Es mag nicht sehr überraschend sein, doch in Folge der Rezession mögen viele wohlhabende Leute nicht investieren.
Im Zuge der Finanzmarktkrise haben viele wohlhabende Leute gespürt, dass sich im Kreditbereich und verwandten Märkten nicht risikolos investieren lässt. So einige haben herbe Verluste erleiden müssen. Da liegt es nahe, das Geld lieber auf der Bank zu lassen, als es zu investieren. Staatsanleihen sind einige der wenigen Investitionen, die noch getätigt werden. Damit sind die Banken auch nicht so ganz zufrieden. So sagt Wölfer von der HVB, dass 4 Milliarden mehr Liquidität aufgebaut worden wäre.
Die Wirtschaft lebt jedoch von geringerer Liquidität, starken Investitionen und vielen Krediten. Jedoch lebt nicht nur die Wirtschaft davon, sondern auch jeder einzelne. Gerade in Krisen tuen sich viele lukrative Geschäftsmöglichkeiten auf. Warren Buffet hat es oft vorgemacht, wie aus der Krise noch Gewinn geschlagen werden kann. Dies ist jedoch nicht als unethische Bereicherung zu verstehen.
Für viele Unternehmen und gerade für die Ökonomie insgesamt, ist es enorm wichtig, dass in Zeiten der Krise es Leute gibt, die bereit und dazu in der Lage sind, in zukunftsträchtige aber unterschätzte Bereiche zu investieren und die überbewerteten Unternehmen korrekt einzuschätzen und zu konsolidieren. Eine wichtige Aufgabe mit der sich auch noch Geld machen lässt.
Es täte also allen gut, wenn die wohlhabenden Leute ihr Geld nicht horten würden, sondern sinnvoll investieren würden. Allzu oft haben sie es jedoch unsinnig investiert. Vielleicht braucht es einfach besserer Berater bei der Bank, dann sind die Leute auch nicht mehr so zurückhaltend mit ihren Investitionen.