Die Financial Times hat mal wieder eine Liste der wertvollsten Unternehmen aufgestellt.
Für diese Liste war allein der Aktienkurs entscheidend. Als entscheidender Momement wurde der 31 März 2008 gewählt. Der Aktienkurs zu diesem Zeitpunkt multipliziert mit der Anzahl ausgegebener Aktien ergibt den Wert des Unternehmens. Folgende TOP10 ergab sich bei diesem Ranking:
Der Hessische Verwaltungsgerichtshof hat Recht gesprochen. Und das zugunsten des ehemaligen Bundesbankpräsidenten Ernst Welteke. Denn das Gericht sprach dem ehemals bestbezahlten Beamten eine höhere Pension zu. Ernst Welteke konnte somit ein Teilerfolg in seinem Streit um die Höhe seiner Pension erzielen. Ernst Welteke bezieht somit eine monatliche Pensionszahlung von 13.000 Euro anstatt seinen geforderten 24.000 Euro. Das Bundesland Hessen zahlt ihm 4.544,17 Euro Pension und die deutsche Bundesbank 8.550,39 Euro Ruhegehalt. Ein durchschnittlicher Arbeitsnehmer müsste hierfür über 500 Jahre Beitragszahlungen leisten.
Ökologie und Wirtschaft sind durchaus miteinander kompatibel. Siemens ist ein gutes Beispiel hierfür.
Oft wird so getan, als ob Umweltschutz für die Wirtschaft ein Problem wäre. Hierbei ist sicherlich zu trennen zwischen Unternehmen, die Produkte herstellen, die umweltfreundlich sind und Unternehmen, die diese dann einsetzten sollen wie z.B. in der Produktion von Autos. Langfristig haben jedoch auch Unternehmen die umweltschonend arbeiten einen Vorteil. Die Energiekosten werden gesenkt und die Endverbraucher achten zunehmend auf Ökologie bei ihrer Produktauswahl. Für Unternhemen die auf Corporate Social Responsibilty achten ergeben sich in der Kundebindung und in Interaktion mit staatlichen Akteuren deutliche Vorteile.
Im Zuge ökologischer Krisen und des Anstiegs des Ölpreises stehen die Autoproduzenten nun unter ausreichendem Druck um Alternativen zu entwickeln. Interessanterweise kommen die Innovativsten Ideen nicht von den großen Konzernen, sondern von kleinen, die versuchen sich durchzusetzten.
Die spannendste Idee ist wohl das Luftauto. Der Prototyp der Autofirma MDI ist bereits fertig gestellt. Es gab jedoch lange Zeit Probleme mit der Finanzierung. Guy Negre hat sich schon seit den 90zigern um eine Finanzierung seiner Erfindung bemüht, ohne sonderlich großen Erfolg dabei zu haben. Die großen Unternehmen lächelten eher über das Lufdruckauto. Die wirtschaftliche Effizienz stand in Frage.
Es mag nicht sehr überraschend sein, doch in Folge der Rezession mögen viele wohlhabende Leute nicht investieren.
Im Zuge der Finanzmarktkrise haben viele wohlhabende Leute gespürt, dass sich im Kreditbereich und verwandten Märkten nicht risikolos investieren lässt. So einige haben herbe Verluste erleiden müssen. Da liegt es nahe, das Geld lieber auf der Bank zu lassen, als es zu investieren. Staatsanleihen sind einige der wenigen Investitionen, die noch getätigt werden. Damit sind die Banken auch nicht so ganz zufrieden. So sagt Wölfer von der HVB, dass 4 Milliarden mehr Liquidität aufgebaut worden wäre.
Die Wirtschaft lebt jedoch von geringerer Liquidität, starken Investitionen und vielen Krediten. Jedoch lebt nicht nur die Wirtschaft davon, sondern auch jeder einzelne. Gerade in Krisen tuen sich viele lukrative Geschäftsmöglichkeiten auf. Warren Buffet hat es oft vorgemacht, wie aus der Krise noch Gewinn geschlagen werden kann. Dies ist jedoch nicht als unethische Bereicherung zu verstehen.
