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Premiere Chef Börnicke wird von Murdoch zum Rücktritt gedrängt

Autor: Markus
abgelegt in: Management, Unternehmenspolitik, Wirtschaft

Die Zukunft von Premiere ist unklar. Bisher gelang es nicht schwarze Zahlen zu schreiben. Murdoch schien Börnicke nicht für geeignet zu halten dies zu ändern.

Premiere Fußballstudio GNU-Lizenz für freie Dokumentation author:Florian K

Am Mittwoch reichte Börnicke überraschend seinen Rücktritt ein. Er gab persönliche Gründe als Ursache hierfür an. Dies wirkt jedoch nicht sehr überzeugend. Es ist recht klar, dass Murdoch hier ein Machtwort gesprochen haben dürfte. Murdoch ist über die News Corp. immerhin größter Einzelaktionär von Premiere.

Im Januar war die News Corp. mit 14,58 Prozent Anteil bei Premiere eingestiegen. Dieser Anteil ist mittlerweile auf 25,1 Prozent angestiegen. Außerdem hat Murdoch schon seit einigen Wochen seine eigenen Leute in den Aufsichtsrat gebracht. Dabei handelt es sich um den Manager von News-Corp. Williams und Tom Mockridge, der den Bezahlsenders Sky Italia leitet. So ist es auch nicht überraschend, dass der Nachfolger von Börnicke Mark Williams werden soll.

Murdoch hatte in der Vergangenheit eine rosige Zukunft für das Pay TV Geschäft in Deutschland gesehen. Börnicke scheint für ihn jedoch nicht der Mann zu sein, der diese Hoffnungen erfüllen kann.  Börnicke ist es bisher nicht gelungen Premiere aus den roten Zahlen zu führen. Die Behauptung dies liege an den vielen Schwarzsehern wirkt etwas vorgeschoben. Börnicke außerdem auch eine unklare Linie gefahren. Seine Überlegungen Sat1 zu kaufen hatten eher für Verwirrungen gesorgt als für Zuversicht.

Premiere hat in diesem Jahr zwar seinen Umsatz von 453,4 Mio. Euro auf 523,9 Mio. Euro steigern können doch der Verlust stieg ebenfalls von 28,1 auf 65,9 Mio.Euro. Börnicke gab zwar immer wieder recht optimistische Erwartungen für die Entwicklung der Abonennetenzahlen an und wollte 2009 auch schwarze Zahlen schreiben doch die Ausführungen von Börnikce wurden tendenziell mit Skepsis aufgenommen. Murdoch steht für keine sympathische Firmenpolitik doch zumindest könnte sein Machtwort eine finanzielle Verbesserung für das Unternehmen bedeuten.


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