Schaeffler hat sich durchsetzen können und so muss Hubertus von Grünberg als Aufsichtsratsvorsitzender aufhören.
In den schwierigen Zeiten für die Automobilindustrie ist es nicht verwunderlich, dass auch im Mangement einige Umstrukturierungen stattfinden. Auch der Automobilzulieferer Continental hat es in letzter Zeit nicht sehr leicht gehabt und muss sich mit Sorgen darüber rumplagen, wie dei Schulden gedrückt werden können. In dieser Zeit hat Schaeffler Druck ausgeübt und Sorge dafür getragen, dass der Manager Grünberg seinen Job als Aufsichtsratsvorsitzender verliert. Damit ist Hubertus von Grünberg jedoch nicht aus dem Spiel. Er wird weiterhin für Continetal arbeiten und auch im Aufsichtsrat weiter aktiv sein.
Dort wird er wohl beauftragt werden die Gummisparte von Continental abzulösen. Dies dürfte unter den momentanen Bedingugnen allerdings nicht sehr leicht fallen. Ein Verkauf der Gummisparte wäre sicherlich eine willkommene Finanzspritze für das Unternehmen, doch die Preise, die derzeit auf dem Markt zu erzielen sind, sind nicht sehr hoch. Deshalb ist es fragwürdig, ob zu diesem Zeitpunkt das Gummisegment wirklich verkauft werden wird.
Hauptaktionär Schaeffler hat durchgesetzt, dass der Nachfolger von Grünberg der Berater von Schaeffler Rolf Koerfer sein wird. Neben ihm werden noch Maria-Elisabeth Schaeffler, Georg Schaeffler sowie Geschäftsführer Jürgen Geißinger dem Vorstand angehören. Damit gelingt es Schaeffler das Unternehmen wieder stärker unter die eigene familiäre Kontrolle zu bringen. Es wird sich zeigen müssen, ob dies eine gute Entscheidung für das Unternehmen sein wird. Die Familie ist mit dem Unternehmen sicherlich vertraut, wird aber noch zeigen müssen, dass sie auch die richtigen Entscheidungen zu treffen bereit sind.
Davon abgesehen wird der Finanzchef von Continental das Unternehmen verlassen. Alan Hippe wird zu Thyssen wechseln.