Für viele Unternehmen und gerade für die Ökonomie insgesamt, ist es enorm wichtig, dass in Zeiten der Krise es Leute gibt, die bereit und dazu in der Lage sind, in zukunftsträchtige aber unterschätzte Bereiche zu investieren und die überbewerteten Unternehmen korrekt einzuschätzen und zu konsolidieren. Eine wichtige Aufgabe mit der sich auch noch Geld machen lässt.
Es täte also allen gut, wenn die wohlhabenden Leute ihr Geld nicht horten würden, sondern sinnvoll investieren würden. Allzu oft haben sie es jedoch unsinnig investiert. Vielleicht braucht es einfach besserer Berater bei der Bank, dann sind die Leute auch nicht mehr so zurückhaltend mit ihren Investitionen.
Im Mai wurden in den USA fast 50.000 Arbeitsplätze abgebaut. Damit setzt sich ein Besorgnis erregender Trend auf dem Arbeitsmarkt fort, der auch den DAX nicht kalt ließ.
Es kommt nicht ganz überraschend, schließlich werden schon zum fünften Mal in Folge Arbeitsplätze abgebaut. Schon vor einem Monat habe ich darüber berichtet und schon damals musste der FED-Chef zugeben, dass es sich um eine Rezession handeln könnte. Seit Anfang des Jahres sind in den USA 390.000 Arbeitsplätze verloren gegangen. Damit steigt die Arbeitslosigkeit in den USA auf 5,5 Prozent. Dies ist schon schlimm genug für diejenigen die dann nichteinmal auf Sozialleistungen bauen können. Der Arbeitsplatzabbau hat jedoch noch weiterreichende Effekte.
Von einer Rezession mag man dennoch oft nicht sprechen, sondern nur von einem milden Abschwung (Avery Shenfeld, Volkswirt bei CIBC World Markets). Der Job-Mangel dürfte jedoch auch zu einer Konsumschwäche führen, die wiederum die Binnenwirtschaft schwächt. Weitere Arbeitsplätze könnten verloren gehen. Der Trend könnte sich selbst verstärken. Hier sind sicherlich gute politische Konzepte gefragt. Fragwürdig ist nur, welche Handlungsmöglichkeiten unter Bedingungen einer internationalen Krise bestehen.
Zusätzlich dürfte die Inflation in den USA auch Probleme mit sich bringen. Bei einer Senkung der Leitzinsen von 5,5 auf mittlerweile 2% ist das auch nicht verwunderlich. Dies mag zwar die Nachfrage nach Krediten erhöhen, doch was sich dafür gekauft werden kann wird weniger.
Der Dollar hat weiterhin gegenüber dem Euro nachgegeben. Gleichzeitig ist man in Europa besorgt über mögliche Inflation. So kündigte die EZB eine Erhöhung der Zinsen an. Diese Nachricht kommt überraschend auch wenn sie nicht ganz unvernünftig ist. In eine Situation wie zu Zeiten der Ölkrise möchte man nicht nocheinmal geraten.
Beide Nachrichten haben dennoch dazu geführt, dass auch der DAX nachgeben musste.
Deutschland ist damit schon seit sechs Jahren im Bezug auf Exporte Weltspitze und das für 2008 gegen die Erwartungen.
Deutschland hat schon in den vergangenen Jahren mit seinen Exporten weltweit glänzen dürfen. Für 2008 wurde jedoch prognostiziert, dass Deutschland nicht mehr an der Exportspitze stehen dürfte. Unerwartete Entwicklungen haben diese Erwartungen jedoch enttäuscht. So wurde China für 2008 an der Spitze gesehen. Das dürfte sich nun ändern und China wird Deutschland wohl erst 2009 an der Spitze ablösen.
