Die schon seit langem anhaltende Diskussion um das Gehalt von Managern führt nun zu einer gesetzlichen Regelung. Hohe Managergehälter und Abfindungen sollen nicht mehr voll abgesetzt werden können.
Die SPD hat es damit geschafft, den Koalitionspartner CDU zu einem eingeständnis zu bringen. Die gesetzliche Regelung sieht vor, Managergehälter und Abfindungen in einer Höhe von über 1 Millionen Euro nur noch zur Hälfte von der Steuer des Unternehmens Absetzungsfähig zu machen.
Die Meinungen hierzu gehen, wie es zu erwarten war, sehr auseinander. Tilo Sarrazin hält diese Politik für rein symbolisch, weil sie eh nur einen kleinen Anteil der Gehälter betreffe und die SPD selbst behauptet, dass ja keine tatsächliche Einschränkung vorliege, sondern dass der Gesetzgeber ja nur eine Wünschenswerte Lohnhöchsthöhe festlegen wolle. Der BDI sieht dahingen eine Gefährdung der Vertragsfreiheit und des Standorts Deutschland. Dies ist wenig überraschend, da es sich hierbei um die Standardantwort auf alle politischen Entscheidungen handelt, die nicht zum Vorteil der Arbeitgeber sind.
Aus der CDU heißt nur der Ministerpräsident des Saarlands, Peter Müller, den Vorschlag gut. Selbst in den USA gebe es ähnliche Regelungen.
Klar dürfte dennoch sein, dass es sich um rein symbolische Politik handelt. Weder werden die Gehälter der Manager dadurch wirklich niedriger ausfallen, noch wird irgendein Arbeitnehmer stattdessen höhere Löhne erhalten. Die SPD versucht populistisch das Vertrauen ihrer Wähler_innen in die Lohngerechtigkeit der sozialen Marktwirtschaft wieder herzustellen. Vielleicht mag das gelingen, doch für die meisten Markttheoretiker sollte weiterhin klar bleiben: der Markt erzeugt keine Lohngerechtigkeit, er funktioniert einfach nur. Wenn er als Institution gerechtfertigt ist, dann nur, weil er allen ein passables Lebenseinkommen ermöglicht und nicht weil er Lohngerechtigkeit herstellt.
Yahoo hatte das letzte Angebot von Microsoft zurückgewiesen. Nun kommt Microsoft mit Verstärkung zurück. Yahoo schläft jedoch nicht und versucht mit neuen Partnern die Übernahme abzuwenden.
Vor zwei Monaten hat Microsoft noch 44,6 Milliarden Dollar für Yahoo geboten, doch Yahoo wollte nicht übernommen werden, sondern ein eigenständiger Konzern bleiben. Nun plantMicrosoft jedoch News Corp. mit ins Boot zu holen, also Murdoch. Dem gehört bekanntlich ja z.B. Myspace und ist stark im Nachrichtensektor aktiv. Damit entstünde eine Allianz aus News Corp, Microsoft und Yahoo. Ein Internetriese würde entstehen.
Das Management von Yahoo versucht dies jedoch noch zu verhindern. Dazu plant Yahoo eine Allianz mit AOL und Google. Mit beiden wurden bereits Gespräche geführt. AOL würde einige Milliarden Dollar bei Yahoo investieren und dafür einen zwanzig-prozentigen Anteil an dem Unternehmen erhalten. Mit Google wird über das Werbegeschäft verhandelt.
Die Anleger interessieren sich jedoch oft nicht für sehr langfrisitige Pläne. Das Angebot von Microsoft und News Corp. dürfte einfach zu verlockend sein. Zumindest wird in dieser heißen Phase sich noch eine spannende Schlacht geliefert. Das dürfte interessant sein weiter verfolgt zu werden…
Siemens ist vor ungefähr anderthalb Jahren von einem Skandal erschüttert worden. Schmiergelder wurden gezahlt und nun endlich wird mit den ehemaligen Managern abgerechnet.
