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Deutsche Bahn an der Börse mit Verspätung

Autor: Markus
abgelegt in: Unternehmenspolitik, Wirtschaft

Bisher war man von der Deutschen Bahn nur Verspätungen um einige Stunden gewohnt, doch nun verspätet sie sich um einiges mehr. Die Verspätung an der Börse kommt jedoch genauso wenig überraschend wie die Verspätung der Züge.

Deutsche Bahn flickr az ©Redvers

Schon seit einiger Zeit ist klar, dass ein Gang an die Börse in Zeiten der Finanzkrise eher schwierig ist. Gute Investoren zu finden ist nicht leicht. Und so geht es auch der Deutschen Bahn. Diese wollte eigentlich am 27 Oktober das IOP wagen. Dies wird nun allerdings verschoben werden. Der Börsengang der Bahn-Tochter Mobility Logistics sollte ursprünglich um die acht Milliarden Euro in die Kassen spülen. Aktuelle Kalkulationen sagen jedoch vorraus, dass bei einem Börsengang ende Oktober nur ungefähr 4 Milliarden Euro Erlös erziel werden könnten. Ein Verkauf unter 4,5 Milliarden Euro wäre jedoch kaum angemessen und käme einer Verramschung der Aktien gleich.

Wie lange der Börsengang allerdings noch auf sich warten lassen wird ist unklar. Mindestens um eine Woche wird er sich verzögern. Es ist jedoch davon auszugehen, dass er sich noch länger verzögern könnte. Es ist nichteinmal sicher ob der Börsengang noch im November stattfinden wird. Mit diesen Verzögerungen steht die Deutsche Bahn allerdings ausnahmsweise mal nicht alleine da. So hat bereits am Mittwoch schon der Solartechnikkonzern Schott Solar seinen Börsengang verschoben. Weitere Unternehmen dürften noch folgen. Im Bezug auf die Deutsche Bahn wird diese Vorgehensweise auch von der Politik unterstützt. So hat sich letzte Woche schon Peer Steinbrück (SPD) dafür stark gemacht den Börsengang zu verschieben. Eine sinnvolle Sache, schließlich geht es auch um staatliche Anteile. Ob die Deutsche Bahn allerdings wirklich auf bessere Zeiten warten kann bleibt ungewiss.


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