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Ferrostaal AG - Korruptions-Skandal weitet sich aus

Autor: Robert
abgelegt in: Wirtschaft

Nach dem Korruptions-Skandal bei Siemens wurde jetzt bei Ferrostaal ein ganzes System von Schmiergeldfluss entlarvt. Der Essener Konzern bietet seinen Mitarbeitern eine ungewöhnliche Möglichkeit, über die Vorgänge zu berichten, angeblich ohne Gefährdung der eigenen Arbeitsstelle. 

Der unlängst aufgedeckte Korruptionsskandal bei dem Essener Anlagenbauer Ferrostaal AG zieht offenbar grössere Kreise, als bis vor kurzem noch vermutet worden war. Der aktuellen Ausgabe des Düsseldorfer “Handelsblatts” lassen sich Anzeichen auf ein komplexes System von Schmiergeldern entnehmen. Offenbar sind nicht nur vereinzelte Abteilungen oder das Management, sondern die gesamte Firmenstruktur des Unternehmens von Korruption betroffen. Der Vorstand hat offenbar ein unkonventionelles Programm gestartet, das sich an die betroffenen Angestellten richtet. Bei einer Kooperation müssen sie anscheinend nicht um ihren Job bangen.

Stop Corruption©flickr.com/Kenny_Miller

Ferrostaal AG - Korruptionsverdacht bestätigt

Laut dem aktuellen Bericht des Handelsblatts können Mitarbeiter im Gegenzug für Informationen über die Schmiergeldzahlungen bei Ferrostaal ihre Arbeitsstelle behalten, und werden nicht wegen Veruntreuung auf Schadenersatz verklagt.

Dieses spezielle und durchaus unkonventionelle Amnestieprogramm war ursprünglich nur bis Ende des Monats bestand angesetzt, wird aber nun aufgrund der hohen Partizipation noch weiter verlängert.

Schmiergeldskandal bei Ferrostaal - Immer mehr Mitarbeiter packen aus

Bisher haben sich immer mehr der insgesamt 4400 Mitarbeiter zu Wort gemeldet, und nun soll das Programm noch länger als bis Ende Juli Bestand haben. Die Aufklärungsarbeit ist dringend von Nöten, um die arabischen Grossinvestoren zu beruhigen, und wenigstens ansatzweise Schadensbegrenzung zu betreiben.

Die Staatsanwaltschaft München ermittelt aktuell gegen die Essener Firma, die wiederum hofft, sich mit der Zahlung einer hohen Summe aus der Affaire ziehen zu können. Im Gespräch ist ein Betrag von 240 Milliarden Euro.


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