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Management & Wirtschaft
 


Archiv: Wirtschaft

Ford hat genug von seinen Verlustgeschäften und stößt nun seine Luxusauto-Sparte ab. Der indische Tata-Konzern, der nicht nur Autos produziert, hat Kaufinteresse angemeldet.

Tata Truck (c) Adrian Sulc Creative Commons Attribution ShareAlike 3.0 UnportedDas hätte man sich früher wohl nicht gedacht: Ausgerechnet die ehemalige britische Kolonie kauft die Aushängeschilder britischen Automobilbaus Es könnte einem fast Genugtuung verschaffen, zu sehen, wie die ehemaligen kolonialen Ausplünderer nun mal eben im Autobereich aufgekauft werden. Leider sind sie damit nun nicht die ersten. Schließlich hat zuvor schon Ford die beiden Unternehmen gekauft, hatte allerdings nicht sehr viel Glück mit seiner Übernahme. Das Geschäft in den USA lief nicht gut, der Markt ist nahezu eingebrochen.

Ob es für den neuen Interessenten besser läuft, muss sich noch herausstellen. Einige haben ihre Zweifel. Ein Grund hierfür könnte sein, dass Tata bisher eher im Bus- und LKW-Bereich tätig war. Neben einem Kleinwagen, der schon für 1.700 Euro zu haben sein soll, kämen nun noch Luxuswagen ins Sortiment. Darüber hinaus ist Tata auch nicht das Stärkste aller Unternehmen. Prinzipiell ist es zwar groß genug für die Übernahme, aber vier Milliarden Dollar wollen trotzdem erstmal locker gemacht werden, und das zu einem Zeitpunkt, da der internationale Finanzmarkt momentan nicht gerade rosig aussieht.

Tata Motors will das Profil von Jaguar und Land Rover erhalten, in meinen Augen ist das fast ein wenig bedauerlich. Schließlich war schon Ford damit nicht sehr erfolgreich und die Luxusautos ein wenig abzuspecken und vielleicht einen indischen Jaguar-Kleinwagen für den kleinen Geldbeutel herzstellen, würde mich im Hinblick auf die indisch-britische Geschichte schon ein wenig schmunzeln lassen.


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Während überall an den Börsen die Anleger zittern und unsicher der Dinge harren, kaufen deutsche Top-Manager fleißig die Aktien ihrer Unternehmen. Das Insider-Geschäft scheint zu boomen.

Insider GNU-Lizenz für freie DokumentationSchon seit einiger Zeit zeichnet sich eine leichte Erholung an der deutschen Börse ab. Die Anleger beruhigen sich wieder etwas, auch wenn noch nicht völlig klar sein dürfte, was in Zukunft noch geschehen mag. Als gutes Zeichen wird immer auch gewertet, wenn Insider die Aktien ihres Unternehmens kaufen. Dies ist in letzter Zeit sehr stark zu beobachten. Als Maßstab hierfür dient das Insider-Barometer. Dies wird erstellt von dem Forschungsinstitut für Asset-Management an der RWTH Aachen zusammen mit Commerzbank Private Banking. Es liegt auf einer Höhe von zuletzt um die 190 Punkte und hat damit einen Stand erreicht wie schon lange nicht mehr. Es werden viele Käufe getätigt, aber kaum noch Verkäufe. Das deutet darauf hin, dass die Top-Manager nicht erwarten, dass die Aktien ihrer Unternehmen noch weiter fallen werden.

Viele Käufe wurden allerdings auch schon in der Anfangszeit dieses Jahres getätigt, als es noch turbulenter an der Börse zuging. Deshalb nehmen die Käufe gerade auch wieder ab, einige größere sind dennoch zu verzeichnen. So hat der Thyssen-Krupp-Vorstand Edwin Eichler Aktien im Wert von fast einer viertel Million Euro gekauft, obwohl der Status von Thyssen-Krupp nicht eindeutig klar zu sein scheint. Anders ist das bei Addidas. Hier kaufte Vorstandschef Herbert Hainer für 100.000 Euro Aktien. Allerdings im Einvernehmen mit Analysten, die zum Kauf raten.

Trotz solcher positiver Anzeichen muss weiter mit Turbulenzen gerechnet werden. Für beständige Unternehmen mag das nicht in gleicher Weise gelten wie für riskantere Investitionen. Vom Kreditmarkt sollte man wohl weiterhin die Finger lassen und Anlagen als Festgeld parken, bis die Lage sich beruhigt hat.


