesem Phänomen auseinandergesetzt. Dabei kamen sie zu dem Schluss, dass viele Manager ihre Mitarbeiter oft innerhalb weniger Tage in gute und schlechte Mitarbeiter unterteilen. Das hat dann Konsequenzen für die Bewertung zukünftiger Leistungen. Die Fehler der “guten” Leute werden als akzeptable Fehltritte, Ausnahmen oder Zufall hingestellt, während die Fehler oder Leistungsschwächen der “schlechten” Mitarbeiter als typisch gewertet werden.

Die “schlechten” Mitarbeiter werden dann oft stärker kontrolliert. Dies soll zwar nur zum Besten sein, doch wird dies auch von den Mitarbeitern bemerkt. Das führt dazu, dass diese ein Selbstbild entwickeln, dass sie selbst als leistungsschwach darstellt. Dies führt zu Demotivation. Es wird gar nicht mehr ernsthaft versucht, eine bessere  Leistung zu bringen, da das Versagen vorprogrammiert scheint. Dies bemerkt der Manager wiederum und spiegelt dies zurück. Ein Teufelskreis entsteht, der jedoch durchbrochen werden kann.

Voraussetzung dafür ist es, zunächst das Problem überhaupt erkannt zu haben. Dann muss ein offenes Gespräch geführt werden, in dem die Schwächen und Stärken der Mitarbeiter möglichst neutral herausgearbeitet werden. Wenn dem Mitarbeiter dann das Gefühl erhält, dass Vertrauen in ihn gesetzt wird, dann kann er sich auch wieder motiviert seinen Aufgaben widmen. Am wichtigsten ist es natürlich, dass solche Probleme möglichst gar nicht erst entstehen, denn sie Kosten nur Zeit und schaden dem Unternehmen.


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Das Forbes Magazin ermittelt jedes Jahr die reichsten Menschen der Erde. Dieses Jahr führt nach 13 Jahren nicht mehr Bill Gates die Liste an.

Reichster Mensch ist nach der neuen Erhebung Warren Buffett. Das Jahr 2007 hate durch seine Finanzkrisen ein wenig Wirbel in die Liste der Reichsten gebracht. Buffett gilt als jemand, der auch in Krisen gute Entscheidungen trifft. Deshalb sind die Werte seiner Aktien gestiegen. Damit hat er in einem Jahr immerhin 10 Milliarden Dollar “verdient” (da wirken die Debatten um zu hohe Managergehälter doch geradzu lächerlich). Somit besitz er nun nicht merh 52, sondern 62 Milliarden Dollar. Bill Gates hat dahingegen einiges an der Börse verloren. Seine Aktien sind gesunken. Schuld dürfte auch der Ärger mit Yahoo gewesen sein. Ansonsten hätte Gates nicht 58 Milliarden Dollar sondern deutlich mehr. Buffett ist übrigens mit Gates befreundet und spendet den größten Anteile seines Vermögens an die Siftung der Gates.

Hier nun aber die Liste der TOP10:

  1. Warren Buffett
  2. Carlos Slim Helu
  3. William Gates III
  4. Lakshmi Mittal
  5. Mukesh Ambani
  6. Anil Ambani
  7. Ingvar Kamprad
  8. KP Singh
  9. Oleg Deripaska
  10. Karl Albrecht

Reichste Frau ist übrigens Lilane Bettencourt auf Platz 17. Das verwundert nicht, wo doch deutlich über 90% des Reichtums in Händen von Männern ist.

Und hier noch ein kurzer überraschender Ausschnitt aus einem Interview von CNN mit Buffett:

BUFFETT: Sure. But I wouldn’t raise the 12-point and a fraction payroll tax, I would raise the taxable base to above $90,000.

DOBBS: That’s a progressive idea. In other words, the rich people would pay more?

BUFFETT: Yeah. The rich people are doing so well in this country. I mean, we never had it so good.

DOBBS: What a radical idea.

BUFFETT: It’s class warfare, my class is winning, but they shouldn’t be.


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Wer Autos oder Rasierer verkaufen möchte, braucht Verkaufsgeschick - keine Frage. Aber wer größere Geschäfte abwickeln will, über die sich die Partner längerfristig aneinander binden oder bei denen es um wichtige und hohe Investitionen geht, der braucht mehr als ein wenig Eloquenz und seriöses Auftreten in seinem Job.

