Schon lange hat es sich angekündigt: die Dresdner Bank brauchte Änderungen. So hatte Allianz schon vor geraumer Zeit entschieden ihr Sorgenkind zu zergliedern.
Die Dresdner Bank hat ihrem Käufer Allianz nicht sonderlich viel Freude bereitet. Lange wurde überlegt was getan werden kann. Eine Lösung lautet nun: die Dresdener Bank muss in unterschiedliche Teilbereiche zergliedert werden. Es soll nun also ein Privatkundenbereich und ein Firmenkundenbereich entstehen. Der Privatkundenbereich wirds dann Dresdner Bank - Beraterbank AG heißen und das Kapitalmarktgeschäft und das Investmentbanking wird weiter unter dem Label Dresdner Bank AG geführt werden. Diese beiden Teilbereich, so sagt man, sollen dann marktfähig sein.
Wer die Situation schon länger beobachtet, weiß jedoch, dass noch ganz andere Pläne verfolgt werden. Die Aufteilung der Dresdner Bank in Unterbereich soll einen Verkauf erleichtern. Die Commerzbank ist nicht der einzige Interessent aber sicherlich der vielversprechendste. Die Arbeitnehmer befürchten den Verlust von Arbeitsplätzen. Die Allianz beruhigt hier jedoch nur fadenscheinig. So sollen betriebsbedingte Kündigungen bis 2011 ausgeschlossen werden. Dies ist jedoch nur eine scheinbare Beruhigung, die die interne Aufteilung friedlich ablaufen lassen soll.
Für das eigentliche Ziel, die Bank zu verkaufen, gilt diese Garantie schließlich nicht. Nur wenn die Dresdener Bank eine eigenständige Bank bleibt, sind Kündigungen ausgeschlossen. Das ist auch verständlich, denn wie sollte es für eine Zeit nach einer Übernahme garantiert werden. Außerdem bedeutet die effizientere Organisation von größeren Firmen die durch Fusion entstehen fast immer auch einen Stellenabbau. Mache Bürokratie wird sich halt erspart. Ich bin zumindest schon gespannt, wann die Allianz endlich mit der Sprache herausrückt und den Verkauf und einen möglichen Stellenabbau anspricht. Es wird wohl noch auf einen strategisch günstigen Moment gewartet.