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Management & Wirtschaft
 


Archiv: Unternehmenspolitik

Zeitarbeit wird in Deutschland mehr und mehr zu einer vorherrschenden Beschäftigungsform. Seit Anfang des Jahres haben sich die Zeitarbeits-Jobs im Land verdoppelt. Nun warnen die Gewerkschaften vor einem drohenden Abbau der festen Arbeitsplätze.

Zeitarbeit kann durchaus Vorteile für beide Seiten des Beschäftigungsverhältnisses mit sich bringen. Der Arbeitnehmer verfügt über Flexibilität und Freiheiten, doch die Kehrseite der Medaille ist die inhärente Unsicherheit, die zeitlich befristeten Arbeitskräften auf das Gemüt schlagen kann. Wie die Bundesagentur für Arbeit feststellte, setzen Unternehmen in Deutschland bei Neueinstellungen vermehrt auf Zeitarbeit. Seit Jahresbeginn haben sich die Jobangebote in der Leiharbeit mehr als verdoppelt, während die Zahl der regulären Stellen lediglich um ein Drittel zulegte.

Zeitarbeit - Der Wandel auf dem Arbeitsmarkt

Von Seiten der Linkspartei wurde die aktuelle Entwicklung kritisch bewertet. Jutta Krellmann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linkspartei, bezeichnete die Zahlen ein alarmierendes Signal. Die Bundesregierung soll nach ihrer Ansicht endlich ein Gesetz gegen weiterlesen »


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Im Rennen um den Produktionsstandort des Opel Junior wird Eisenach als Favorit gehandelt. Die Opel Entwicklungs-Chefin Rita Forst liess verlautbaren, dass der neue Kleinwagen schon bald in der Stadt in Thüringen gefertigt werden könnte. Dies wäre eine äusserst begrüssenswerte Entwicklung für den Wirtschaftsstandort in den neuen Bundesländern.

Die endgültige Entscheidung steht zwar noch nicht fest, aber bereits zwei Stimmen aus der Konzernleitung von Opel lassen vermuten, dass Eisenach das Rennen um den Produktionsstandort für den neuen Junior machen wird. Als schärfster Konkurrent wird das spanische Werk in Saragossa gehandelt, wo sich das Auto wahrscheinlich günstiger produzieren lassen würde als hierzulande. Nichtsdestotrotz scheint sich Opel für den Standort Deutschland entschieden zu haben.

Opel Junior - Das neueste Modell made in Eisenach?

Böse Zungen mögen behaupten, die Veröffentlichung der guten Nachrichten für Eisenach wären von rein opportunistischer Natur, denn schliesslich berät heute der Bürgschaftsausschuss von Bund und Ländern weiterlesen »


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Mit einem Daimler-Renault-Nissan Bündnis wollen die drei großen Autohersteller die verschiedenen Schwerpunkte optimal nutzen. Die strategische Allianz soll sich vor allem kostensparend auswirken.

Ein Daimler-Renault-Nissan Bündnis bedeutet, dass drei der größten Autobauer ihre Ressourcen untereinander austauschen können, um somit den Gewinn zu maximieren. Gerade für Daimler hat diese Allianz den großen Vorteil, im Bereich der Kleinwagen kostengünstiger produzieren zu können. Den Beginn der gemeinsamen Arbeit sollen neue smart und Twingo Modelle machen, die auf einer gemeinsamen Plattform aufbauen.

Das Daimler-Renault-Nissan Bündnis wird sich auf Entwicklung und Produktion beziehen

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Der Bundesbank droht, laut FTD, eine gerichtliche Klage durch den Versicherer Talanx. Der Hannoveraner Konzern möchte bei der Bundesbank ein Girokonto einrichten, was diese abgelehnt hat. Talanx begründet die Klage zum einen mit dem Hinweis der Insolvenzsicherheit der Bundesbank, zum anderen sieht man einen Wettbewerbsnachteil gegenüber Banken.

hand und dollar, Neubie©Flickr

Der Talanx-Konzern, zu dem unter anderem die HDI-Gerling und die Hannover Rück gehören, begründet seinen Wunsch, ein Girokonto bei der Bundesbank zu eröffnen, damit, dass nur ein Konto bei der Bundesbank wirklich sicher vor Insolvenz sei. Den Einlagensicherungsfonds der privaten Banken bezeichnete weiterlesen »


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Erst vor Kurzem hat die Bundesnetzagentur damit begonnen, Musterverfahren gegen Call Center einzuleiten. Dabei sollen vor allem solche Center, die Wählcomputer mit sogenannter Predictive Dialer-Software benutzen, an dieser lästigen Praxis gehindert werden.