Verkauf © HermmannZunächst gilt es sich einen Überblick zu verschaffen. Autos werden von einer Person, vielleicht zwei gekauft. Wer das ist. ist klar. Bei größeren Geschäften ist das nicht so einfach, daher muss man sich einen Überblick über Entscheidungs-Hierarchien verschaffen: Welche Personen müssen eigentlich genau überzeugt werden, damit es zu einem Vertragsabschluss kommt. Ist das klar, so sollte eine möglichst enge Verbindung zur Verkaufsabteilung des potentiellen Kunden hergestellt werden. Dies erzeugt dann auch Vertrauen und Sympathie.

Dann kann begonnen werden, für das eigene Angebot zu werben. Dafür, dass man der bessere Partner ist und die Kundenwünsche erfüllen kann. Dies alles funktioniert nicht einfach darüber das “beste” Produkt anzubieten, es muss auch in persönlichen Gesprächen und Bindungen an den Kunden gebracht werden. Siehe hierzu auch die TOP10 der Fehler bei der Produktentwicklung. Auch andere Anbieter könnten ähnlich gute Produkte anbieten. Aber was ist es, dass den Kunden an Sie bindet? Natürlich auch der Umstand, dass es in persönlichen Gesprächen besser funktioniert, die Qualität des Produktes und die Kompetenz des eigenen Unternehmens hervorzuheben, aber Vertrauen spielt halt auch eine große Rolle.


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Neuer Job - Neue Aufgaben

Autor: Markus
abgelegt in: Management

New School Manager Legend © flickr / L-plate big cheese

Die Berufskarrieren sind nicht mehr wie früher. Man hat nicht DEN einen Job bis zu seinem Lebensende, sondern wechselt häufiger. Dies gilt insbesondere für den Mangementbereich. Aber wie muss man mit der neuen Situation nach einem Wechsel umgehen?

Meist hat man nicht sehr viel Zeit, sich auf die neue Situation einzustellen. Es wird erwartet, dass man sich schnell und effektiv der neuen Aufgaben annimmt. Sicherlich besteht die Möglichkeit, sich ein paar Tage Zeit zu nehmen, um sich in der neuen Situation zurecht zu finden, doch sollte diese Zeitspanne nicht viel länger als eine Woche dauern. Der Arbeitgeber muss schließlich spüren, dass man der Aufgabe gewachsen ist und ein wertvoller Mitarbeiter ist.

Möglichst früh sollte man sich deshalb unentbehrlich machen und wirklich die Person sein, die die Kompetenz und Zuständigkeit für bestimmte Aufgaben auf sich vereint. Probleme, die sich dabei am Anfang stellen mögen, sind jedoch nicht immer nur den eigenen Fähigkeiten geschuldet. Besonders wichtig ist, dass das Arbeitsumfeld stimmt. Es müssen die Kompetenzen gut verteilt sein, die Aufgaben an die richtigen Stellen gerichtet sein und das personale Umfeld muss stimmen. Das ist es wohl auch, was zu einem guten Teil die eigene Kompetenz nach einem Wechsel auszeichnet: Die Fähigkeit, das eigene Arbeitsumfeld zu analysieren und gegebenfalls neu zu strukturieren.

Scheitert man an dieser Aufgabe, ist man bei dem Jobwechsel wohl eine Position zu hoch angesiedelt worden und sollte es sich lieber zweimal überlegen, bevor man sich in seiner Karriere als Manager neu orientiert. Übrigens müssen die Entscheidungen über das Arbeitsumfeld und die Verteilung der Kompetenzen auch nicht alleine getroffen werden. Die neuen Kollegen und Mitarbeiter bringen schließlich schon viel Erfahrungen an dem Arbeitsplatz mit und können eine wichtige Informationsquelle und Hilfe sein.


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Nachdem Zumwinkel wenig ruhmreich seine Karriere bei der Post mit einem Steuerskandal beendet hat, wurde nun Frank Appel der neue Chef. Trotz des unschönen Abgangs Zumwinkels, sind die Fußstapfen, die er hinterlassen hat groß.