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Vor einigen Wochen noch schien es so, als könne die Commerzbank sich Hoffnungen machen, die Postbank zu übernehmen. Mittlerweile wird Allianz jedoch als Wunschpartner gehandelt. Grund hierfür sind auch Ängste der deutschen Politik.

Allianz Der Bund ist der größte Aktionär der Postbank. Deshalb hat er natürlich ein wichtiges Mitspracherecht, an wen verkauft werden soll. Nun wurde sich scheinbar für die Allianz mit dem Tochterunternehmen Dresdener Bank entschieden. Die Mitkonkurrenten Deutsche Bank und Commerzbank dürften dies nicht mit Freude sehen. Inbesondere die Commerzbank dürfte von den Entwicklungen enttäuscht sein, so hoffte man doch schon die Bank zu bilden mit den meisten Privatkunden. Die Argumentation des Bundes ist jedoch mal wieder etwas seltsam. Sie ist geprägt von Angst, von der Angst die bösen Ausländer könnten kommen und in Deutschland investieren. Die Commerzbank sie schließlich an der Börse mit nur 11 Milliarden Euro dotiert und die Allianz mit immerhin 50 Milliarden Euro. Da würde doch ein Unternehmen aus Commerzbank und Postbank ein lohnenswertes Investment für ausländische Übernahmen. Das könne mit der Allianz nicht so leicht passieren. Doch wovor hat man Angst? Deutsche Unternehmen sind nicht besser als jedes beliebige andere Unternehmen. Schließlich geht es bei allen Unternehmen darum wirtschaftlich erfolgreich zu handeln und neue Stellenangebote zu schaffen.. Oder hat der Bund die Hoffnung, dass inländische Eigentümer wirtschaftlich unsinnige Entscheidungen treffen wohingegen ausländische Eigentümer wirtschaftlich notwendige Entscheidungen treffen? Man weiß es nicht so genau. Es drängt sich zumindest der Verdacht auf das bei solchen Leuten wie Michael Glos (CSU) der Nationalismus doch mal wieder ausgeprägter ist, als der Wunsch Entwicklungen des globalen Marktes Rechnung zu tragen.


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Postunternehmen, die deutlich weniger Stundenlohn bezahlt haben als die Deutsche Post, haben lange Zeit gegen die Einführung von Mindestlöhnen gekämpft. Als die Niederlage drohte, schien der PIN jedes Mittel recht.

PINAuch in der Wirtschaft herrscht keine Anarchie, auch dort muss sich an bestimmte Regeln gehalten werden. Dies mag zwar als Einschränkung wahrgenommen werden, ist jedoch notwendig. In der Politik regt sich kaum jemand auf, wenn Verfahren zur Konfliktlösung festgelegt werden. In der Wirtschaft haben damit aber einige Akteure wohl ihre Probleme. Die PIN hat nun versucht die Unabhängigkeit der Gewerkschaften zu unterlaufen. Damit es zu einer Konfliktlösung kommen kann, müssen jedoch die Interessen der Arbeitnehmerschaft überhaupt erst artikuliert werden. Das funktioniert nicht, wenn die Gewerkschaft nicht unabhängig ist.

PIN sah sich scheinbar bei Mindestlöhnen für Postangestellte, die zumindest einen niedrigen Lebensstandard noch so gerade gewährleisten, nicht mehr konkurrenzfähig. Anstatt die eigenen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu anderen Unternehmen wechseln zu lassen, entschloss man sich bewusst und langfristig planend, eine Gewerkschaft aufzubauen und zu finanzieren, die für niedrigere Löhne eintritt. So wurde die Gewerkschaft der Neuen Brief- und Zustelldienste (GNBZ) ins Leben gerufen, an die von der PIN über Umwege 133.526,69 Euro flossen. Dies alles im vollen Wissen des früheren Vorstandschef der PIN-Holding Günter Thiel. Der GNBZ-Chef Doll wollte sich bisher nicht dazu äußern. Das ist auch nicht sonderlich verwunderlich, ist es doch nicht sehr ehrenwert, als Strohmann viele Angestellte um ihre Mindestlöhne betrügen zu wollen.

Der DGB war über die Ereignisse recht erbost, zurecht möchte man sagen. Die vielen Beschwerden der Unternehmerverbände, dass sie doch so machtlos seien im Vergleich zu den Gewerkschaften, scheinen die seltsame Konsequenz gehabt zu haben, dass sich die Arbeitgeber auch mal auf der Arbeitnehmerseite tummeln wollten. Ein sehr fragwürdiges Spiel.