Schuld an der veränderten Erwartung sind die Finanzkrise und der schwache Dollar. Die Finanzmarktkrise hat Deutschland deutlich weniger hart getroffen als China. China ist schließlich stärker Abhängig von den USA als Deutschland. Außerdem produziert China für den Export viele Textilien, Elektronik und ähnliches. Dabei handelt es sich um Güter an denen früh gespart wird. Deutschland dahingegen exportiert eher im Bereich Maschinen.
Der starke Euro führt zwar im Grunde genommen dazu, dass deutsche Produkte teurer werden aber auch zu einer Stärkung des Exportvolumens. Der Vergleich wird schließlich in Dollar gemacht. Ohne die Abwertung des Dollars gegenüber des Euros hätte Deutschland nur ein Plus von 6% gehabt. Mit der Dollarabwertung jedoch ein Plus von über 20%.
Langfristig ist dies allerdings meiner Meinung nach kein Grund zu Freude. An den USA lässt sich sehen, dass der schwache Dollar zu einem größeren Export geführt hat, da die US-Produkte billig sind und somit sehr gefragt. Wenn der Euro zu stark wird, werden die europäischen Produkte zu teuer und sie werden nicht mehr nachgefragt. Das dürfte einigen Firmen schon jetzt Anlass zur Sorge sein.
Der Börsenexperte Wolfgang Gerke kritisiert Köhler scharf für seine Bemerkungen zur Finanzkrise. Dabei verfehlen beide streckenweise den richtigen Punkt.

Horst Köhler hatte sich im Stern zu der Finanzmarktkrise geäußert. Dabei kritisierte er einige Banken recht scharf für ihre Rolle in der Krise. So hätten viele Banken kein solides Geschäftsmodell. Diese Kritik hat er zum Teil auf die gesamte Bankenbranche ausgeweitet.
Nun hat Gerke sicherlich recht, wenn er feststellt, dass es einige unseriöse Entscheidungen gegeben haben mag und Manager die Fehler gemacht haben und dafür noch große Abfindungen erhalten haben und dies nicht auf alle Banken und Manager übertragbar ist. Unrecht hat er allerdings, wenn er das Problem personalisiert. Die Krise ist schließlich nicht durch einpaar Fehlentscheidungen einzelner zustande gekommen.
An dieser Stelle ist Köhler in seiner Kritik gegen den Vorwurf des Populismus zu verteidigen. Er hatte den Finanzmarkt als Monster bezeichnet, dass kontrolliert werden muss. Das mag zwar an den Heuschrecken-Vergleich von Müntefering erinnern, ist aber in seiner Grundstruktur sehr anders. Während Müntefering ökonomische Probleme Einzelpersonen oder Firmen anlasten wollte und diese auch noch mit Heuschrecken verglich, läuft das Argument von Köhler an dieser Stelle umgekehrt. Er entpersonalisiert das Problem, indem er die Struktur des Finanzmarktes kritisiert. Dort passieren schließlich Sachen, die eben nicht mehr von einzelnen oder Gruppen kontrolliert werden können.
Deshalb fordert Köhler ja gerade eine internationale Kontrolle der globalisierten Finanzmärkte. Ökonomien werden schließlich auch auf nationalstaatlicher Ebene kontrolliert, um Krisen besser in den Griff zu bekommen oder zu vermeiden. Dies ist eine Aufgabe, die der IWF auf internationaler Ebene teilweise erfüllen könnte. Die Institution ist meine Meinung nach jedoch weder demokratische noch Einflussreich genug, um eine solche Aufgabe wahrzunehmen. Um Krisen dieser Art verhindern zu können, bedürfte es einer starken, akzeptierten und handlungsfähigen Institution. Diese Institution zu schaffen, dürfte eine Aufgabe sein, mit der sich in den nächsten Jahrzehnten noch herumgeplagt werden dürfte…
Nun ist bekannt geworden, dass die Deutsche Bahn scheinbar nach ihrer Privatisierung plant, bis zu 9000 Beschäftige in 30 unterschiedlichen Tochterfirmen unterzubringen.
