Die von der Wirtschaftskrise schwer getroffene Landesbank Baden-Würtemberg (LBBW) muss in den nächsten vier Jahren jeweils etwa 700 Mio. Euro sparen.
Heute sollen die Mitarbeiter über die Sanierungspläne auf Betriebsversammlungen informiert werden.
Das letzte Geschäftsjahr brachte der Baden-Würtembergischen Landesbank, die 1999 als Fusion der Südwestdeutschen Landesbank, der Landesgirokasse und der Landeskreditbank entstand, einen Verlust von 2,1 Mrd. Euro. Ursache seien unter anderem finanzielle Einbußen durch Kreditgeschäfte im Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise und die allgemeine Rezession. Auch am Personalbereich wird diese Entwicklung nicht spurlos vorübergehen. Der Druck zum Sparen kommt dabei auch aus Brüssel. Die EU-Kommission macht einen rigiden Sparkurs zur Bedingung für die Gewährung einer dringend benötigten Kapitalaufstockung durch die Träger der LBBW.
Unklar ist der Umfang der Einschnitte in der größten deutschen Landesbank, die zu je 40 Prozent dem Land Baden-Württemberg und den dortigen Sparkassen gehört. Zwischen dreissig und fünfzig Prozent der eingesparten Summe sollen aus reduzierten Personalkosten entstehen. Nach dpa Berichten sollen bis 2013 etwa 2500 Arbeitsplätze abgebaut werden. Bei gegenwärtig über 13.000 Beschäftigten wäre demnach etwa jede fünfte Stelle gefährdet. Ein Großteil der abzubauenden Stellen befinde sich jedoch im Ausland. Wie stark der Hauptsitz des Unternehmens in Stuttgart betroffen sein wird, steht noch nicht endgültig fest. Details zur Verteilung dürften erst Anfang nächsten Jahres zu erwarten sein, wie Hans-Jörg Vetter, seit Juni Chef der LBBW, mitteilte.