Eigentlich ist es nicht sonderlich verwunderlich: Es werden Gelder dafür gezahlt, dass bestimmte Geschäfte abgewickelt werden. Manchmal wird das aber nicht gerne gesehen. Zumindest sollte es nicht an die Öffentlichkeit geraten. Siemens ist das passiert. Über eine Milliarde Euro ist irgendwohin verschwunden. Es wurde klar, dass es als Schmiergeld im Ausland eingesetzt worden ist.
Alle waren natürlich erschüttert und Oberstaatsanwalt Anton Winkler spricht von einer großen Ausnahme. Dabei müssen viele bei Siemens von diesen Geldern gewußt haben. Und so mussten einige auch schon Strafen in Millionenhöhe zahlen. Nun greift der neue Vorstand endlich auch die alte Führung direkt an und stellt Vermutungen über deren Verwicklungen an. Andreas Pohlmann greift nun dirket Pierer an. Man könnte sagen: dass wurde auch Zeit. Die konsequente und schnelle interne Verarbeitung hat nach nun fast zwei Jahren doch auch endlich das Top-Management erreicht.
Bei einer solchen Situation stellt sich die Frage, ob die interne Kontrollmechanismen genügen um weitere Fälle dieser Art zu vermeiden. Die internationale Konkurrenz ist groß und die Versuchung sich illegaler Mittel zu bedienen um Erfolge feiern zu können groß. Bei über einer Milliarde Schmiergelder mag man sich das Volumen der getätigten Geschäfte gar nicht vorstellen. Da sind die Geldstrafen wahrscheinlich gut zu verkraften.
Man gewinnt den Eindruck, die Deutsche Bank wollte ihre Verluste im Zuge der Finanzkrise vertuschen und lieber darauf warten, dass sich die Wogen etwas geglättet haben. Nun mussten sie jedoch weitere Millardenabschreibungen eingestehen.
Noch vor wenigen Monaten konnte Ackermann strahlen. Die Deutsche Bank unter seiner Führung sei recht unbeschadet aus der Finanzkrise hervorgegangen. Diese frohe Botschaft durfte Ackermann mit seinem 60ten Geburtstag kombinieren. Die Medien haben es geglaubt, obwohl fachkundige Analysten schon länger Zweifel an dieser glücklichen Geschichte hatten. Somit wurde auch an der Gewinnprognose von 8,4 Milliarden Euro festgehalten.
Nun musste die Deutsche Bank jedoch in ihrem Geschäftbericht erwähnen, dass es dann doch wohl zu ein paar Abschreibungen käme. So zwei Milliarden oder so wären dann doch aufgetaucht, die abgeschrieben werden müssten. Aufmerksamen Lesern und Leserinnen des Geschäftsberichts ist dies aufgefallen. Nun wundert man sich etwas, ob die Deutsche Bank weiterhin eine solche Unternehmenspolitik fahren möchte und negative Nachrichten eher verheimlicht, als offen damit umgeht.
Einige dürfte es freuen, dass der strahlende Ackermann, der zuvor noch recht offensiv andere Unternehmen kritisiert hat, nun selber Kritik über sich ergehen lassen muss. Es bleibt nur zu hoffe, dass dies Ackermann eine Lehre sein wird. Schließlich gehört es nicht gerade zum guten Umgangston, seinen Investoren und Anlegern etwas vortäuschen zu wollen. Dass dies Ackermann gelungen ist, sollte jedoch zu denken geben. Einige Auswüchse der Finanzkrise dürften auch damit zu tun gehabt haben, dass erfolgreich etwas vorgetäuscht worden ist…

Ford hat genug von seinen Verlustgeschäften und stößt nun seine Luxusauto-Sparte ab. Der indische Tata-Konzern, der nicht nur Autos produziert, hat Kaufinteresse angemeldet.