Teilweise erreichen sogar nachts automatisierte Anrufe den potentiellen Kunden der Call Center. In Deutschland ist die zwar verboten, aber mittlerweile rufen auch die Mitarbeiter ausländischer Call Center, beziehungsweise von Call Centern, die ihren Standort im Ausland haben, bei deutschen Kunden an.

Call Center, die Wählcomputer nutzen, müssen sich auf Musterverfahren der Bundesnetzagentur gefasst machen. ©flickr by vlima.com
Das Verfahren der Predictive Dialer ist vom Prinzip her immer identisch: eine Software ruft selbstständig bis zu hundert Nummern an, und der erste, der auf die Anrufe reagiert und abhebt, wird mit einem der Call Center-Agenten verbunden. Damit soll die Effizienz der Call Center erhöht werden, in Zeiten der Globalisierung für viele ein Muss. Dass das auf Kosten der Angerufenen geht, ist den schwarzen Schafen unter den Call Centern bislang offenbar völlig entgangen oder schlichtweg egal.

Um eben diesen schwarzen Schafen den Garaus zu machen, versucht nun die Bundesnetzagentur, mit Musterklagen zu überprüfen, inwiefern weiterlesen »


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Magna und der Opel-Kauf

Autor: Robert
abgelegt in: Unternehmenspolitik

Der österreichische Automobilhersteller Magna will den angeschlagenen Opel-Konzern kaufen, doch  die General Motors- Zentrale zögert mit einer Entscheidung. Das Spitzentreffen am Dienstag mit GM-Vizechef John Smith aus den USA dauerte nur zwei Stunden. Nach Abschluss des Treffens, hieß es, dass noch viele Fragen offen wären.

Das Bieter-Rennen um Opel ist noch nicht beendet. Obwohl GM den Kauf von Opel durch Magna nicht erfreut, traf sich Smith am Mittwoch zu einen Gespräch mit Managern von Magna. Ohne Ergebnis.

oepl silver hui ©flickr / Tai GrayOpel-Kauf von Magna von GM verzögert

Die Unmut in Deutschland über die Verzögerungen des Opel-Kaufes wird indessen laut. Man vermutet, dass GM die „Hinhaltetaktik“ fährt. Statt eine Entscheidung zu fällen, kommen immer weiterlesen »


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Die Wirtschaftskrise hat nun auch die Deutsche Post erreicht. Umsatz und Gewinn gingen stark zurück und mehr als 400 Filialen in ganz Deutschland sollen bis 2011 geschlossen werden. Die Deutsche Post will insgesamt 475 selbst betriebene Standorte bundesweit aufgeben.

Servicepoint Deutsche Post ©flickr / ErlanDeutsche Post plant Umstrukturierung

Künftig sollen Einzelhändler und andere Partner den unmittelbaren Dienst am Kunden übernehmen. Hohe Miet-und Personalkosten sollen so gespart werden.

Zurzeit existieren bundesweit 14.000 Standorte, in denen Postdienste angeboten werden. 850 davon sind Postbank-Finanzcenter, die sowohl Finanzprodukte als auch Brief-und Paketdienste bereitstellen. 12.000 Standorte werden bereits von externen Partnern geführt. Diese werden für den zukünftig geleisteten Postdienst bezahlt und erhalten neue Kunden für ihre eigenen Geschäfte.

Kritik von Gewerkschaft Verdi an geplanten Schließungen

Die Gewerkschaft Verdi kritisierte die Umstrukturierung, da sich die Post somit vollständig aus der stationären Filialversorgung zurückziehe und sein eigenes Vertriebssnetz aufgebe. Der Landesfachbereichsleiter für Postdienste, Wolfgang Abel, befürchtet, dass das Unternehmen auslaufende Tarifverträge nicht verlängert und vereinbarte Gehaltserhöhungen streichen werde. Auch seien nicht nur die Beschäftigten die Leidtragenden, sondern vor allem die weniger gut beratenden Kunden.

Bei der Post heißt es, dass die Umwandlung den Kunden nur Recht sein kann, da das Serviceangebot dichter werde. Der Kunde könne dann auch vermehrt in Supermärkten, Kaufhäusern und Schreibwarengeschäften Briefmarken kaufen. Seit 2007 wird das Netz bereits durch sogenannte Postpoints unterstützt, die sich in den Einzelhandelsgeschäften befinden und ein eingeschränktes Angebot ohne Bankleistungen bereitstellen.

