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Exportweltmeister 2008 wird Deutschland

Autor: Markus
abgelegt in: Auszeichnungen, Wirtschaft

Deutschland ist damit schon seit sechs Jahren im Bezug auf Exporte Weltspitze und das für 2008 gegen die Erwartungen.

Export Deutschland GNU-Lizenz für freie DokumentationDeutschland hat schon in den vergangenen Jahren mit seinen Exporten weltweit glänzen dürfen. Für 2008 wurde jedoch prognostiziert, dass Deutschland nicht mehr an der Exportspitze stehen dürfte. Unerwartete Entwicklungen haben diese Erwartungen jedoch enttäuscht. So wurde China für 2008 an der Spitze gesehen. Das dürfte sich nun ändern und China wird Deutschland wohl erst 2009 an der Spitze ablösen.

Schuld an der veränderten Erwartung sind die Finanzkrise und der schwache Dollar. Die Finanzmarktkrise hat Deutschland deutlich weniger hart getroffen als China. China ist schließlich stärker Abhängig von den USA als Deutschland. Außerdem produziert China für den Export viele Textilien, Elektronik und ähnliches. Dabei handelt es sich um Güter an denen früh gespart wird. Deutschland dahingegen exportiert eher im Bereich Maschinen.

Der starke Euro führt zwar im Grunde genommen dazu, dass deutsche Produkte teurer werden aber auch zu einer Stärkung des Exportvolumens. Der Vergleich wird schließlich in Dollar gemacht. Ohne die Abwertung des Dollars gegenüber des Euros hätte Deutschland nur ein Plus von 6% gehabt. Mit der Dollarabwertung jedoch ein Plus von über 20%.

Langfristig ist dies allerdings meiner Meinung nach kein Grund zu Freude. An den USA lässt sich sehen, dass der schwache Dollar zu einem größeren Export geführt hat, da die US-Produkte billig sind und somit sehr gefragt. Wenn der Euro zu stark wird, werden die europäischen Produkte zu teuer und sie werden nicht mehr nachgefragt. Das dürfte einigen Firmen schon jetzt Anlass zur Sorge sein.


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  1. herr schmidt schreibt:

    welche, durch Dollarschwäche nun wettbewerbsfähigere Produkte sind denn heute sehr gefragt?

    Die Theorie ist klar - nur in der Realität sehe ich diese Produkte nicht.

    siehe Grafik Seite 1:
    http://www.census.gov/foreign-trade/Press-Release/current_press_release/ft900.pdf

    interessant -wie ich finde- ist der stets parallele Verlauf der Im- und Exporte im Jahresverlauf.

    Eigentlich hätte man ja vermuten müssen,
    dass infolge des Platzens der Immobilienblase
    (und dem damit einhergehendem Ende dere mortgage equity withdrawals und helocs)
    zuerst die US-konsumentennachfrage und damit der Import einbricht;
    während der Export dann erst mit dem Impact bei den Exportnationen - also zeitversetzt - zurückgeht.

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