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Frenzel hat nach längeren Überlegungen durchblicken lassen, dass er es sich zumindest vorstellen könnte, den TUI-Konzern zu zerlegen. Ob Hapag-Lloyd einfach abgespalten wird oder verkauft wird, ist dabei noch unklar. Das wird sicherlich auch davon abhängen, was für die Aktionäre am besten ist.

tuiOft gewinnt man den Eindruck, dass die Zentralisierung und Konzentrierung von Unternehmen die einzig gangbare Lösung sei, um auf einem internationalen Markt Konkurrenzfähig zu bleiben. Das stimmt so nicht und das weiß auch TUI. Schon andere Unternehmen haben sich bei dieser Strategie verkalkuliert und mussten sich nach kurzer Zeit wieder vom ihrem neuen Firmenzweig oder ihrer Ausweitung wieder trennen.

Für Frenzel ist dies ein deutlicher Wechsel in der Firmenpolitik. Bevor es zu Widerständen kam, wollte er noch Hapag-Lloyd und die TUI-Holding verschmelzen. Andere haben aber gesehen, dass dies strategisch nicht sinnvoll wäre. Es macht organisatorisch Sinn, eine Aufteilung in die Bereiche Reise und Schifffahrt zu vollziehen, das wäre bei einer Verschmelzung mit einem erheblichen Aufwand verbunden. Dies beiden Geschäftszweige separat weiterzuentwickeln und zu profilieren, macht jedoch Sinn.

Offen bleibt also nur noch, was die sinnvollere Strategie ist: Abspalten oder Verkaufen. Mit einer Abspaltung bleibt natürlich eine größere Handlungsfähigkeit des Unternehmens erhalten, als wenn verkauft wird, dies gilt selbst bei Joint-Venture-Unternehmungen. Auch die Arbeiter dürften in diesem Fall ausnahmsweise mal auf Seiten einer solchen Firmenpolitik sein. Der Verkauf an ein anderes Unternehmen zieht schließlich oft Rationalisierungsmaßnahmen nach sich, die einen Arbeitsplatzabbau zur Folge haben. Eine solche Art der Rationalisierung ist jedoch oft recht vernünftig. Falls das die Aktionäre erkennen, könnte das dazu führen, dass sie für einen Verkauf stimmen könnten. Die Sache dürfte zumindest noch nicht entschieden sein und erst die Zukunft wird zeigen, was mit Hapag-Lloyd geschehen wird.


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Gold statt US-Dollar

Autor: Markus
abgelegt in: Wirtschaft

Die Feinunze Gold hat ein Rekordhoch von über 1.000 Dollar erreicht. Dies ist nicht verwunderlich, gilt Gold doch als sichere Anlage in einer Situation, in der der US-Dollar an Wert verliert und der Finanzmarkt krisengeschüttelt ist.

Gold © Sveriges Riksbank/RiksbankenDer Dollar hat im Zuge der Wirtschaftskrise in den USA stark an Wert verloren. Der Euro stand auf einem Rekordhoch von über 1,54 Dollar. Nachdem die FED und andere Banken Maßnahmen getroffen haben, hat sich der Kurs zwar stabilisiert, aber auf niedriegem Niveau. Ähnlich sieht es mit dem Finanzmarkt aus. Die Aktien stehen zum Teil schlecht und sind vorallem starken Turbulenzen unterworfen. Die Anleger haben das Vertrauen in die Wirtschaft und die amerikanische Währung verloren.

Interessant zu sehen ist, dass zum Teil sogar Staatsanleihen, die ansonsten als sehr sicher gelten, nur schwer gehandelt werden können. Das ist traditionell die Situation, in der die Anleger auf Gold ausweichen. Gold erscheint als sichere Anlage auch insofern, als dass im Gegensatz zu Devisen nicht einfach nachgedruckt werden kann. In den USA werden Milliarden auf den Finanzmarkt gebracht, obwohl eine nennenswerte Inflation vorhanden ist. Der nun erreichte Goldpreis gilt daher noch nicht als Ende der Fahnenstange.

Als 1980 der Goldpreis bereits ein Rekordhoch erreicht hatte, war das Vertrauen der Anleger auch gering, inflationsbereinigt lag der Preis für eine Unze damals auf über 2.000 Dollar. Das lässt erahnen, dass noch einiges an Spielraum nach oben offen ist. Wer klug war, konnte diese Entwicklung schon sehr früh erahnen.


