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Nun ist bekannt geworden, dass die Deutsche Bahn scheinbar nach ihrer Privatisierung plant, bis zu 9000 Beschäftige in 30 unterschiedlichen Tochterfirmen unterzubringen.

Bahn Tower (c) Andreas SteinhoffDiese Art der Aufteilung könnte wichtige Konsequenzen für die Angestellten der Deutschen Bahn haben. Es ist schließlich noch nicht lange her, dass es zu starken Lohnkämpfen innerhalb der Deutschen Bahn gekommen ist. Mehdorn hat sich vehement gegen Lohnforderungen der GDL zur Wehr gesetzt. Die Ergebnisse wurden dann jedoch in Tarfiverträgen festgehalten, die sich mühsam erkämpft worden sind.

Da mutet es fast wie ein Trick an, wenn, wie nun bekannt wurde, die Bahn in bis zu 30 Tochterfirmen zerlegt werden soll. Dies hieße dann, dass für die bis zu 9000 Angestellten der Tochterfirmen die Tarifverträge nicht mehr gelten würden.

Deutsche Bahn Mitarbeiter public domainDie Deutsche Bahn hat hiermit schon in der Vergangenheit erfolg gehabt. So handelt es sich bei der DB Heidekraut um einen Ableger solcher Art. Dort gelten die Tarifverträge jedoch nicht und die DB konnte mit Lohndumping im Konkurrenzkampf um eine Strecke als Sieger hervorgehen.

Diese zunkünftige Aufgliederung der DB war dem neuen Arbeitdirktor der DB Norbert Hansen scheinbar schon lange bekannt. Kritisiert wird er von der SPD und GDL für seine Politik der Privatisierung und des Konkurrenzkampfes durch Lohndumping. Hansen weist die Kritik zurück und behauptet, dass es keine Tarifflucht geben würde. Mir scheint diese Behauptung jedoch mehr als Fadenscheinig. Es dürfte sich wohl nur um eine Frage der Zeit handeln, bis in den Tochterunternehmen zu deutlich niedrigeren Löhnen gearbeitet wird. Als positive Dreingabe dürfte Hansen die erschwerten Bedingungen des Arbeitskampfes sehen, wenn die DB in soviele Tochterunternehmen zergliedert wird.


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GDL Streik

Autor: Marcus
abgelegt in: Wirtschaft

GDL: Der Streik geht weiter

Der Tarifstreit zwischen der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) und der Deutschen Bahn (DB) liegt längst jenseits aller Verhältnismäßigkeit. Stimmen werden laut, die davor warnen, den fragilen Bonus des Wirtschaftsjahrs 2007 in einem andauernden Lokführerstreik leichtsinnig zu verspielen. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) bezeichnete den Streik als „Gift für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung“.
Tatsächlich sind längst irreparable wirtschaftliche Schäden entstanden. Lediglich Sixt provitiert aus dem GDL-Streik, wie man es in der neuen Werbekampagne sehen kann. Aber der Großteil nimmt erheblichen Schaden. Der Fall des belgischen Audi-Werks, das seine Produktion vorläufig eingestellt hat, fegt wie ein Sturm durch den publizistischen Blätterwald. Ob die breite öffentliche Resonanz allerdings ausreichend Druck auf die Streitparteien ausübt, ist mehr als fraglich. Zumal der Tarifkonflikt, wenn es nach den Sturköpfen Mehdorn und Schell ginge, wahrscheinlich noch einige Wochen andauern könnte. Dass mehrere andere Auto-Fabrikanten längst überdeutliche Warnungen aussprechen – wen kümmert’s? Bahnchef Mehdorn behauptet dreist, dass ein Nachgeben zum jetzigen Zeitpunkt den gesamtwirtschaftlichen Schaden sogar noch vergrößern würde.
Indessen tönt die GDL-Führung, ihr säßen zornige Mitglieder im Nacken, die um jeden Preis ihre Forderungen durchsetzen wollen. Immerhin bis einschließlich Montag soll nicht gestreikt werden. Ein ruhiges Wochenende gab es trotzdem nicht. Inzwischen ist durchgedrungen, dass die Streikkasse der GDL bis Februar reichen könnte; sie enthält 15 Millionen Euro.
Verblüffend ist nur, dass ein Tarifkonflikt, der eigentlich lange überfällig war – man nehme mal die Gehälter italienischer oder französischer Lokführer zum Vergleich -, solche Dimensionen annehmen konnte.

Streik der GDL


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