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Imageschaden für Lichtblick. Es wurde Strom aus nicht regenerativen Quellen gekauft

Autor: Markus
abgelegt in: Unternehmenspolitik

Kürzlich ist bekannt geworden, dass Lichtblick nicht wie versprochen 100% Ökostrom verkauft, sondern aus anderen Quellen Strom hinzukauft.

Wasserkraftwerk public domainDas Image eines Unternehmens ist immer wichtig. Besonders wichtig ist es, wenn bestimmte Eigenschaften mit einem Firmennamen verbunden sind. Noch wichtiger ist es, wenn die Kunden insbesondere auf diese Eigenschaften achten. Dies ist insbesondere im Ökologie Bereich der Fall. Die Kunden achten hier penibel darauf, was die Produkte darstellen.

Dies ist auch bei Lichtblick der Fall. Der Stromanbieter steht für ökologischen Strom. Er verspricht zu 100% Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu verwenden. Für viele Endkunden war das ein Grund zu Lichtblick zu wechseln. Nun ist jedoch bekannt geworden, dass Lichtblick in den Jahren 2006 und 2007 große Mengen Strom an der European Energy Exchange eingekauft hat. Dabei handelt es sich nicht um Ökostrom.

Es ist davon auszugehen, dass dies die Abnehmer nicht gerne sehen werden und eher zu anderen Anbietern wechseln könnten. Verdächtig war schon, dass Lichtblick im Gegensatz zu anderen Anbietern kein Interesse daran hatte, erneuerbare Energien zu fördern, abgesehen von ihrem Einkauf.

Ökologisch ist allerdings nichts dramatisches passiert. Über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wird eh eine bestimmte Menge an Ökostrom in das deutsche Stromnetz eingespeist. Der Anteil ist höher, als die explizite Nachfrage auf dem Markt. Das Kundenverhalten hätte erst dann eine Auswirkung auf das Angebot, wenn die Nachfrage höher als das Angebot wäre. Dies ist bisher jedoch nicht absehbar. Das ist hier anders als bei anderen Öko-Produkten.

Wer sich schon auf den Markt begibt mit einem bestimmten Image und dieses auch offensiv bewirbt und verkauft, sollte etwas vorsichtiger mit seinen Aktionen sein. Davon mal abgesehen, dass der Zukauf von Lichtblick nicht gerade Standards der Corporate Social Responsibility entspricht, war er marktstrategisch auch nicht sonderlich sinnvoll. Eine Abmahnung durch die Kunden wäre nur gerechtfertigt.


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