Der Kampf ist offiziell beendet. Die Warenhauskette Hertie ist endgültig insolvent. Im Sommer 2009 schlägt das letzte Stündlein für das Warenhaus.
Laut Zeit Online werden alle 54 Standorte von Hertie sowie der Sitz des Unternehmens in Essen endgültig geschlossen. Die Folge: Knapp 3000 Menschen mehr in Deutschland die keinen Job mehr haben. Als hätten wir nicht schon genug Arbeitslose.
Es sind gerade einmal vier Jahre vergangen als eine britische Investorengruppe Hertie übernahm. Doch das Schicksal Herties ist besiegelt. Über 80 Gläubiger sind für die Abwicklung Herties verantwortlich. Uns so geht ein Warenhaus mit Tradtion Pleite.

Wieder und wieder drehten sich die Diskussionen um die deutschen Standorte. Vergebens. Denn statt zu einer Lösung kam es zur Insolvenz. Die Schuld wurde der britischen Imobiliengesellschaft MABV in die Schuhe geschoben und den horrende Mietzinsen. Die Eigentümer stritten dann wiederum alles ab. Keiner will Schuld sein und alle sind beteiligt. Bis zum Sommer kann man also letztmalig bei Hertie einkaufen, vermutlich zu Tiefstpreisen, da eh alles raus muss. Was bleibt sind entsetzte Mitarbeiter, traurigen Perspektiven und sinkende Hoffnung.
Andere Warenhäuser nutzen hingegen die Insolvenz von Hertie für sich aus. Die Hertie-Häuser brauchen schließlich neue Mieter. Und was liegt da näher, für andere große Warenhausketten, ihre Standorte zu erweitern oder zu verbessern? Besonderes Interesse sollen C&A und Kaufland gemeldet haben.