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Opel Junior in Eisenach? Gute Chancen für Thüringen

Autor: Robert
abgelegt in: Unternehmenspolitik

Im Rennen um den Produktionsstandort des Opel Junior wird Eisenach als Favorit gehandelt. Die Opel Entwicklungs-Chefin Rita Forst liess verlautbaren, dass der neue Kleinwagen schon bald in der Stadt in Thüringen gefertigt werden könnte. Dies wäre eine äusserst begrüssenswerte Entwicklung für den Wirtschaftsstandort in den neuen Bundesländern.

Die endgültige Entscheidung steht zwar noch nicht fest, aber bereits zwei Stimmen aus der Konzernleitung von Opel lassen vermuten, dass Eisenach das Rennen um den Produktionsstandort für den neuen Junior machen wird. Als schärfster Konkurrent wird das spanische Werk in Saragossa gehandelt, wo sich das Auto wahrscheinlich günstiger produzieren lassen würde als hierzulande. Nichtsdestotrotz scheint sich Opel für den Standort Deutschland entschieden zu haben.

Opel Junior - Das neueste Modell made in Eisenach?

Böse Zungen mögen behaupten, die Veröffentlichung der guten Nachrichten für Eisenach wären von rein opportunistischer Natur, denn schliesslich berät heute der Bürgschaftsausschuss von Bund und Ländern über eine Kreditvergabe an Opel. Ein solches Signal wäre eine ausgezeichnete Strategie, denn es weist auf den guten Willen des deutschen Traditionsunternehmens hin. Ob also die Entscheidung tatsächlich zu Gunsten von Eisenach fällt, wird sich erst noch zeigen.

Opel möchte mit dem Junior eine neue Klasse der Minis schaffen, zwar klein, aber durchaus hochwertig und qualitativ auf einem Level mit hochpreisigen Modellen. Der Corsa war bis jetzt der Verkaufsrenner des Konzerns aus Rüsselsheim, unlängst rollte das einmillionste Exemplar vom Band. Doch mit dem Junior möchte man ein Konkurrenzmodell zum BMW Mini schaffen.

Opel Junior - Ein kostspieliges Joint-Venture

Zwar soll das neue Modell auf dem altbewährten Corsa-Fahrwerk basieren, aber dennoch sind Investitionen von 80 Millionen Euro von Nöten, um die Montage des Junior zu realisieren. Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig hat angekündigt, dass eine Subventionierung von bis zu 30 Prozent der benötigten Kosten vom Land übernommen werden, wenn die Wahl tatsächlich auf Eisenach fällt.

Der Opel Junior soll nach Firmenangaben 2012 oder 2013 auf den Markt kommen.


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