Nun mischt sich auch Fr. Merkel in die laufende Debatte ein. Wie die Zeitung “Die Welt” berichtete, sei sie der Meinung „… dass man eine Debatte über gerechte Bezahlung brauche - nicht nur am unteren Ende der Lohnskala, sondern auch am oberen.“ Wieviel Populismus und wieviel Wahrheit steckt in dieser Aussage? Eine Neiddebatte sagen die einen, überbezahlte Manager die nichts leisten, sagen die anderen.
Etwas Differenzierung tut dieser Diskussion sicher gut! Es gibt Entwicklungen, die nur schwer miteinander zu vergleichen sind: Während Herr Schrempp (Daimler Chrysler) durch unternehmerische Fehlentscheidungen Aktionäre und Mitarbeiter in Schwierigkeiten gebracht hat sieht dies bei Herr Wiedeking (Porsche) völlig anders aus! Wenn man dann noch beachtet, dass einer großer Teil der Managergehälter variable Bezüge sind, wirft dies eine neue Frage auf: Wie werden Sie bezahlt - immer noch nach Zeit? Wären Sie bereit, einen Teil Ihres Gehaltes an das Erreichen konkreter Ziele zu binden? Würden Sie das Risiko eingehen, 20% weniger zu verdienen, wenn konkrete Ziele nicht erreicht werden, dafür jedoch 40% mehr, wenn Sie Ihre Ziele übererfüllen? Geht das überhaupt in jeder Tätigkeit?
Ja, aber dazu braucht es mehr Fantasie und mehr Mut, als wir es heute erleben. Warum nicht das Gehalt der Abteilungssekretärin an den Erfolg der Abteilung koppeln? Warum nicht Bezüge von Lehrern von der Zufriedenheit von Eltern und Schülern abhängig machen? Ist das wirklich so unrealistisch? Was meinen Sie?
Dezember 10th, 2007 um 20:23
Solche Debatten sind ziemlich müßig, weil sie doch kein Ergebnis bringen. Die Wirtschaft ist nun einmal frei, die Löhne für die Arbeitnehmer - möglichst niedrig - und die Gehälter für ihre Geldbringer - möglichst hoch - festzulegen. Ändern kann man daran nur etwas, wenn man Enfluss auf die Verteilung nimmt. Wieso profitieren eigentlich die Bosse allein vom technischen Fortschritt? Mehr:
http://www.blogsgesang.de/2007/12/10/hohe-managergehaelter-gehoeren-zum-system/
Dezember 13th, 2007 um 23:08
Eine Sekretärin am Gewinn beteiligen, netter Gedanke - aber was machen, wenn es nicht läuft? Muss sie dann einzahlen? Ich denek, alles nur eine Neiddeabtte.
Dezember 14th, 2007 um 09:44
Hallo Doris,
das ist das Risiko: wenn es schlecht läuft: 80% des heutigen Gehaltes, wenn es gut läuft 120% des heutigen Gehaltes!