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Management & Wirtschaft
 


In Zeiten, da die Banken Milliardenhilfen der Staaten annehmen, ist es in der Öffentlichkeit nicht mehr gerne gesehen, wenn die Manger auf Kosten des Unternehmens im Luxus leben.

Gürtel enger schnallen nun auch für Edelgürtelträger (c) Frank C. Müller Quelle: Wikipedia

Die Debatten über die Gehälter der Top-Manager sind in Deutschland schon seit längerer Zeit am laufen. Aus den USA, wo die Gehälter traditionell etwas höher liegen, sind solche Debatten nicht gewohnt. Doch nachdem ein Problembewußtsein in der Öffentlichkeit dafür entstanden ist, dass ein hohes Gehalt nicht immer verdient ist, regt sich auch dort teilweise ein Sturm der Entrüstung. weiterlesen »


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Was in manchen anderen Ländern recht verbreitet ist, hat seinen Einzug nach Deutschland noch nicht so recht gefunden. Dabei profitieren Unternehmen und Mitarbeiter nicht selten beide von dieser From der Mitarbeiterbeteiligung.

Statistik 2008 Quelle AGP Die Beteiligung der Mitarbeiter an dem Erfolg des Unternehmens hat verschiedene Vorteile. So werden die Mitarbeiter zum Beispiel stärker an das Unternehmen gebunden. Identifikation mit dem eigenen Unternehmen ist in Deutschland selten und führt oft zu Spannungen zwischen Arbeitgebern und Betriebsrat. Mit der Gewinnbeteiligung werden die Gegensätze etwas gemildert. Dies führt auch dazu, dass die Mitarbeiter eine stärkere Motivation am Arbeitsplatz an den Tag legen. Statistisch lässt sich ebenso zeigen, dass die Anzahl der Krankheitstage zurück geht.

Horst Köhler hat einst eine stärkere Beteiligung der Arbeitnehmer an den Gewinnen gefordert, damit der Grundlohn gesenkt werden kann. Dies würde für die Arbeitnehmer keinen ernsthaften Vorteil bringen. Es könnte auch leicht die Gefahr entstehen, dass die Arbeitnehmer zu Abhängig vom unternehmerischen Erfolg werden. Dies würde dazu führen, dass die Spannungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer wieder zunehmen könnten. Außerdem wird die Attraktivität des Arbeitsplatzes nicht weiter gesteigert und die Motivation sinkt wieder. Es darf keine Situatiuon des Bedroht-seins entstehen. weiterlesen »


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Man könnte glauben, dass es in Zeiten der Finanzkrise für Banker schwer sei. Daten über Bonuszahlungen die der Guardian ermittelt hat, geben jedoch einen anderen Eindruck.

Börse GNU-Lizenz für freie Dokumentation

Angeschlagene Banken, die ihren eigenen Bestand kaum noch sichern können, könnten Zahlungsschwierigkeiten für ihre Mitarbeiter haben. Haben sie jedoch nicht. Es ist nichteinmal der Fall, dass die Banker auf ihre Bonuszahlungen verzichten müssten und einfach nur auf ihr hohes Grundgehalt zurückfallen würden. Bei Banken, bei denen es den Mitarbeitern gelungen ist die Krise zu minimieren, wäre das verständlich, für Citigroup, Goldman Sachs, Morgan Stabley, JP Morgan oder Merill Lynch ist es das jedoch nicht.

Erschwerend kommt noch hinzu, dass diese Banken über Steuergelder gesichert werden. Die Finanzspritzen aus der Staatskasse gehen somit indirekt in Form von Bonuszahlungen an die einzelnen Banker. Ein etwas vereinfachtes Bild aber der Eindruck drängt sich zumindest auf. weiterlesen »


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Die schon seit langem anhaltende Diskussion um das Gehalt von Managern führt nun zu einer gesetzlichen Regelung. Hohe Managergehälter und Abfindungen sollen nicht mehr voll abgesetzt werden können.

Steuerhinterziehung © flickrDie SPD hat es damit geschafft, den Koalitionspartner CDU zu einem eingeständnis zu bringen. Die gesetzliche Regelung sieht vor, Managergehälter und Abfindungen in einer Höhe von über 1 Millionen Euro nur noch zur Hälfte von der Steuer des Unternehmens Absetzungsfähig zu machen.

