Der Rücktritt von DB Vorstandsvorsitzenden Hartmut Mehdorn kommt für viele mit Verspätung. Schon seit Wochen kämpft die Deutsche Bahn mit dem Spähskandal, nun übernimmt Mehdorn die Verantwortung und zieht die entsprechenden Konsequenzen.
Sonderermittlungen bei der Deutschen Bahn ergaben, dass jahrelang unter anderem E-Mails von 70.000 bis 80.000 Bahn-Angestellten systematisch gefiltert und ausgespäht wurden. Darüber hinaus seien im Herbst 2007 E-Mail mit Streikaufrufen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer, GDL, aufgehalten worden.
Er habe sich persönlich nichts vorzuwerfen, so das Fazit von Bahn-Chef Hartmut Mehdorn in Bezug auf die Datenaffäre bei der Deutschen Bahn AG. Dennoch bot er bei der Vorstellung der Jahresbilanz seinen Rücktritt an.
Nachdem Hartmut Mehdorn bereits die Unterstützung der Gewerkschaften sowie der SPD verloren hatte, rückte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach dem Bekanntwerden weiterer Details in der Datenaffäre von dem Vorstandsvorsitzenden ab. Auch innerhalb des Unternehmens hatte Hartmut Mehdorn den Rückhalt bei vielen Bahn-Managern verloren.
Dennoch begründet Hartmut Mehdorn seinen Rücktritt nicht mit einem Schuldeingeständnis, sondern bezeichnet die Vorwürfe an den Konzert Deutsche Bahn als Vorverurteilungen und Spekulationen. Es handle sich nicht um einen Spähskandal oder eine Datenaffäre, sondern um einen Versuch, die Unternehmenspolitik zu verändern. Es seinen keine strafrechtlich relevanten Vorgänge getätigt worden.
Mai 29th, 2009 um 03:15
[…] Korruption, der langjährigen Bespitzelung von Mitarbeitern bei der Deutschen Telekom, der Deutschen Bahn, Lidl, etc. sowie der Verletzung der Aufsichtspflichten bei der IKB, der HRE, […]
März 3rd, 2010 um 20:35
Der frühere Degussa-Chef Utz-Hellmuth Felcht soll offenbar neuer Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bahn AG werden