Das hätte man sich früher wohl nicht gedacht: Ausgerechnet die ehemalige britische Kolonie kauft die Aushängeschilder britischen Automobilbaus Es könnte einem fast Genugtuung verschaffen, zu sehen, wie die ehemaligen kolonialen Ausplünderer nun mal eben im Autobereich aufgekauft werden. Leider sind sie damit nun nicht die ersten. Schließlich hat zuvor schon Ford die beiden Unternehmen gekauft, hatte allerdings nicht sehr viel Glück mit seiner Übernahme. Das Geschäft in den USA lief nicht gut, der Markt ist nahezu eingebrochen.
Ob es für den neuen Interessenten besser läuft, muss sich noch herausstellen. Einige haben ihre Zweifel. Ein Grund hierfür könnte sein, dass Tata bisher eher im Bus- und LKW-Bereich tätig war. Neben einem Kleinwagen, der schon für 1.700 Euro zu haben sein soll, kämen nun noch Luxuswagen ins Sortiment. Darüber hinaus ist Tata auch nicht das Stärkste aller Unternehmen. Prinzipiell ist es zwar groß genug für die Übernahme, aber vier Milliarden Dollar wollen trotzdem erstmal locker gemacht werden, und das zu einem Zeitpunkt, da der internationale Finanzmarkt momentan nicht gerade rosig aussieht.
Tata Motors will das Profil von Jaguar und Land Rover erhalten, in meinen Augen ist das fast ein wenig bedauerlich. Schließlich war schon Ford damit nicht sehr erfolgreich und die Luxusautos ein wenig abzuspecken und vielleicht einen indischen Jaguar-Kleinwagen für den kleinen Geldbeutel herzstellen, würde mich im Hinblick auf die indisch-britische Geschichte schon ein wenig schmunzeln lassen.
Während überall an den Börsen die Anleger zittern und unsicher der Dinge harren, kaufen deutsche Top-Manager fleißig die Aktien ihrer Unternehmen. Das Insider-Geschäft scheint zu boomen.
Schon seit einiger Zeit zeichnet sich eine leichte Erholung an der deutschen Börse ab. Die Anleger beruhigen sich wieder etwas, auch wenn noch nicht völlig klar sein dürfte, was in Zukunft noch geschehen mag. Als gutes Zeichen wird immer auch gewertet, wenn Insider die Aktien ihres Unternehmens kaufen. Dies ist in letzter Zeit sehr stark zu beobachten. Als Maßstab hierfür dient das Insider-Barometer. Dies wird erstellt von dem Forschungsinstitut für Asset-Management an der RWTH Aachen zusammen mit Commerzbank Private Banking. Es liegt auf einer Höhe von zuletzt um die 190 Punkte und hat damit einen Stand erreicht wie schon lange nicht mehr. Es werden viele Käufe getätigt, aber kaum noch Verkäufe. Das deutet darauf hin, dass die Top-Manager nicht erwarten, dass die Aktien ihrer Unternehmen noch weiter fallen werden.
Viele Käufe wurden allerdings auch schon in der Anfangszeit dieses Jahres getätigt, als es noch turbulenter an der Börse zuging. Deshalb nehmen die Käufe gerade auch wieder ab, einige größere sind dennoch zu verzeichnen. So hat der Thyssen-Krupp-Vorstand Edwin Eichler Aktien im Wert von fast einer viertel Million Euro gekauft, obwohl der Status von Thyssen-Krupp nicht eindeutig klar zu sein scheint. Anders ist das bei Addidas. Hier kaufte Vorstandschef Herbert Hainer für 100.000 Euro Aktien. Allerdings im Einvernehmen mit Analysten, die zum Kauf raten.
Trotz solcher positiver Anzeichen muss weiter mit Turbulenzen gerechnet werden. Für beständige Unternehmen mag das nicht in gleicher Weise gelten wie für riskantere Investitionen. Vom Kreditmarkt sollte man wohl weiterhin die Finger lassen und Anlagen als Festgeld parken, bis die Lage sich beruhigt hat.
Frenzel hat nach längeren Überlegungen durchblicken lassen, dass er es sich zumindest vorstellen könnte, den TUI-Konzern zu zerlegen. Ob Hapag-Lloyd einfach abgespalten wird oder verkauft wird, ist dabei noch unklar. Das wird sicherlich auch davon abhängen, was für die Aktionäre am besten ist.
