In Zeiten der Finanzkrise sinkt das Vertrauen in die Banken. Anstatt sich zurückzuziehen muss nun offensiv um das Vertrauen der Kunden geworben werden.
Die Finanzkrise mag ein Gefühl der Hilflosigkeit auslösen. Dies ist bei den Kunden der Bank der Fall aber auch bei den Mitarbeitern. Die Kunden sind verunsichert, ob das eigene Geld bei der Bank noch sicher ist, oder ob es lieber woanders angelegt werden sollte oder lieber einfach irgendwo geparkt werden sollte. In einer solchen Situation ist es völlig falsch sich hinter Türen zu verschanzen und nicht erreichbar zu sein. Stattdessen muss das Gespräch mit den Kunden gesucht werden. Dies ist jedoch keine leichte Aufgabe.
Ein Grund hierfür ist, dass auch die Banker verunsichert sind. Viele sichere Strukturen sind weggebrochen und es ist unklar was dem Kunden eigentlich erzählt werden soll. Hinzu kommt die Unsicherheit über den eigenen Arbeitsplatz. An dieser Stelle ist starke Führungsqualität im mittleren Management gefragt. Den Mitarbeitern muss vermittelt werden, dass die Kundengespräche wichtig sind und dass man auch was zu sagen hat. Dabei kann nicht so weitergemacht werden wie bisher, sondern die Strategie sollte auf sicheren Anlagen liegen. Gesprächssituationen können gemeinsam geübt werden und den Mitarbeitern das Vertrauen wieder zurückgegeben werden. Dann gelingt es auch das Vertrauen an die Kunden weiter zu geben.
Dies mag zwar eine schwierige Situation für alle Beteiligten sein aber es gibt durchaus Handlungsspielräume die es zu nutzen gilt. Damit kann es gelingen mit einer guten Positionierung und einem guten Verhältnis zu den Kunden aus der Finanzkrise hervor zugehen. Ehrlichkeit ist dabei allerdings auch wichtig. Es hat keinen Sinn den Kunden etwas zu versprechen, was man nicht selber glaubt. Es gibt jedoch noch genug sichere Bereiche in denen gearbeitet werden kann.