Am Montag wurde der 46jährige Frank Appel ohne große Konflikte und am Ende einstimmig vom Aufsichtsrat zum neuen Postchef gekürt. Die Lobreden auf Appel, als auch Appels Kommentar selbst, wirkten eher wie Politikerreden. Appel werde sehr kompetent eingeschätzt und er werde mit seinen Erfahrungen und Fähigkeiten die Aufgaben sehr gut meistern. Er selbst meinte, er wolle wichtige und große Themen anpacken und das Unternehmen im globalen Markt an die Spitze führen. Die Zukunft wird zeigen, ob er dieser Aufgabe gewachsen ist. Sehr lange ist er noch nicht bei der Post. Erst im Jahr 2000 ist er von der Beratungsfirma McKinsey als Manager zur Post gekommen. Dort machte er jedoch sehr schnell Karriere. In der Öffentlichkeit ist Appel nicht sehr bekannt. Er war bisher zumindest kein Medienmensch und hat auch keinen intensiven Kontakte zur Politik unterhalten. Für die aktuellen Kritiker an zu hohen Managergehältern dürfte er jedoch schon jetzt Angriffsfläche bieten. So hat er alleine 2006 schon 2,5 Millionen an Gehältern kassiert. Ebenso wie Zumwinkel spekuliert er gerne auch mit Aktien. Vielleicht aber etwas rücksichtsvoller als Zumwinkel, der schließlich dafür kritisiert wurde, große Gewinne mit der Spekulation mit Post Aktien erzielt zu haben. Ansonsten steht Appel dafür ein kühler Kalkulierer zu sein. Vielleicht kriegt er damit die aktuellen Probleme des Unternehmens in den Griff. Beliebt wird ihn das aber bestimmt nicht machen.


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Nachdem sich im Zuge der Steuerhinterziehungen einiger Top-Manager nahezu ein Skandal entwickelt hat, nutzen Politker die Gunst der Stunde, um die Debatten um Manager, Verhalten und Gehälter wieder loszutreten.

Steuerhinterziehung © flickrEine Kritik an den Gehältern von Managern hat es schon früher gegeben. Nun wird die Debatte jedoch im Zuge einer allgemeinen Debatte über Managerverhalten wieder neu entfacht. So verweist z.B. Glos darauf, dass Manager eine Verantwortung für die Gesellschaft zu tragen hätten. Ähnliche Kritik äußerten auch Steinmeier, Peter Müller, der DGB und weitere. Die Forderung nach einer stärkeren Kontrolle der Manager und nach mehr Transparenz wird laut. Im gesellschaftlichen Bild verdienen Manager eh schon mehr als ihnen zustehe und dann werden auch noch Steuern hinterzogen. Verdi-Chef Frank Bsirske sprach sogar von einer tief empfundenen Ungerechtigkeit. Von Seiten des DGB wurde gefordert die Managerbezüge offen zu legen. In diesem Zuge wurde auch bemängelt, dass die Selbstverpflichtung der Unternehmen, im Sinne des Corporate Social Responsibility nicht ausreiche. Aber wie hoch soll die Bezahlung von Managern sein und wie können Kontrollen eingerichtet werden? Diese Fragen beschäftigen die Politik. Oft wird dabei jedoch übertrieben und nahezu ein Hetzjagd auf Manager betrieben, die eher von Neid oder Populismus getrieben zu sein scheint als von Sachargumenten. Es stellt sich die Frage, was es denn wirklich bringt, wenn Manager weniger Geld bekommen. Wahrscheinlich nichts. Weder werden die Angestellten deshalb mehr bekommen, noch wird die Arbeitsqualität erhöht werden. Für die Kontrollen und Transparenz von Wirtschaftsunternehmen lohnt sich allerdings eine Debatte. Klar muss nur sein, dass dann auch die Grenze zwischen einer rein privaten Angelegenheit Wirtschaft und dem öffentlichen Bereich verschwimmt. Wenn jedoch Entscheidungen der Wirtschaft als etwas betrachet wird, dass alle betrifft und damit nicht nur Sache der Eigentümer ist, dann muss eine öffentliche Debatte um Regeln für die Wirtschaft geführt werden. Übrigens wäre es illusorisch zu glauben, dass es nicht schon viele und starke Regeln für das Wirtschaften gäbe.


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Mit Hilfe einer Stiftung im Fürstentum Lichtenstein soll der Post-Chef, der dem Unternehmen seit 18 Jahren vorsitzt, Steuern hinterzogen haben. Sollte sich Verdunklungsgefahr ergeben, ist für den Dax-Dinosaurier, der eigentlich sein Amt zum Ende des Jahres aufgeben wollte, schon ein Haftbefehl beantragt worden.

