Wenn man Aufgaben in Führungsrollen übernommen hat, stellt sich immer auch die Frage, wie man eine optimale Personalentwicklung erreichen kann. Dies ist nicht einfach mit abstrakten Prinzipien getan sondern es bedarf auch einiges an Menschenkenntnis.
Wichtig um Missverständnisse zu vermeiden, ist es sicherlich, die grundsätzlichen Einstellungen der Mitarbeiter_innen zum Leben zu kennen. Das vermeidet unnötige Konflikte die nicht nur persönlich sondern auch die Arbeit belasten. Ebenso ist es wichtig Ängste der Mitarbeiter_innen zu erkennen und ernst zu nehmen. Eine häufige Angst ist es z.B., dass man nicht gebraucht wird. Welche Existenzberechtigung hat man eigentlich im Unternehmen. Dies sind Ängst die sich oft auch aus anderen Quellen als dem Arbeitsverhältnisse speisen. Deshalb sind sie wohl nie ganz zu bekämpfen. Aber im Bezug auf den Job muss dem Arbeitnehmer klar gemacht werden, dass er und seine Arbeit wichtig für das Unternehmen sind. Das entspannt und motiviert die Person. weiterlesen »
Es ist schon verwunderlich, wie die Gemüter hochkochen, wenn ein deutsches Unternehmen an einen ausländisch Investor verkauft werden soll.
So haben vor Hapag Lloyd 500 Arbeitnehmer gegen den Verkauf demonstriert. Das ist insofern verständlich, als dass ein jeder Verkauf Unsicherheit über die zukünftigen Arbeitsbedingungen mit sich bringt. Da macht es allerdings keinen Unterschied, ob es sich nun um einen ausländischen oder einen inländischen Investor handelt. Die Rentabilität des Unternehmens muss auf jeden Fall gewahrt sein.
Deutsche Unternehmen werden fast ausschließlich von weißen, deutschen Männern geführt. Hierbei handelt es sich nicht nur um eine Form der Diskriminierung sondern auch um einen verspielten Wettbewerbsfaktor.
Der Leiter von Siemens hat diese Kritik auch am eigenen Unternehmen geübt. Peter Löscher fühlt sich nur von weißen deutschen Männern umgeben. Er beklagt die mangelhafte internationale Ausrichtung seines Unternehmens und den Umstand, dass keine Frauen in den Führungsetagen sind.
Kürzlich ist bekannt geworden, dass Lichtblick nicht wie versprochen 100% Ökostrom verkauft, sondern aus anderen Quellen Strom hinzukauft.
Das Image eines Unternehmens ist immer wichtig. Besonders wichtig ist es, wenn bestimmte Eigenschaften mit einem Firmennamen verbunden sind. Noch wichtiger ist es, wenn die Kunden insbesondere auf diese Eigenschaften achten. Dies ist insbesondere im Ökologie Bereich der Fall. Die Kunden achten hier penibel darauf, was die Produkte darstellen.
Der Sohn des Tchibogründers Max Herz ist verstorben.
Im Alter von 67 Jahren ist Joachim Herz ende Mai bei einem Badeunfall verstorben. In einem See bei Atlanta ist er von einem Motorboot überfahren worden. Die Trauerfeier hat bereits stattgefunden.
Joachim war keine leichte Person für das Familienunternehmen. Er überlegte seinen 15% Anteil an den Tchibo-Aktien an einen Familienfremden Aktionär zu verkaufen. Dieser Verkauf ist jedoch gescheitert.
Die Konflikte in dem Familienunternehmen Tchibo reichen weit zurück. Nachdem der Gründer Max Herz 1965 gestorben ist, hat sein Sohn Günther das Familienunternehmen geführt. Unter den Söhnen gab es jedoch Streit um das Erbe. Hiervon war auch die Frau von Max, Ingeburg Herz, betroffen. Sie gehört übrigens zu den reichsten Menschen Deutschlands.
Der Streit eskalierte 2001 und Günther musste zurücktreten. Stattdessen haben Ingeburg und ihre Söhne Michael, Wolfgang und Joachim das Unternehmen geführt. Dennoch gab es weiter einen Streit um die Ausrichtung des Unternehmens. Dies hat zum Teil zu nachteiliger Lähmung der Unternehmenspolitik geführt.
Es dürfte interessant sein zu sehen, wie das Unternehmen sich nun im weiteren verhalten wird. Konfliktpotential dürfte weiterhin bleiben aber vielleicht nicht mehr so intensiv.
Auch in der Welt der Wirtschaft zählen nicht einfach Zahlen und Fakten. Der erste Eindruck vermittelt Seriösität oder eben auch nicht.