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Die Finanzkrise, die mit der Krise des Immobilienmarktes in den USA angesetzt hat, findet kein Ende. Der Dollar steht schelcht und die Banken geben ungern Kredite. Um dem entgegen zu wirken, sagten die FED und EZB erneut Finanzspritzen zu. Ob dies langfristig eine Lösung sein kann ,bleibt abzuwarten.

Federal Reserve  Creative Commons Attribution ShareAlike 2.5Schon der schlechte Dollarkurs lies es bemerken, das Vertrauen in den Dollar sinkt. Hinzu kommt, dass die amerikanischen Banken (aber nicht nur die) sehr vorsichtig bei der Kreditvergabe wurden. So ist es momentan recht schwer, sich auf dem Kreditmarkt die entsprechenden Geldsummen für Investitionen zu besorgen. Darunter leidet die gesamte Wirtschaft. Dies hat die amerikanische FED und die EZB schon früher dazu gebracht, kräftige Finanzspritzen zu verabreichen. Langfristig hat das bisher nicht geholfen. Der Finanzmarkt und die Börse gerieten immer wieder in Turbulenzen.

Nun will die FED ungefähr 200 Milliarden Dollar an Krediten zur Verfügung stellen und die EZB nochmal rund 15 Milliarden, weitere Zentralbanken werden folgen. Damit soll die Lage etwas entspannt werden und wenn es wieder zu Problemen kommt, sollen weitere Kredite folgen. Die Hoffnung scheint zu schein, dass man nur lange genug Geld in den maroden Markt stecken muss und dann wird die ganze Sache schon wieder laufen.

Aber solange die Verschuldungen, nicht nur der Unternehmen, sondern auch der Privatpersonen, hoch sind und Immobilien und Aktien z.T. hoffnungslos überbewertet sind, wird die Krise mit weiteren Krediten alleine nicht bewältigbar sein. Könnte ich eine einfache Lösung für das Problem anbieten, säße ich wahrscheinlich bei der FED und nicht vor meinem Blog. Dafür werden die Leute in der Politik und bei den Zentralbanken auch ganz gut bezahlt. Gute Lösungen finden sie dennoch nicht. US-Finanz-Guru Warren Buffet und auch andere glauben eh daran, dass es zu weiteren Krisen kommen wird, die nicht so einfach zu bekämpfen sind. Zumindest darf man gespannt sein, was sich in den nächsten Monaten und Jahren am Finanzmarkt tun wird. Nicht jeder wird aus der Krise wie Buffett 10 Millarden Dollar reicher hervorgehen.


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Das Forbes Magazin ermittelt jedes Jahr die reichsten Menschen der Erde. Dieses Jahr führt nach 13 Jahren nicht mehr Bill Gates die Liste an.

Reichster Mensch ist nach der neuen Erhebung Warren Buffett. Das Jahr 2007 hate durch seine Finanzkrisen ein wenig Wirbel in die Liste der Reichsten gebracht. Buffett gilt als jemand, der auch in Krisen gute Entscheidungen trifft. Deshalb sind die Werte seiner Aktien gestiegen. Damit hat er in einem Jahr immerhin 10 Milliarden Dollar “verdient” (da wirken die Debatten um zu hohe Managergehälter doch geradzu lächerlich). Somit besitz er nun nicht merh 52, sondern 62 Milliarden Dollar. Bill Gates hat dahingegen einiges an der Börse verloren. Seine Aktien sind gesunken. Schuld dürfte auch der Ärger mit Yahoo gewesen sein. Ansonsten hätte Gates nicht 58 Milliarden Dollar sondern deutlich mehr. Buffett ist übrigens mit Gates befreundet und spendet den größten Anteile seines Vermögens an die Siftung der Gates.

Hier nun aber die Liste der TOP10:

  1. Warren Buffett
  2. Carlos Slim Helu
  3. William Gates III
  4. Lakshmi Mittal
  5. Mukesh Ambani
  6. Anil Ambani
  7. Ingvar Kamprad
  8. KP Singh
  9. Oleg Deripaska
  10. Karl Albrecht

Reichste Frau ist übrigens Lilane Bettencourt auf Platz 17. Das verwundert nicht, wo doch deutlich über 90% des Reichtums in Händen von Männern ist.