Staatsanwälte haben das Büro und die Villa von Zumwinkel am Morgen durchsucht, um Hinweise auf den Verdacht der Steuerhinterziehung zu prüfen. Das Steuersparmodell mittels einer Stiftung soll Zumwinkel bereits seit Mitte der Achtziger Jahre praktiziert haben. Das Vermögen der Stiftung wird momentan auf knapp zehn Millionen Euro beziffert. Zudem bezeichnet sich der Post-Chef selbst als Multi-Millionär, der auch vorhatte, sein Geld nach Asien zu verlagern.

Zumwinkel ist einer der letzten großen Dax-Dinosaurier in der Wirtschaft, die schon seit Jahren im Geschäft sind und lange Zeit die Strippen im Hintergrund zogen. Sein letzter großer Deal sollte vermutlich der Zusammenschluss von Postbank und Deutscher Bank zur größten Privatkundenbank werden. Damit hätte Zumwinkel, der zuletzt auch wegen der Mindestlohnpolitik im Schussfeld stand, seine einzigartige Karriere gekrönt.

Zur Durchsuchung hatte übrigens eine anonyme Anzeige geführt – wer da wohl dem Post-Chef seinen Ruhestand nicht gönnte?


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In der Planung eines neuen Produktes, der Erschließung eines neuen Marktsegmentes oder in der Gründung eines neuen Unternehmens werden oft Fehler gemacht, die darin begründet liegen, dass bestimmte Probleme nicht ernst genommen werden.

TOP10 © flickrIst ein großer Fehler erstmal gemacht, ist es häufig zu spät. Auch wenn man unter Zeitdruck steht, lohnt es sich oft, nochmal inne zu halten und wagemutige Projekte zu überdenken. Viele Dinge laufen nicht so problemlos wie man es sich vorstellt oder gerne hätte. Deswegen gilt es, ein paar versteckte Annahmen aufzudecken und zu hinterfragen. Das mag manche Prognosen nicht so gut aussehen lassen, doch auch das lässt sich Regeln, wenn man erstmal Antworten auf die Fragen entwickelt hat, die man sich vorher gar nicht so gestellt hat. Deswegen hier die TOP10 der Selbstverständlichkeiten, über die nochmal nachgedacht werden sollte.

1. Das Produkt wird schon innerhalb der Vorgaben und des Zeitplans entwickelt sein.

2. Die Kunden werden schon genauso überzeugt von dem Produkt sein wie wir.

3. Für die Arbeitsplätze, die für die Produktentwicklung besetzt werden müssen, werden problemlos Leute gefunden werden.

4. Der Verkaufspreis, wird im Wettbewerb bestand haben, also niedrig sein können und dennoch werden die Gewinne hoch sein.

5. Die Kunden werden selbstverständlich von einem anderen Produkt zu unserem wechseln.

6. Die anderen Anbieter und die Kunden werden sich schon rational verhalten.

7. Andere Unternehmen (auch innerhalb der eigenen Konzernstruktur) werden uns gerne helfen.

8. Die Zwischenhändler und der Vertrieb warten nur auf unser Produkt.

9. Die Kunden werden schon glauben, dass unser Produkt technisch überlegen ist.

10. Das Produkt wird sich schon irgendwie verkaufen.


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Nach Verkaufsüberlegungen für die Autosparte haben sich auch für weitere Bereiche Interessenten gemeldet.

