Es gab befürchtungen, dass das Kreditgeschäft schwierig werden würde. Eine Studie im Auftrag des Handelsblatts hat jedoch einen gegenläufigen Trend festgestellt.
In letzter Zeit gab es mehrere Finanzkrisen. Erwähnt sei nur der Einbruch im amerikanischen Immobilienmarkt, der dazu geführt hat, dass viele Banken Finanzierungsprobleme bekamen. Dass soetwas passieren würde, war allen schon lange klar. Was man dann auch hätte vermuten können ist, dass die Banken etwas zurückhaltender mit ihren Krediten wären. Das hätte dann zur Folge, dass der Kreditmarkt deutlich darunter zu leiden hätte.
Das ist jedoch überraschenderweise nicht eingetreten. Eine Studie im Auftrag des Handelsblatts zeigt, dass stattdessen ein Wachstum im Kreditgeschäftsbereich zu verzeichen ist. Dabei handelt es sich nicht um ein kleines Wachstum sondern immerhin um eines von 18 Prozent. Dies dürfte einer Entwicklung Vorschub leisten, die in Amerika schon seit langer Zeit beobachtet wird. Die Einzelkunden und teile des Mittelstandes überschulden sich vollkommen. Indem die Finanzkrise von den Banken in ihrer Kreditvergabe ignoriert wird, wird die Krise zwar abgeschwächt, da das Kreditgeschäft nicht einbricht, doch damit wird Raum für weitere und größere Krisen geschaffen. Den Banken wäre da eher zu empfehlen, dass es halt mal Zeiten gibt, in denen man da durch muss. Da jede Bank jedoch ihr Einzelinteresse verfolgt und darauf hofft von einer zukünftigen Krise nicht betroffen zu sein, dürfte sich so ein vorrausschauendes Verhalten der Banken nicht einstellen. Vielleicht wäre das mal ein Bereich, in dem die Politik gefragt wäre.