Und hier noch ein kurzer überraschender Ausschnitt aus einem Interview von CNN mit Buffett:

BUFFETT: Sure. But I wouldn’t raise the 12-point and a fraction payroll tax, I would raise the taxable base to above $90,000.

DOBBS: That’s a progressive idea. In other words, the rich people would pay more?

BUFFETT: Yeah. The rich people are doing so well in this country. I mean, we never had it so good.

DOBBS: What a radical idea.

BUFFETT: It’s class warfare, my class is winning, but they shouldn’t be.


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Kredit und kein Ende in Sicht

Autor: Markus
abgelegt in: Wirtschaft

Es gab befürchtungen, dass das Kreditgeschäft schwierig werden würde. Eine Studie im Auftrag des Handelsblatts hat jedoch einen gegenläufigen Trend festgestellt.

Kredit © we-make-money-not-artIn letzter Zeit gab es mehrere Finanzkrisen. Erwähnt sei nur der Einbruch im amerikanischen Immobilienmarkt, der dazu geführt hat, dass viele Banken Finanzierungsprobleme bekamen. Dass soetwas passieren würde, war allen schon lange klar. Was man dann auch hätte vermuten können ist, dass die Banken etwas zurückhaltender mit ihren Krediten wären. Das hätte dann zur Folge, dass der Kreditmarkt deutlich darunter zu leiden hätte.

Das ist jedoch überraschenderweise nicht eingetreten. Eine Studie im Auftrag des Handelsblatts zeigt, dass stattdessen ein Wachstum im Kreditgeschäftsbereich zu verzeichen ist. Dabei handelt es sich nicht um ein kleines Wachstum sondern immerhin um eines von 18 Prozent. Dies dürfte einer Entwicklung Vorschub leisten, die in Amerika schon seit langer Zeit beobachtet wird. Die Einzelkunden und teile des Mittelstandes überschulden sich vollkommen. Indem die Finanzkrise von den Banken in ihrer Kreditvergabe ignoriert wird, wird die Krise zwar abgeschwächt, da das Kreditgeschäft nicht einbricht, doch damit wird Raum für weitere und größere Krisen geschaffen. Den Banken wäre da eher zu empfehlen, dass es halt mal Zeiten gibt, in denen man da durch muss. Da jede Bank jedoch ihr Einzelinteresse verfolgt und darauf hofft von einer zukünftigen Krise nicht betroffen zu sein, dürfte sich so ein vorrausschauendes Verhalten der Banken nicht einstellen. Vielleicht wäre das mal ein Bereich, in dem die Politik gefragt wäre.


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Wenn das kein großer Coup ist. VW übernimmt Scania und macht den Weg frei für die Allianz mit MAN und gleichzeitig macht Porsche den Weg frei zur Übernahme von VW.

ScaniaWar das Aufsehen schon groß bei der Ankündigung von Porsche, VW zu übernehmen, so wundert die Zurückhaltung der Börse bei den neusten Ankündigungen. Dies ist nicht so wirklich verständlich. Ebenso verwundert die Zurückhaltung der deutschen Politik in diesem Zusammenhang. Immerhin dürfte einer der wichtigsten Autokonzerne entstehen.

Porsche copyright PorscheSchon früher sollte eine Allianz zwischen den LKW-Produzenten Scania und MAN angestrebt werden. Damals hatte sich unter anderem auch VW dagegen gesperrt, der Konzern wollte selbst die Kontrolle über das Geschehen haben und so sollte gewartet werden, bis VW die Mehrheit bei Scania besitzt, was nun eintrat. Damit dürfte der Verbindung von VW, Scania und MAN nichts mehr im Wege stehen. Dies dürfte auch Porsche freuen, denn der Aufsichtsrat hat die mehrheitliche Übernahme der VW-Aktien beschlossen. Dadurch würde ein Autokonzern entstehen, der seinesgleichen sucht. VW als einer der größten Massenhersteller von Autos, Scania und MAN als wichtige LKW-Produzenten und Porsche selbst als erfolgreiche Sportwagenfirma: Das dürfte eine Mischung sein, die es in sich hat.

VWWie erfolgreich diese Mischung dann tatsächlich sein wird, muss sich allerdings noch zeigen. Schließlich gab es auch schon weniger erfolgreiche Versuche, eine solche Verbreiterung der Produktionspalette vorzunehmen. Erinnert sei da nur an den Versuch von VW, Luxuswagen herzustellen. Das hat wahrscheinlich auch die Börse noch im Hinterkopf und wartet erstmal die weitere Entwicklung ab.


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