Nokia Handy © flickr / Al- Fassam [ Offline! :- ]Nachdem Nokia angekündigt hatte, die Produktion von Handys aus Kostengründen aus Bochum abzuziehen und stattdessen in ein neues Werk nach Rumänien zu verlagern, sind weitere Pläne zur Zerlegung des Unternehmens bekannt geworden. Dies bestätig auch ein Sprecher des Nokia Betriebsrats. Schon am Montag hatte Nokia mitgeteilt, dass der ehemaligen Manager Razvan Olosu und der Finanzinvestor Equity Partners an dem Kauf der Autosparte interesse hätten und Nokia nicht abgeneigt sei. In der Autosparte arbeiten etwa 200 der ca. 3500 Mitarbeiter in Bochum. Nun sind jedoch neue Informationen aufgetaucht, nach denen der finnisch-indische Konzern Saskan Interesse an „Core Software“ geäußert haben soll und darüber mit Nokia in Verhandlungen treten möchte. „Core Software“ stellt die Software für Nokia Handys her. In etwa 150 Personen arbeiten in Bochum in diesem Bereich.
Für die Beschäftigten in Bochum scheint es jedoch nicht zu genügen, dass Arbeitsplätze in diesen Sparten erhalten bleibt. Weitere Proteste sind bereits angekündigt. Die Hoffnung der Mitarbeiter wird noch dadurch gestärkt, dass die «Rheinische Post» darüber berichtet, dass ein internes Papier aufgetaucht ist, aus dem hervorgeht, dass mit einer Einmal-Investition von 14,3 Millionen Euro das Werk in Bochum gerettet werden könnte. Die Kapazitäten wären dann verdoppelt und die Produktion müsste nicht verlagert werden.
Dass die Angestellten so sehr darauf drängen, dass Nokia jede Möglichkeit in Erwägung zieht das Werk zu retten, ist nicht verwunderlich. Schließlich verfolgen sie damit nur ihre eigenen Interessen. Die deutsche Politik verleiht diesen Protesten jedoch eine etwas seltsame Schlagrichtung. So versucht Seehofer (CDU) einen Boykott gegen Nokia durchzusetzen und hat auch schon sein eigenes Handy gegen ein neues ausgetauscht. Dabei sollte ihm jedoch klar sein, dass der - von ihm ja im Grunde genommen befürwortete - Wettberwerb auf dem globalen Markt bestimmte ökonomische Entscheidungen erzwingt und diese mit nationalen Boykottaufrufen nicht sinnvoll zu ändern sind.


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Manager nach Leistung bezahlen?

Autor: Robert
abgelegt in: Management

Flugzeug Swiss Air © flickr / gluemoon

Die Diskussionen um Mindestlohn und die Managerbezüge haben europaweit inzwischen groteske Züge angenommen. Egal aus welcher Perspektive man die Gehälter der Top-Manager betrachtet, sie erscheinen utopisch viel für einen Normalsterblichen. Um dies ein wenig humaner und vor allem durchsichtiger zu gestalten, hat ein Schweizer Kleinunternehmer ein Volksbegehren gestartet, wonach über das Gehalt der Manager und des Aufsichtsrates durch Aktionäre abgestimmt wird.

Das Prinzip klingt jedenfalls aus neutraler Sicht nicht schlecht, wird doch die Leistung der Top-Manager an das Gehalt gekoppelt. Heißt im Prinzip nichts anderes als: fällt die Rendite für die Aktionäre akzeptabel aus, wird dies auch von den Aktionären belohnt und der Manager dementsprechend belohnt. Ist man auf Seiten der Aktionäre jedoch nicht mit der jährlichen Rendite zufrieden, wird sich das Gehalt des Managers auf ein zuvor ausgehandeltes Grundgehalt beschränken, welches erheblich unter den jetzigen Gehältern liegen wird. Damit würden auch andere riesige Prämien, Vorausvergütungen und Abfindungen der Geschichte angehören.

Das Volksbegehren ins Leben gerufen hat Thomas Minder, der Chef der kleinen Trybol AG, die vor allem für ihr Mundwasser in Schweiz bekannt ist. Für ein Volksbegehren dieser Art sind bei den Eidgenossen lediglich 100.000 Stimmen notwendig, wovon Minder schon 90.000 gesammelt hat. Die Manager in der Schweiz müssten also gewarnt sein und angesichts der momentanen Börsensituation, in welcher sogar renommierte Firmen unter erheblichen Kursverlusten leiden, findet das Begehren sicherlich nahrhaften Boden.

Die Wut des Kleinunternehmers liegt in der Pleite der Swiss Air 2001 begründet. Vor der eigentlichen Abwicklung des Unternehmens erhielt Swissair-Chef Mario Corti noch einmal 12,5 Millionen Franken. Für Minder eine Frechheit, schließlich wurden Millionen Aktionäre um ihr Geld betrogen. Sollte das Volksbegehren zu einem Gesetzesentwurf führen, dürfte dies auch Signalwirkung auf andere europäische Staaten haben – Manager werde dann mit ganz neuen Anforderungen konfrontiert – dem Leistungsprinzip!


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