Es mag sich zwar um ein vorschnelles Urteil handeln, wenn von dem Äußeren einer Person oder von einem Manager auf ihre Kompetenz geschlossen wird, doch oft ist dies so. Gerade in Deutschland gibt es ein ausgeprägtes Schubladendenken. Wer da einmal falsch einsortiert wird, hat es nicht so leicht, das Vertrauen wieder herzustellen. Deshalb sollten Sie in Ihrem Job durchaus auf ihr Äußeres achten. Dies hat verschiedene Dimensionen.
Kleider machen Leute: So sollten sie auf Ihre Kleidung achten. Mit Jeans und Karohemd werden die Erfolge leicht ausbleiben. Ein einfarbiger Anzug ist für Geschäftstreffen besser geeignet. Dunkel sollte er sein und wenn mit Streifen versehen, dann nicht zu auffällig. Bunte Hemden sind ein Tabu. Krawatte ist Pflicht. Es lohnt sich übrigens auch, sich mit aktuellen Trends der Krawattenbindung auseinander zu setzen. Die Krawatten sollten schlicht sein und nicht mit bunten lustigen Motiven bedruckt. Turnschuhe sind zwar nicht mehr so verpönt wie früher, haben aber in Kombination mit Anzug nichts verloren.
Beim Schmuck gilt Zurückhaltung zu wahren. Mehr als eine Uhr und ein Ring sollten nicht getragen werden. Die Uhr sollte nicht zu protzig sein. Viel und protziger Schmuck wirkt eher wie Rotlichtmilieu als wie ein seriöses Unternehmen. Ausgefallene Brillenmodelle gehören ebenso in den Privatbereich. Stattdessen sollten Brillen nicht die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, sondern ein kompetentes Auftreten unterstützen.
Auch die Frisur ist wichtig. Regelmäßige Haarpflege ist ein muss. Eine lange Mähne, zerzaustes Haar oder die bemüht verdeckte Halbglatze gehören nicht zu den Frisuren die akzeptabel sind. Ein regelmäßiger Friseurbesuch lohnt sich, ebenso wie eine Typberatung.
Nach dem ganzen Theater um die Teilprivatisierung der Bahn sind die Verantwortlichen richtig froh auch mal etwas Positives vermelden zu können. Laut Presseberichten habe das Unternehmen in den ersten vier Monaten des Jahres über 20 Millionen neue Kunden gewonnen, die vom Auto auf die Bahn umgestiegen sind.
Nachdem der Verkauf von bahneigenen Gewerbeimmobilien etwas in Verzug geraten ist, könnten nun die steigenden Passagierzahlen für erfolgreiche Ergebnisse bei der Bahn sorgen. Verantwortlich für die enorme Steigerung sind die ständig höher ausfallenden Benzinpreise, wo eine Reise mit der Bahn die inzwischen günstigere Variante ist. Vorstandsmitglied Karl-Friedrich Rausch äußerte sich gegenüber de Bild-Zeitung wie folgt: „Immer mehr Autofahrer kaufen Tickets, statt zu tanken. Jetzt tun wir alles, um die Neukunden mit einer guten Leistung dauerhaft bei der Bahn zu halten.“
Nach dem „Ja“ zur Teilprivatisierung scheint dies ein sehr gutes Jahr für die Deutsche Bahn zu werden. Dank der Zustimmung der Gewerkschaften steht dem Börsengang des Unternehmens kaum noch etwas im Wege, allerdings gibt es noch immer Problemfelder, die behoben werden müssen. So wäre es für die Bahn lukrativer, an entlegenen Bahnstrecken Grundstücke zu verkaufen, um unnötige Kosten zu sparen. Dafür möchte man gerade bei der Kundenbetreuung neue Akzente setzen.
Nun ist bekannt geworden, dass die Deutsche Bahn scheinbar nach ihrer Privatisierung plant, bis zu 9000 Beschäftige in 30 unterschiedlichen Tochterfirmen unterzubringen.
Diese Art der Aufteilung könnte wichtige Konsequenzen für die Angestellten der Deutschen Bahn haben. Es ist schließlich noch nicht lange her, dass es zu starken Lohnkämpfen innerhalb der Deutschen Bahn gekommen ist. Mehdorn hat sich vehement gegen Lohnforderungen der GDL zur Wehr gesetzt. Die Ergebnisse wurden dann jedoch in Tarfiverträgen festgehalten, die sich mühsam erkämpft worden sind.
Da mutet es fast wie ein Trick an, wenn, wie nun bekannt wurde, die Bahn in bis zu 30 Tochterfirmen zerlegt werden soll. Dies hieße dann, dass für die bis zu 9000 Angestellten der Tochterfirmen die Tarifverträge nicht mehr gelten würden.
Die Deutsche Bahn hat hiermit schon in der Vergangenheit erfolg gehabt. So handelt es sich bei der DB Heidekraut um einen Ableger solcher Art. Dort gelten die Tarifverträge jedoch nicht und die DB konnte mit Lohndumping im Konkurrenzkampf um eine Strecke als Sieger hervorgehen.