Diese Art der Aufteilung könnte wichtige Konsequenzen für die Angestellten der Deutschen Bahn haben. Es ist schließlich noch nicht lange her, dass es zu starken Lohnkämpfen innerhalb der Deutschen Bahn gekommen ist. Mehdorn hat sich vehement gegen Lohnforderungen der GDL zur Wehr gesetzt. Die Ergebnisse wurden dann jedoch in Tarfiverträgen festgehalten, die sich mühsam erkämpft worden sind.
Da mutet es fast wie ein Trick an, wenn, wie nun bekannt wurde, die Bahn in bis zu 30 Tochterfirmen zerlegt werden soll. Dies hieße dann, dass für die bis zu 9000 Angestellten der Tochterfirmen die Tarifverträge nicht mehr gelten würden.
Die Deutsche Bahn hat hiermit schon in der Vergangenheit erfolg gehabt. So handelt es sich bei der DB Heidekraut um einen Ableger solcher Art. Dort gelten die Tarifverträge jedoch nicht und die DB konnte mit Lohndumping im Konkurrenzkampf um eine Strecke als Sieger hervorgehen.
Diese zunkünftige Aufgliederung der DB war dem neuen Arbeitdirktor der DB Norbert Hansen scheinbar schon lange bekannt. Kritisiert wird er von der SPD und GDL für seine Politik der Privatisierung und des Konkurrenzkampfes durch Lohndumping. Hansen weist die Kritik zurück und behauptet, dass es keine Tarifflucht geben würde. Mir scheint diese Behauptung jedoch mehr als Fadenscheinig. Es dürfte sich wohl nur um eine Frage der Zeit handeln, bis in den Tochterunternehmen zu deutlich niedrigeren Löhnen gearbeitet wird. Als positive Dreingabe dürfte Hansen die erschwerten Bedingungen des Arbeitskampfes sehen, wenn die DB in soviele Tochterunternehmen zergliedert wird.
Die Allianz hatte schon länger Probleme mit ihrer Banktochter. Nun wächst der Druck endlich eine Lösung zu finden.
Die Dresdener Bank warf nie wirklich Gewinne ab. Die aktuelle Finanzmarktkrise führte darüber hinaus noch dazu, dass die Dresdener Bank Verluste in Höhe von ungefähr einer Milliarde Euro abschreiben musste. Damit machte die Dresdener Bank im letzten Quartal einen Verlust von 513 Millionen Euro.
Allianz hat nun zwei unterschiedliche Lösungen, die sich anbieten. Entweder kann sie die Dresdener Bank verkaufen oder die Dredener fusioniert mit anderen Banken. Eine Fusion wäre auch für andere Banken attraktiv. Der Privatkundenmarkt wird immernoch von den Sparkassen dominiert. Eine Zusammenlegung würde eine Konkurrenzfähige Privatkundenbank schaffen.
Allianz hat schon Vorbereitungen getroffen. So wird die Dresdener Bank bereits in den Investmentbanking Bereich und den Privatkundenbereich aufgespalten. Das macht eine zukünftige Zerschlagung der Bank einfacher.
Die Allianzaktie hat schon um 2% nachgegeben, nachdem die aktuellen Zahlen der Dresdener Bank bekanntgeworden sind. Wenn die Allianzgruppe das Vertrauen der Aktionäre wieder herstellen möchte, sollten sie möglichst schnell eine akzeptale Lösung finden. Die Bedingungen für eine Fusion sind zumindest gut. So dürfte man erwarten können, dass es bald zu einer interessanten Fusion auf dem Bankensektor kommen wird. In der Vergangenheit haben zumindest die Deutsche Bank als auch die Commerzbank Interesse an derartigen Plänen gezeigt. Was jedoch wirklich passieren wird, bleibt abzuwarten.