Es war abzusehen, dass jene Konjunkturpakete, mit welchen die Bundesregierung der Finanzkrise entgegen treten will, Deutschland eine Menge Geld kosten werden. Wer annahm, dass dies ohne Neuverschuldung möglich wäre, wird dieser Tage eines besseren belehrt.
Durch die Wirtschafts Nachrichten kursieren seit Monaten unterschiedlichste Meldungen im Zusammenhang mit den geplanten Konjunkturpaketen der Bundesregierung und deren Finanzierung durch neu aufgenommen Schulden.
Sprach der Spiegel im letzten Dezember noch von einer Neuverschuldung von 30 bis 40 Milliarden Euro, nahe an der Rekordsumme unter Theo Waigel seinerzeit, so heißt es dieser Tage, die Neuverschuldung könnte 2009 auf 60 Milliarden Euro steigen.
Und diese Frage spaltet die Koalition. Während die SPD eine Zehn-Jahres-Frist für den Abbau der Neuverschuldung setzen will und gleichzeitig ihr Veto in Sachen Steuersenkung überdenkt, wird in der CDU Kritik laut. So forderte der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger eine verbindliche Schuldenregulierung und auch die Rufe nach einer gesetzlichen Schuldenbremse werden lauter.
Wie es auch immer letztendlich kommen wird, die Finanzlöcher dieser Tage mit neuen Schulden zu stopfen, bedeutet letztendlich nur, dieses Problem den nachfolgenden Generationen aufzubürden. Doch angesichts der weltweiten Wirtschaftslage ist es fraglich, ob es Alternativen gibt.
Nur eins ist klar, letztendlich sind wir es, die das Geld für die Konjunktur-Pakete und die Kredite aufbringen müssen. Mal abwarten, was von unserem Gehalt in den nächsten Jahren noch übrig bleiben wird.
Wir dürfen jedenfalls gespannt sein, welche Zahlen uns die Brutto-Netto-Rechner in Zukunft präsentieren werden.