Die Meinungen hierzu gehen, wie es zu erwarten war, sehr auseinander. Tilo Sarrazin hält diese Politik für rein symbolisch, weil sie eh nur einen kleinen Anteil der Gehälter betreffe und die SPD selbst behauptet, dass ja keine tatsächliche Einschränkung vorliege, sondern dass der Gesetzgeber ja nur eine Wünschenswerte Lohnhöchsthöhe festlegen wolle. Der BDI sieht dahingen eine Gefährdung der Vertragsfreiheit und des Standorts Deutschland. Dies ist wenig überraschend, da es sich hierbei um die Standardantwort auf alle politischen Entscheidungen handelt, die nicht zum Vorteil der Arbeitgeber sind.

Aus der CDU heißt nur der Ministerpräsident des Saarlands, Peter Müller, den Vorschlag gut. Selbst in den USA gebe es ähnliche Regelungen.

Klar dürfte dennoch sein, dass es sich um rein symbolische Politik handelt. Weder werden die Gehälter der Manager dadurch wirklich niedriger ausfallen, noch wird irgendein Arbeitnehmer stattdessen höhere Löhne erhalten. Die SPD versucht populistisch das Vertrauen ihrer Wähler_innen in die Lohngerechtigkeit der sozialen Marktwirtschaft wieder herzustellen. Vielleicht mag das gelingen, doch für die meisten Markttheoretiker sollte weiterhin klar bleiben: der Markt erzeugt keine Lohngerechtigkeit, er funktioniert einfach nur. Wenn er als Institution gerechtfertigt ist, dann nur, weil er allen ein passables Lebenseinkommen ermöglicht und nicht weil er Lohngerechtigkeit herstellt.


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Schon länger ist es so, dass Arbeitnehmer dazu angehalten werden sich in Form von Kapitalanteilen an ihrem Arbeitgeber zu beteiligen. Dadurch erhalten sie einen Teil der Gewinne des Unternehmens. Nun hat sich die Koalition auf eine neue Regelung geeinigt.

Die Arbeitnehmerbeteiligung an Unternehmensgewinnen wird oft als gerechtere Form des Arbeitslohnes angesehen. Der Erfolg des Unternehmens für das die Arbeiter_innen arbeiten, wird damit maßgeblich für die Lohnhöhe. Darüber hinaus scheint es für viele Arbeitgeber attraktiv, übder den Investivlohn die Arbeitnehmer stärker an das Unternehmen zu binden.

Früher wurde die BEteiligung in Form von Kapitalanteilen mit einem Steuerfreibetrag von 135 Euro im Jahr gefördert. Nun hat sich die Koalition darauf geeinigt den Steuerfreibetrag auf 360 Euro pro Jahr anzuheben. Dies soll für die Arbeitnehmer einen Anreiz stellen, der politisch gewollten Entwicklung zu folgen.

Kritisiert wurde bisher schließlich, dass die Unternehmensgewinne stark steigen und die Managergehälter stark steigen, die normalen Arbeitnehmer_innen an den Gewinnne jedoch nicht beteiligt werden. Neben klassischen Kapitalanteilen soll es für Arbeitnehmer_innen auch möglich sein die Stuerfreibeträge für Gewinne aus Fonds zu erhalten, bei denen jedoch eine Kapitalrückflussquote an die Unternehmen von 75% herrschen muss.

Die neue Regelung wird die Steuerzahler ungefähr eine halbe Milliarde Euro kosten. Hier stellt sich ernsthaft die Frage, ob es sich um eine Beteiligung der Arbeitnehmer_innen an Unternehmergewinnen ist oder eine Beteiligung der Arbeitnehmer an Steuereinnahmen.


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Manager nach Leistung bezahlen?

Autor: Robert
abgelegt in: Management

Flugzeug Swiss Air © flickr / gluemoon

Die Diskussionen um Mindestlohn und die Managerbezüge haben europaweit inzwischen groteske Züge angenommen. Egal aus welcher Perspektive man die Gehälter der Top-Manager betrachtet, sie erscheinen utopisch viel für einen Normalsterblichen. Um dies ein wenig humaner und vor allem durchsichtiger zu gestalten, hat ein Schweizer Kleinunternehmer ein Volksbegehren gestartet, wonach über das Gehalt der Manager und des Aufsichtsrates durch Aktionäre abgestimmt wird.

