Es wurden Hoffnungen auf Chinas Wirtschaft gesetzt, dass ihre Stärke stabilisierend auf die Weltwirtschaft wirken könnte. Diese Hoffnungen scheinen langsam enttäuscht zu werden.
Die meisten Länder würden sich über das Wachstum der chinesischen Wirtschaft freuen. Immerhin erwarten selbst die schlechteren Prognosen noch ein Wachstum von über 5% für erste Halbjahr 2009. Deutschland wäre über solche Zahlen äußerst froh. Für China könnte dies jedoch eine Krise bedeuten.
Dominique Strauss-Kahn, der Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) warnt zumindest vor den Konsequenzen einer schwachen chinesischen Wirtschaft für die Weltwirtschaft. Simpfendorfer ist Chinaexperte von der Royal Bank of Scotland. Er hält das Sinken des Wachstums auf 5% für eine Sicherheit.
Auch der chinesische Präsident Hu Jintao warnte vor den Konsequenzen für den Arbeitsmarkt. China benötigt ein Wirtschaftswachstum von ungefähr 8% um für die Schulabgänger Arbeitsplätze zur Verfügung stellen zu können.
Schon in guten Zeiten gab es immer wieder Arbeiteraufstände. China hat eine enorme Menge an Wanderarbeitern. Die Differenz zwischen Stadt und Land ist groß. Viele der Arbeiter, die aus dem Landesinneren an die Küsten gezogen sind, um dort z.B. in der Textilbranche zu arbeiten, sind mittlerweile arbeitslos geworden. Das sinkende Wirtschaftswachstum könnte die politische Lage in China stark destabilisieren. Die innenpolitischen und weltwirtschaftlichen Konsequenzen könnten bedeutend sein. Die chinesische Regierung hat zwar einen 30 Punkte Plan entwickelt aber scheint dennoch von der Geschwindigkeit der Entwicklungen überrascht zu sein. Ob China genug Möglichkeiten hat um die Krise abzuschwächen bleibt fragwürdig.