Burnout ist seit einigen Jahren in aller Munde. Wieso trifft das Burnout Syndrom gerade Manager? Und was können sie dagegen tun?
Die moderne Gesellschaft ist immer leistungsorientierter und fordert immer mehr von den Menschen. Die Arbeit wird mehr, die Zeit die man zur Bearbeitung hat, aber nicht. Auch in der Öffentlichkeit bekommt man immer wieder Meldungen zu hören über, meist Prominente Personen, die sich eine Auszeit nehmen müssen, da sie an einem Burnout leiden. Totale Erschöpfung ist meistens die Aussage. Doch Psychologen warnen davor zu sehr mit dem Begriff Burnout um sich zu werfen. Warum ist das so? Was genau ist ein Burnout Syndrom? Und warum sind gerade Manager davon betroffen?
Das Burnout Syndrom ist bis heute nicht als richtige Krankheit klassifiziert. Es kann aber trotzdem nur durch einen richtigen Arzt diagnostiziert werden. Das Problem beim Burnout ist, dass der einfache Zustand der Erschöpfung, des ausgebrannt seins, wie es meistens genannt wird, die Erscheinung nicht richtig fasst. Wäre man einfach nur ausgebrannt, würde dies implizieren, dass ein bisschen Urlaub oder eine kleine Auszeit alles wieder ins Lot bringen. Beim richtigen Burnout ist dies nicht der Fall. In manchen Fällen kann ein Urlaub die Situation sogar noch verschlimmern. Das Burnout Syndrom ähnelt in seiner Form eher einer behandlungspflichtigen Depression und ist daher ernst zu nehmen. Man würde einem Depressiven ja auch nicht raten, einfach mal ein halbes Jahr in den Urlaub zu fahren, da sich bis dahin alles wieder eingerenkt haben dürfte. Nein, die Probleme gehen ohne Behandlung nicht weg. Was also ist genau ein Burnout?
Viele Unternehmen haben bereits erkannt, welche Probleme ausgebrannte Mitarbeiter mit sich bringen. Es schadet auf Dauer dem Mitarbeiter und der Firma. Denn laut einer Studie der Betriebskrankenkassen, aus dem Jahr 2009, beliefen sich in Deutschland die Kosten, die durch psychische Belastung am Arbeitsplatz entstehen, auf über 6 Milliarden Euro. Davon gehen ca. 3 Milliarden für die Behandlung der Betroffenen drauf, während die restlichen 3 Milliarden, Schäden sind, die durch Produktionsausfälle entstanden. Firmen steuern jetzt dagegen indem sie sich Coachs in die Unternehmen holen.
Bei der ganzen Debatte über überforderte Manager vergisst man, dass auch andere Berufsgruppen vom Burnout betroffen sind. Die Kürzungen im Personal machen Personen die in sozialen Berufen arbeiten, genauso zu schaffen. Auch sind immer mehr Studenten von Erschöpfung betroffen, wobei wir hier wieder an dem Punkt wären, zu fragen: „Haben sie ein Burnout, oder brauchen sie einfach nur mal einen langen Urlaub?“
Mehrere amerikanische Universitäten haben jetzt für Jurastudenten, bei denen die Prüfungsphasen extrem belastend sind, einen „Puppy Day“ eingeführt. An diesen Tagen wird die Uni von mehreren Welpen besucht, die die Studenten ablenkten, und den Stress reduzieren sollen. Warum nicht auch mal einen „Puppy Day“ bei der Deutschen Bank?