Das Forbes Magazin ermittelt jedes Jahr die reichsten Menschen der Erde. Dieses Jahr führt nach 13 Jahren nicht mehr Bill Gates die Liste an.
Reichster Mensch ist nach der neuen Erhebung Warren Buffett. Das Jahr 2007 hate durch seine Finanzkrisen ein wenig Wirbel in die Liste der Reichsten gebracht. Buffett gilt als jemand, der auch in Krisen gute Entscheidungen trifft. Deshalb sind die Werte seiner Aktien gestiegen. Damit hat er in einem Jahr immerhin 10 Milliarden Dollar “verdient” (da wirken die Debatten um zu hohe Managergehälter doch geradzu lächerlich). Somit besitz er nun nicht merh 52, sondern 62 Milliarden Dollar. Bill Gates hat dahingegen einiges an der Börse verloren. Seine Aktien sind gesunken. Schuld dürfte auch der Ärger mit Yahoo gewesen sein. Ansonsten hätte Gates nicht 58 Milliarden Dollar sondern deutlich mehr. Buffett ist übrigens mit Gates befreundet und spendet den größten Anteile seines Vermögens an die Siftung der Gates.
Hier nun aber die Liste der TOP10:
Reichste Frau ist übrigens Lilane Bettencourt auf Platz 17. Das verwundert nicht, wo doch deutlich über 90% des Reichtums in Händen von Männern ist.
Und hier noch ein kurzer überraschender Ausschnitt aus einem Interview von CNN mit Buffett:
BUFFETT: Sure. But I wouldn’t raise the 12-point and a fraction payroll tax, I would raise the taxable base to above $90,000.
DOBBS: That’s a progressive idea. In other words, the rich people would pay more?
BUFFETT: Yeah. The rich people are doing so well in this country. I mean, we never had it so good.
DOBBS: What a radical idea.
BUFFETT: It’s class warfare, my class is winning, but they shouldn’t be.
Mehr Frauen ins Management!
Der Personalberater Heiner Thorborg hat gemeinsam mit „Capital“ und „Financial Times Deutschland“ eine bislang einzigartige Initiative gestartet, um hochqualifizierten weiblichen Führungskräften den Zugang zu Vorstand oder Geschäftsführung ihres Unternehmens zu erleichtern. Unter der Schirmherrschaft von Bundesministerin Ursula von der Leyen haben die Konzerne Bertelsmann, Otto, Siemens, Haniel, Henkel, Mercedes Car Group und Trumpf rund eine Million Euro zur Verfügung gestellt um Jobs in Führungspositionen zu fördern . Wer sich beim Auswahlverfahren durchsetzen kann, bekommt ein „Karriere-Coaching“ für 25.000 Euro. Insgesamt 40 Frauen werden ausgewählt. Das Projekt heißt „Generation CEO“ und soll dem auffälligen Mangel an weiblichem Personal in deutschen Führungsetagen Abhilfe schaffen.
Die Organisatoren legen ihrer Initiative eine profunde Studie zugrunde, wonach die männerdominierten Management Berufe in erster Linie auf Seilschaften, Traditionen und den nicht ausreichend artikulierten Ehrgeiz der Frauen zurückzuführen sind. Dagegen möchte man etwas unternehmen, denn „die Unternehmen“, so Heiner Thorborg, „wollen Frauen im Vorstand haben“. Auch der demografische Wandel spreche dafür: Langfristig könne sich kein Unternehmen erlauben, die Hälfte der Kandidaten einfach zu ignorieren.
Klassische Vorurteile wie mangelnde Flexibilität oder Durchsetzungskraft entbehren jeder Grundlage. „Capital“ erwähnt beispielsweise auch die (männliche) Eigenart, Konferenzen auf den frühen Abend zu legen und dann endlos andauern zu lassen. Das kommt einer Mutter natürlich nicht entgegen. Es gibt keinen Grund, einen solchen Termin nicht auch früher anzusetzten. Die Studie entlarvt eine Vielzahl solcher inhaltsloser Argumente.
Ein Defizit macht die Studie allerdings aus: So seien Frauen, gesellschaftlich bedingt, nicht so geneigt, sich in den Vordergrund zu stellen wie Männer. Früher hätten sie ja auch gewartet, bis sie von einem Mann zum Tanz aufgefordert wurden.
Es sollte nicht schwerfallen, das Gegenteil zu beweisen.