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Management & Wirtschaft
 


Nach Verkaufsüberlegungen für die Autosparte haben sich auch für weitere Bereiche Interessenten gemeldet.

Nokia Handy © flickr / Al- Fassam [ Offline! :- ]Nachdem Nokia angekündigt hatte, die Produktion von Handys aus Kostengründen aus Bochum abzuziehen und stattdessen in ein neues Werk nach Rumänien zu verlagern, sind weitere Pläne zur Zerlegung des Unternehmens bekannt geworden. Dies bestätig auch ein Sprecher des Nokia Betriebsrats. Schon am Montag hatte Nokia mitgeteilt, dass der ehemaligen Manager Razvan Olosu und der Finanzinvestor Equity Partners an dem Kauf der Autosparte interesse hätten und Nokia nicht abgeneigt sei. In der Autosparte arbeiten etwa 200 der ca. 3500 Mitarbeiter in Bochum. Nun sind jedoch neue Informationen aufgetaucht, nach denen der finnisch-indische Konzern Saskan Interesse an „Core Software“ geäußert haben soll und darüber mit Nokia in Verhandlungen treten möchte. „Core Software“ stellt die Software für Nokia Handys her. In etwa 150 Personen arbeiten in Bochum in diesem Bereich.
Für die Beschäftigten in Bochum scheint es jedoch nicht zu genügen, dass Arbeitsplätze in diesen Sparten erhalten bleibt. Weitere Proteste sind bereits angekündigt. Die Hoffnung der Mitarbeiter wird noch dadurch gestärkt, dass die «Rheinische Post» darüber berichtet, dass ein internes Papier aufgetaucht ist, aus dem hervorgeht, dass mit einer Einmal-Investition von 14,3 Millionen Euro das Werk in Bochum gerettet werden könnte. Die Kapazitäten wären dann verdoppelt und die Produktion müsste nicht verlagert werden.
Dass die Angestellten so sehr darauf drängen, dass Nokia jede Möglichkeit in Erwägung zieht das Werk zu retten, ist nicht verwunderlich. Schließlich verfolgen sie damit nur ihre eigenen Interessen. Die deutsche Politik verleiht diesen Protesten jedoch eine etwas seltsame Schlagrichtung. So versucht Seehofer (CDU) einen Boykott gegen Nokia durchzusetzen und hat auch schon sein eigenes Handy gegen ein neues ausgetauscht. Dabei sollte ihm jedoch klar sein, dass der - von ihm ja im Grunde genommen befürwortete - Wettberwerb auf dem globalen Markt bestimmte ökonomische Entscheidungen erzwingt und diese mit nationalen Boykottaufrufen nicht sinnvoll zu ändern sind.


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Viele Arbeitsplätze werden in das Ausland verlagert. Dies sei der Preis der Globaliserung, wird oft kolportiert. Deutschland ist wegen seiner Exportstärke ein Gewinner der Globalisierung, behaupten viele Politker und Wirtschaftsführer. Wer gewinnt dort - deutsche Firmen oder deutsche Arbeitnehmer? Warum entstehen ein Großteil der neuen Arbeitsplätze eigentlich im Ausland? Mathias Müller bemerkt in der FAZ im Rahmen einer Buchkritik von Hannes Koch : “Die von Politikern diktierten Standards werden nur eines zum Ziel haben: Heimische Arbeitsplätze vor der ausländischen Konkurrenz zu schützen. Davon profitiert niemand: Weder die Konsumenten in den Industrieländern noch die Arbeiter in den aufstrebenden Ländern.“ Halt – da gibt es natürlich eine Gruppe, die davon profitiert, nämlich die Arbeitnehmer in Deutschland. Das sind ja wir!! Können wir uns aber gegen die Globalisierung stellen? Ja – es gibt einen Weg!!!

 

Sind Sie bereit, für den Erhalt von Arbeitsplätzen in Deutschland einen Aufpreis zu bezahlen? Es gibt Firmen, die vorsichtig, aber mit viel Erfolg, dieser Philosphie folgen. Trigema ist so eine Beispiel – erfolgreiche Textilfertigung in Deutschland. Dürfen wir Deutschen diese Nationalkarte spielen? Hat das nicht einen zu „braunen“ Unterton?? Ich meine, wir sollten und müssen diesen Weg für uns gehen. Was tun Unternehmen nicht alles, uns als eines der attraktivsten Märkten in Europa zu gewinnen! Lassen wir ab von der Schnäppchenjagd und helfen uns selber, Vielleicht gewinnen wir so sogar Firmen, die neu in Deutschland investieren oder nicht aus Deutschland herausgehen. Nokia, z.B. könnte Ihre Pläne revidieren, wenn Ihre marktführende Stellung in Deutschland in Gefahr wäre, Toyota darüber nachdenken, hier eine eigene Fertigung aufzubauen. Wären Sie bereit, einen Deutschland-Soli zu zahlen? Ich bin gespannt auf Ihre Antworten!

 

 


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Frauen im Management

Autor: Marcus
abgelegt in: Management

Mehr Frauen ins Management!

Der Personalberater Heiner Thorborg hat gemeinsam mit „Capital“ und „Financial Times Deutschland“ eine bislang einzigartige Initiative gestartet, um hochqualifizierten weiblichen Führungskräften den Zugang zu Vorstand oder Geschäftsführung ihres Unternehmens zu erleichtern. Unter der Schirmherrschaft von Bundesministerin Ursula von der Leyen haben die Konzerne Bertelsmann, Otto, Siemens, Haniel, Henkel, Mercedes Car Group und Trumpf rund eine Million Euro zur Verfügung gestellt um Jobs in Führungspositionen zu fördern . Wer sich beim Auswahlverfahren durchsetzen kann, bekommt ein „Karriere-Coaching“ für 25.000 Euro. Insgesamt 40 Frauen werden ausgewählt. Das Projekt heißt „Generation CEO“ und soll dem auffälligen Mangel an weiblichem Personal in deutschen Führungsetagen Abhilfe schaffen.
Die Organisatoren legen ihrer Initiative eine profunde Studie zugrunde, wonach die männerdominierten Management Berufe in erster Linie auf Seilschaften, Traditionen und den nicht ausreichend artikulierten Ehrgeiz der Frauen zurückzuführen sind. Dagegen möchte man etwas unternehmen, denn „die Unternehmen“, so Heiner Thorborg, „wollen Frauen im Vorstand haben“. Auch der demografische Wandel spreche dafür: Langfristig könne sich kein Unternehmen erlauben, die Hälfte der Kandidaten einfach zu ignorieren.
Klassische Vorurteile wie mangelnde Flexibilität oder Durchsetzungskraft entbehren jeder Grundlage. „Capital“ erwähnt beispielsweise auch die (männliche) Eigenart, Konferenzen auf den frühen Abend zu legen und dann endlos andauern zu lassen. Das kommt einer Mutter natürlich nicht entgegen. Es gibt keinen Grund, einen solchen Termin nicht auch früher anzusetzten. Die Studie entlarvt eine Vielzahl solcher inhaltsloser Argumente.
Ein Defizit macht die Studie allerdings aus: So seien Frauen, gesellschaftlich bedingt, nicht so geneigt, sich in den Vordergrund zu stellen wie Männer. Früher hätten sie ja auch gewartet, bis sie von einem Mann zum Tanz aufgefordert wurden.
Es sollte nicht schwerfallen, das Gegenteil zu beweisen.

Geschäftsfrau


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