Oft gewinnt man den Eindruck, dass die Zentralisierung und Konzentrierung von Unternehmen die einzig gangbare Lösung sei, um auf einem internationalen Markt Konkurrenzfähig zu bleiben. Das stimmt so nicht und das weiß auch TUI. Schon andere Unternehmen haben sich bei dieser Strategie verkalkuliert und mussten sich nach kurzer Zeit wieder vom ihrem neuen Firmenzweig oder ihrer Ausweitung wieder trennen.
Für Frenzel ist dies ein deutlicher Wechsel in der Firmenpolitik. Bevor es zu Widerständen kam, wollte er noch Hapag-Lloyd und die TUI-Holding verschmelzen. Andere haben aber gesehen, dass dies strategisch nicht sinnvoll wäre. Es macht organisatorisch Sinn, eine Aufteilung in die Bereiche Reise und Schifffahrt zu vollziehen, das wäre bei einer Verschmelzung mit einem erheblichen Aufwand verbunden. Dies beiden Geschäftszweige separat weiterzuentwickeln und zu profilieren, macht jedoch Sinn.
Offen bleibt also nur noch, was die sinnvollere Strategie ist: Abspalten oder Verkaufen. Mit einer Abspaltung bleibt natürlich eine größere Handlungsfähigkeit des Unternehmens erhalten, als wenn verkauft wird, dies gilt selbst bei Joint-Venture-Unternehmungen. Auch die Arbeiter dürften in diesem Fall ausnahmsweise mal auf Seiten einer solchen Firmenpolitik sein. Der Verkauf an ein anderes Unternehmen zieht schließlich oft Rationalisierungsmaßnahmen nach sich, die einen Arbeitsplatzabbau zur Folge haben. Eine solche Art der Rationalisierung ist jedoch oft recht vernünftig. Falls das die Aktionäre erkennen, könnte das dazu führen, dass sie für einen Verkauf stimmen könnten. Die Sache dürfte zumindest noch nicht entschieden sein und erst die Zukunft wird zeigen, was mit Hapag-Lloyd geschehen wird.
Wenn das kein großer Coup ist. VW übernimmt Scania und macht den Weg frei für die Allianz mit MAN und gleichzeitig macht Porsche den Weg frei zur Übernahme von VW.
War das Aufsehen schon groß bei der Ankündigung von Porsche, VW zu übernehmen, so wundert die Zurückhaltung der Börse bei den neusten Ankündigungen. Dies ist nicht so wirklich verständlich. Ebenso verwundert die Zurückhaltung der deutschen Politik in diesem Zusammenhang. Immerhin dürfte einer der wichtigsten Autokonzerne entstehen.
Schon früher sollte eine Allianz zwischen den LKW-Produzenten Scania und MAN angestrebt werden. Damals hatte sich unter anderem auch VW dagegen gesperrt, der Konzern wollte selbst die Kontrolle über das Geschehen haben und so sollte gewartet werden, bis VW die Mehrheit bei Scania besitzt, was nun eintrat. Damit dürfte der Verbindung von VW, Scania und MAN nichts mehr im Wege stehen. Dies dürfte auch Porsche freuen, denn der Aufsichtsrat hat die mehrheitliche Übernahme der VW-Aktien beschlossen. Dadurch würde ein Autokonzern entstehen, der seinesgleichen sucht. VW als einer der größten Massenhersteller von Autos, Scania und MAN als wichtige LKW-Produzenten und Porsche selbst als erfolgreiche Sportwagenfirma: Das dürfte eine Mischung sein, die es in sich hat.
Wie erfolgreich diese Mischung dann tatsächlich sein wird, muss sich allerdings noch zeigen. Schließlich gab es auch schon weniger erfolgreiche Versuche, eine solche Verbreiterung der Produktionspalette vorzunehmen. Erinnert sei da nur an den Versuch von VW, Luxuswagen herzustellen. Das hat wahrscheinlich auch die Börse noch im Hinterkopf und wartet erstmal die weitere Entwicklung ab.