Das Prinzip klingt jedenfalls aus neutraler Sicht nicht schlecht, wird doch die Leistung der Top-Manager an das Gehalt gekoppelt. Heißt im Prinzip nichts anderes als: fällt die Rendite für die Aktionäre akzeptabel aus, wird dies auch von den Aktionären belohnt und der Manager dementsprechend belohnt. Ist man auf Seiten der Aktionäre jedoch nicht mit der jährlichen Rendite zufrieden, wird sich das Gehalt des Managers auf ein zuvor ausgehandeltes Grundgehalt beschränken, welches erheblich unter den jetzigen Gehältern liegen wird. Damit würden auch andere riesige Prämien, Vorausvergütungen und Abfindungen der Geschichte angehören.

Das Volksbegehren ins Leben gerufen hat Thomas Minder, der Chef der kleinen Trybol AG, die vor allem für ihr Mundwasser in Schweiz bekannt ist. Für ein Volksbegehren dieser Art sind bei den Eidgenossen lediglich 100.000 Stimmen notwendig, wovon Minder schon 90.000 gesammelt hat. Die Manager in der Schweiz müssten also gewarnt sein und angesichts der momentanen Börsensituation, in welcher sogar renommierte Firmen unter erheblichen Kursverlusten leiden, findet das Begehren sicherlich nahrhaften Boden.

Die Wut des Kleinunternehmers liegt in der Pleite der Swiss Air 2001 begründet. Vor der eigentlichen Abwicklung des Unternehmens erhielt Swissair-Chef Mario Corti noch einmal 12,5 Millionen Franken. Für Minder eine Frechheit, schließlich wurden Millionen Aktionäre um ihr Geld betrogen. Sollte das Volksbegehren zu einem Gesetzesentwurf führen, dürfte dies auch Signalwirkung auf andere europäische Staaten haben – Manager werde dann mit ganz neuen Anforderungen konfrontiert – dem Leistungsprinzip!


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Wenn Hartmut Mehdorn nach dem wochlangen Drama um den Tarifabschluß bei der Bahn nun Arbeitsplatzabbau, Jobverlagerung und das Ende der Beschäftigungssicherung ankündigt, führt das zu einem Aufschrei bei Politikern und Kommentatoren. Wahlkämpfer wie Michael Roth fordern eilfertig seinen Rücktritt. Politiker die im Schatten der Macht stehen, wie Fritz Kuhn, profilieren sich mit sonderbaren Formulierungen wie „Cholerisches Rumpelstilzchen“. Nehmen wir mal die Emotionen aus diesem Thema. Was ist wirklich passiert?

Ein Lenker eines großen Unternehmens muß Bilanz ziehen und stellt fest:

  1. Es wird ungeplante Ausgaben in Millionenhöhe geben (der Tarifabschluß)
  2. Es ist nicht möglich, dies durch mehr Umsatz auszugleichen
  3. Die Eigentümer erwarten weiterhin eine entsprechen Rendite (oder habe ich die Aussage von Herrn Tiefensee versäumt, der Herr Mehdorn zugesichert hat, das der Bund zukünftig nicht mehr so viel Geld von der Bahn braucht?)

Was muß ein Mann tun, der die Verantwortung über einen Großkonzern hat? Allen mußte klar sein, das der Tarifabschluß bei der Bahn, der sicher nicht moderat ist, Konsequenzen haben wird. Haben wir es bei den Kommentatoren mit Ahnungslosen, Blauäuigen oder schlimmer noch, berechnenden Populisten zu tun? Die Bahn ist ein Wirtschaftsunternehmen, das unter ungewöhnlichen Rahmenbedingungen arbeiten muß. Ein bißchen Staat, ein bißchen Privatwirtschaft – also das, was der Volksmund als “halbschwanger” bezeichnet. In dieser Situation leistet Herr Mehdorn einen sehr anerkennswerten Job. Er wird im übrigen in hohen Maße variabel bezahlt, d.h. sein Gehalt hängt von den Zielen ab, die die Eigentümer vorgeben. Ein „weiter so“ als Parole ausgeben, wäre in dieser Situation verantwortungslos! Was meinen Sie?