Diese zunkünftige Aufgliederung der DB war dem neuen Arbeitdirktor der DB Norbert Hansen scheinbar schon lange bekannt. Kritisiert wird er von der SPD und GDL für seine Politik der Privatisierung und des Konkurrenzkampfes durch Lohndumping. Hansen weist die Kritik zurück und behauptet, dass es keine Tarifflucht geben würde. Mir scheint diese Behauptung jedoch mehr als Fadenscheinig. Es dürfte sich wohl nur um eine Frage der Zeit handeln, bis in den Tochterunternehmen zu deutlich niedrigeren Löhnen gearbeitet wird. Als positive Dreingabe dürfte Hansen die erschwerten Bedingungen des Arbeitskampfes sehen, wenn die DB in soviele Tochterunternehmen zergliedert wird.
Die Allianz hatte schon länger Probleme mit ihrer Banktochter. Nun wächst der Druck endlich eine Lösung zu finden.
Die Dresdener Bank warf nie wirklich Gewinne ab. Die aktuelle Finanzmarktkrise führte darüber hinaus noch dazu, dass die Dresdener Bank Verluste in Höhe von ungefähr einer Milliarde Euro abschreiben musste. Damit machte die Dresdener Bank im letzten Quartal einen Verlust von 513 Millionen Euro.
Allianz hat nun zwei unterschiedliche Lösungen, die sich anbieten. Entweder kann sie die Dresdener Bank verkaufen oder die Dredener fusioniert mit anderen Banken. Eine Fusion wäre auch für andere Banken attraktiv. Der Privatkundenmarkt wird immernoch von den Sparkassen dominiert. Eine Zusammenlegung würde eine Konkurrenzfähige Privatkundenbank schaffen.
Allianz hat schon Vorbereitungen getroffen. So wird die Dresdener Bank bereits in den Investmentbanking Bereich und den Privatkundenbereich aufgespalten. Das macht eine zukünftige Zerschlagung der Bank einfacher.
Die Allianzaktie hat schon um 2% nachgegeben, nachdem die aktuellen Zahlen der Dresdener Bank bekanntgeworden sind. Wenn die Allianzgruppe das Vertrauen der Aktionäre wieder herstellen möchte, sollten sie möglichst schnell eine akzeptale Lösung finden. Die Bedingungen für eine Fusion sind zumindest gut. So dürfte man erwarten können, dass es bald zu einer interessanten Fusion auf dem Bankensektor kommen wird. In der Vergangenheit haben zumindest die Deutsche Bank als auch die Commerzbank Interesse an derartigen Plänen gezeigt. Was jedoch wirklich passieren wird, bleibt abzuwarten.
Nach der Entscheidung Hapag-Lloyd zu verkaufen geriet der Aufsichtsrat in Kritik und zog den Unwillen des größten Aktionärs von TUI auf sich.
Das Ausichtsratmitglied Krumnov hatte die Entscheidung vorangebracht Hapag-Lloyd zu verkaufen. Damit sollte sich auf das Kerngeschäft Tourismus konzentriert werden. Dies hat vielen nicht gefallen und insbesondere John Fredriksen nicht. Bei ihm handelt es sich nun nicht um irgendeinen, sondern um den größten Einzelaktionär. Er fühlte sich veranlaßt die Politik des Aufsichtsrates zu ändern und Krumnov abzuwählen.
Zuvor hatte sich allerdings schon der zweitgrößte Einzelaktionär Alexej Mordaschow zusammen mit anderen Aktionären hinter Krumnov gestellt. Dies ist nicht verwunderlich, denn auch Mordaschow hat Interesse daran sich auf den Tourismus Bereich zu konzentrieren. Er würde gerne mit TUI den russichen Markt erobern.
Die Abwahl Krumnovs ist nur knapp gescheitert. Fast 43% waren für eine Ablösung. Dies ist auch insofern ungünstig, als dass es dem Aufsichtsrat schwer fällt Entscheidungen zu treffen, wenn ein großer Teil der Aktionäre kein Vertrauen zu den Entscheidungen hat. Nun liegt es also an Krumnov die Wogen zu glätten und wieder ein Klima herzustellen, in dem eine vernünftige Unternehmenspolitik betrieben werden kann.
Einige Stimmen hatten bemängelt, dass der Verkauf von Hapag-Lloyd zu dieser Situation, in der es eine angespannte Lage der Finanzwelt gibt, zu einem suboptimalen Verkaufserlös führt. Dennoch ist man bei TUI Willens, den Verkauf nun zügig abzuwickeln. Der erreichbare Preis auf dem Markt schein hinreichend angemessen. Ob Frenzel und Krumnov recht behält, wird sich dann wohl in den weiteren Jahren der Entwicklung TUIs zeigen.