Früher war auch E.ON gegen die Trennung von Netz und Erzeugung in der Strombranche, doch nun fällt E.ON der deutschen Politik in den Rücken - zurecht.
Nachdem aus Brüssel die Forderung kam, dass Stromnetze und Stromerzeugung getrennt werden müssen, setzte sich E.ON zunächst stark dagegen ein. Die europäische Regelung sollte dazu dienen, den Wettbewerb auf dem Strommarkt zu fördern. Die Erzeugung und das Netz in einer Hand würde zu einer Marktmacht führen, die flexible Entwicklungen und angemessene Stromdurchführungspreise verhindere.
Nun ist klar, dass Unternehmen natürlich kein Interesse haben Marktmacht abzugeben, für die Politik ist diese Einstellung jedoch verwunderlich. So ist es erstaunlich, dass es Eon und weiteren Unternehmen gelang, die deutsche Regierung hinter sich zu bringen und Entscheidungen zu treffen, die eher einzelnen Unternehmen zugute kommen, als der gesamten Wirtschaft und den Endkunden. Noch verwunderlicher ist es jedoch, wenn ein Unternehmen wie E.ON sich eines besseren besinnt und sich dazu entscheidet sein Netz zu verkaufen und dann die Bundeskanzlerin eine solche Entscheidung für eine “dumme Idee” hält.
Volkswirtschaftlichen Sachverstand kann man ihr bei solchen Aussagen sicherlich nicht unterstellen, vielmehr sollte sie diese Entscheidung respektieren. Unternehmen dann zu unterstützen, wenn es volkswirtschaftlich sinnvoll ist, macht Sinn. Jedoch gegen ihre Marktentscheidungen zu polemisieren, ausgerechnet auch dann, wenn sie volkswirtschaftlich Sinn machen, das zeugt von wirtschaftspolitischer Inkompetenz. Hinzu kommt noch, dass es seltsam anmutet, dass Deutschland sich so gegen europäische Vorgaben und Regelungen stellt, wenn doch immer betont wird, wie wichtig Europa für Deutschland sei.
VW-Betriebsratschef kritisiert Wiedekings Verhalten bei der Zusammenführung von Porsche und VW.
Porsche-Aufsichtsrat-Vorsitzender Wendelin Wiedeking gelang es relativ unspektakulär bei VW einzusteigen. Das Zusammenführen der beiden Unternehmen unter dem Namen “Porsche Automobil Holding SE” gelingt ihm jedoch nicht so beschaulich. Schon im Vorfeld kamen mir Bedenken: Porsche und VW…passt das überhaupt zusammen? Und Schwierigkeiten gibt es sicherlich.
Die betriebsinterne Organisation ist recht unterschiedlich. Für einige macht das den Eindruck als ob VW an alten Modellen festhalten wolle und Wiedeking eine Modernisierung plant, die das Unternehmen auf dem globalen Markt wettbewerbsfähig macht. Dabei sollte jedoch bedacht werden, dass auch VW moderne Arbeitsorganisationen entwickelt hat. Wiedeking mag bei Porsche großem Erfolg gehabt haben, ob sich allerdings dieselben Methoden für sin anderes Unternhemen wie VW eigenen?
Bei VW spielt die Beteiligung der Arbeitnehmer traditionell eine größere Rolle, und damit ist das Unternehmen nicht unbedingt schlecht gefahren. Doch so wundert es auch nicht, wenn der Betriebsratschef Osterloh Wiedeking “Gutsherren-Art” vorwirft und von “feindlicher Übernahme” spricht. Er fordert für VW eine größere Rolle bei der Gestaltung des neuen Unternhemens. Dabei erhält der Betriebsrat Rückendeckung von Bundesjustizministerin Brigitte Zypris (SPD). Doch auch Wiedeking erhält unterstützung vom BDI und Michael Glos (CDU). Es dürfte zumindest spannend werden, wie das zukünftige Unternehmen genau strukturiert sein wird.