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Porsche-Chef Wendelin Wiedeking

Autor: Robert
abgelegt in: Gehalt, Management

Seit dem Beginn der Diskussion über einen „Maximal-Lohn“ hat sich in der Bevölkerung große Zustimmung breit gemacht. Die Darstellung in den Medien, die Managergehälter seien vielerorts überhöht und würde die Spanne zwischen „Arm“ und „Reich“ weiter vergrößern, mag in vielen Fällen stimmen, aber ein positives Beispiel muss man in dieser Diskussion hervorheben, Porsche-Chef Wendelin Wiedekind.

Wiedekind hatte das Unternehmen übernommen, als es praktisch am Ende war. Er strukturierte das Unternehmen neu und machte wieder eine Marke aus dem Namen Porsche. Zudem übernahm er mit seinem persönlichen Geld Haftungen für das Unternehmen, ohne dabei irgendwelche Anteile zu besitzen. Die gigantische Summe von 60 Millionen Euro Jahresgehalt setzt sich aus den Vertragsinhalten zusammen, die aus jener Zeit bei Porsche stammen, in welcher die Firma keinerlei Gewinne einfuhr, Wiedekind im Prinzip ohne Gehalt agierte. Nun, knapp 15 Jahre später, beträgt der Gewinn der Porsche AG über fünf Milliarden Euro und ist eines der erfolgreichsten Automobilunternehmen weltweit. Hätte ein Aktionär rund 15.000 Euro zum Dienstantritt von Wiedekind in Porsche-Aktien investiert, dann wäre er heute Millionär, denn der Wert des Unternehmens beträgt heute das 87fache. Leider ist der Porsche-Chef eine seltene Ausnahme. Wenn die Gehälter der Manager ebenfalls an die Erfolge des Unternehmens gebunden wären, würden einige wesentlicher besonnener wirtschaften.

„Maxi-Lohn“ hin oder her – in diesem Fall ist das Gehalt berechtigt. Auch die Ansichten des Porschechefs entsprechen schon gar nicht Ebenbild der öffentlichen Meinung, wie ein Interview in der Zeit verrät.


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Nun mischt sich auch Fr. Merkel in die laufende Debatte ein. Wie die Zeitung “Die Welt” berichtete, sei sie der Meinung „… dass man eine Debatte über gerechte Bezahlung brauche - nicht nur am unteren Ende der Lohnskala, sondern auch am oberen.“ Wieviel Populismus und wieviel Wahrheit steckt in dieser Aussage? Eine Neiddebatte sagen die einen, überbezahlte Manager die nichts leisten, sagen die anderen.

Etwas Differenzierung tut dieser Diskussion sicher gut! Es gibt Entwicklungen, die nur schwer miteinander zu vergleichen sind: Während Herr Schrempp (Daimler Chrysler) durch unternehmerische Fehlentscheidungen Aktionäre und Mitarbeiter in Schwierigkeiten gebracht hat sieht dies bei Herr Wiedeking (Porsche) völlig anders aus! Wenn man dann noch beachtet, dass einer großer Teil der Managergehälter variable Bezüge sind, wirft dies eine neue Frage auf: Wie werden Sie bezahlt - immer noch nach Zeit? Wären Sie bereit, einen Teil Ihres Gehaltes an das Erreichen konkreter Ziele zu binden? Würden Sie das Risiko eingehen, 20% weniger zu verdienen, wenn konkrete Ziele nicht erreicht werden, dafür jedoch 40% mehr, wenn Sie Ihre Ziele übererfüllen? Geht das überhaupt in jeder Tätigkeit?

Ja, aber dazu braucht es mehr Fantasie und mehr Mut, als wir es heute erleben. Warum nicht das Gehalt der Abteilungssekretärin an den Erfolg der Abteilung koppeln? Warum nicht Bezüge von Lehrern von der Zufriedenheit von Eltern und Schülern abhängig machen? Ist das wirklich so unrealistisch? Was meinen Sie?


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