Postpoints und Serviceinseln - Trend zur Selbstbedienung

Der Trend zur Selbstbedienung wird von der Deutschen Post weiterausgebaut. Serviceinseln in verschiedenen Größenordnungen bestehen aus Wertzeichenautomat, Briefkasten und einer Paketbox zur Paketannahme. Bei der Premium-Variante unter den Serviceinseln können angemeldete Kunden auch Pakete abholen.
Die Beschäftigten müssen bis 2011 keine betriebsbedingte Kündigungen aus tarifvertraglichen Bestimmungen befürchten. Den Kollegen werden Jobs in anderen Bereichen des Konzerns angeboten.

Viele ehemalige Gebäude werden durch den Umzug in Geschäfte und Supermärkte frei, sodass das Unternehmen sich vom größten Teil seiner Immobilien trennt. Im Jahr 2008 verkaufte die Deutsche Post rund 1300 Gebäude für eine Milliarde Euro an den US-Investor Lone Star.


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Die Gewinne bei der Deutschen Telekom gehen zu grossen Teilen auf die Beteiligung an der griechischen Telekomgesellschaft OTE zurück. Ohne diese wären sowohl Umsatz als auch Gewinn im zweiten Quartal ebenso zurückgegangen wie schon im ersten.

Werbung war wohl eher nicht für die Gewinne bei der Telekom verantwortlich. ©flickr by pixelpope

Trotz rückläufiger Festnetzanschluss-Zahlen in Deutschland konnte der Ex-Monopolist Deutsche Telekom den Umsatz um mehr als 7 Prozent auf gut 16 Milliarden Euro steigern, was einem Brutto-Gewinn von gut 5 Milliarden Euro entspricht. Hier gelang sogar eine Steigerung um fast 8,5 Prozent.

Dank der Beteiligung an OTE mit 30 Prozent seit Ende Juli konnte die Deutsche Telekom so Gewinne verbuchen. Diese Entscheidung könnte sich noch weiterlesen »


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Schiesser Insolvenz

Autor: Robert
abgelegt in: Unternehmenspolitik, Wirtschaft

Der bekannte Unterwäscheherrsteller Schiesser ist in die Insolvenz gegangen. Trotz qualitativ hochwertiger Wäsche kann eine Insolvenz nicht mehr umgangen werden.
Schiesser bekam kein Geld mehr, weil die Schweizer Hesta-Holding keine finanziellen Mittel mehr zur Verfügung stellte. Mehrmals soll es Beträge in Millionenhöhe für den Wäschehersteller gegeben haben. Nun sei Schluss. Schiesser geht in die Insolvenz.

RIP Waesche, ©flickr by uscqpress

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Der Fall Arcandor schlägt hohe Wellen – Arcandor hat für sich und seine Tochtergesellschaften Insolvenz angemeldet.

50.000 Arbeitsplatz in Deutschland weniger, seitens der Politik kein Eingreifen. Die Diskussionen über diese Entscheidungen waren hitzig, aber die Politik meint, das hinter dem Konzern starke Anteilnehmer stehen und das der Konzern einen hohen Aktienanteil durch  Thomas Cook hält.

Das das aber keine Lösung ist, wird klar, wenn man weiß, dass die kreditgegebenden Aktien bereits als Sicherheit verpfändet worden sind. Arcandor kann den leeren Topf damit nicht füllen.

Thomas Middellhoff © Wikipedia

Auch die Warenhäuser gehören dem Konzern nicht mehr. Der Herr Middelhoff hatte die fragwürdige Idee, die Häuser zu verkaufen und dann zurück zu mieten. Momentan wird spekuliert, dass es einige Immobilieninhaber gibt, die sich für Karstadt interessieren. Sollte Karstadt in die Pleite gehen, können die Immobilieninhaber für 90 Häuser neue Mieter suchen. Schweres Unterfangen, mit einem großen Verlustrisiko.

Eine äußerst fragwürdige Unternehmenspolitik, die von Arcandor in den letzten Jahren betrieben wurde. Die Leidtragenden dieses Managements sind die Arbeitnehmer. Die schauen jetzt in eine ungewisse Zukunft. Auch die Großaktionäre hat es nicht besser getroffen, sie haben dieses Managementkonzept jahrelang getragen, können ihr Investment aber nun in den Wind schreiben.

Doch die Rückmeldung wird kommen. Im schlimmsten Fall wird der Staat einige Jahre viel Geld für die neuen Arbeitslosen zahlen. Vielleicht hätte man diese 2 „Summen“ für die Arbeitslosen und das Unternehmen mal gegeneinander aufgerechnet. Ich kann mir fast denken, was effektiver gewesen wäre.


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