Der Bundesbank droht, laut FTD, eine gerichtliche Klage durch den Versicherer Talanx. Der Hannoveraner Konzern möchte bei der Bundesbank ein Girokonto einrichten, was diese abgelehnt hat. Talanx begründet die Klage zum einen mit dem Hinweis der Insolvenzsicherheit der Bundesbank, zum anderen sieht man einen Wettbewerbsnachteil gegenüber Banken.
Der Talanx-Konzern, zu dem unter anderem die HDI-Gerling und die Hannover Rück gehören, begründet seinen Wunsch, ein Girokonto bei der Bundesbank zu eröffnen, damit, dass nur ein Konto bei der Bundesbank wirklich sicher vor Insolvenz sei. Den Einlagensicherungsfonds der privaten Banken bezeichnete weiterlesen »
Erst vor Kurzem hat die Bundesnetzagentur damit begonnen, Musterverfahren gegen Call Center einzuleiten. Dabei sollen vor allem solche Center, die Wählcomputer mit sogenannter Predictive Dialer-Software benutzen, an dieser lästigen Praxis gehindert werden.
Teilweise erreichen sogar nachts automatisierte Anrufe den potentiellen Kunden der Call Center. In Deutschland ist die zwar verboten, aber mittlerweile rufen auch die Mitarbeiter ausländischer Call Center, beziehungsweise von Call Centern, die ihren Standort im Ausland haben, bei deutschen Kunden an.

Das Verfahren der Predictive Dialer ist vom Prinzip her immer identisch: eine Software ruft selbstständig bis zu hundert Nummern an, und der erste, der auf die Anrufe reagiert und abhebt, wird mit einem der Call Center-Agenten verbunden. Damit soll die Effizienz der Call Center erhöht werden, in Zeiten der Globalisierung für viele ein Muss. Dass das auf Kosten der Angerufenen geht, ist den schwarzen Schafen unter den Call Centern bislang offenbar völlig entgangen oder schlichtweg egal.
Um eben diesen schwarzen Schafen den Garaus zu machen, versucht nun die Bundesnetzagentur, mit Musterklagen zu überprüfen, inwiefern weiterlesen »
Der österreichische Automobilhersteller Magna will den angeschlagenen Opel-Konzern kaufen, doch die General Motors- Zentrale zögert mit einer Entscheidung. Das Spitzentreffen am Dienstag mit GM-Vizechef John Smith aus den USA dauerte nur zwei Stunden. Nach Abschluss des Treffens, hieß es, dass noch viele Fragen offen wären.
Das Bieter-Rennen um Opel ist noch nicht beendet. Obwohl GM den Kauf von Opel durch Magna nicht erfreut, traf sich Smith am Mittwoch zu einen Gespräch mit Managern von Magna. Ohne Ergebnis.
Opel-Kauf von Magna von GM verzögert Die Unmut in Deutschland über die Verzögerungen des Opel-Kaufes wird indessen laut. Man vermutet, dass GM die „Hinhaltetaktik“ fährt. Statt eine Entscheidung zu fällen, kommen immer weiterlesen »
Die Wirtschaftskrise hat nun auch die Deutsche Post erreicht. Umsatz und Gewinn gingen stark zurück und mehr als 400 Filialen in ganz Deutschland sollen bis 2011 geschlossen werden. Die Deutsche Post will insgesamt 475 selbst betriebene Standorte bundesweit aufgeben.
Deutsche Post plant UmstrukturierungKünftig sollen Einzelhändler und andere Partner den unmittelbaren Dienst am Kunden übernehmen. Hohe Miet-und Personalkosten sollen so gespart werden.
Zurzeit existieren bundesweit 14.000 Standorte, in denen Postdienste angeboten werden. 850 davon sind Postbank-Finanzcenter, die sowohl Finanzprodukte als auch Brief-und Paketdienste bereitstellen. 12.000 Standorte werden bereits von externen Partnern geführt. Diese werden für den zukünftig geleisteten Postdienst bezahlt und erhalten neue Kunden für ihre eigenen Geschäfte.
Die Gewerkschaft Verdi kritisierte die Umstrukturierung, da sich die Post somit vollständig aus der stationären Filialversorgung zurückziehe und sein eigenes Vertriebssnetz aufgebe. Der Landesfachbereichsleiter für Postdienste, Wolfgang Abel, befürchtet, dass das Unternehmen auslaufende Tarifverträge nicht verlängert und vereinbarte Gehaltserhöhungen streichen werde. Auch seien nicht nur die Beschäftigten die Leidtragenden, sondern vor allem die weniger gut beratenden Kunden.
Bei der Post heißt es, dass die Umwandlung den Kunden nur Recht sein kann, da das Serviceangebot dichter werde. Der Kunde könne dann auch vermehrt in Supermärkten, Kaufhäusern und Schreibwarengeschäften Briefmarken kaufen. Seit 2007 wird das Netz bereits durch sogenannte Postpoints unterstützt, die sich in den Einzelhandelsgeschäften befinden und ein eingeschränktes Angebot ohne Bankleistungen bereitstellen.
Der Trend zur Selbstbedienung wird von der Deutschen Post weiterausgebaut. Serviceinseln in verschiedenen Größenordnungen bestehen aus Wertzeichenautomat, Briefkasten und einer Paketbox zur Paketannahme. Bei der Premium-Variante unter den Serviceinseln können angemeldete Kunden auch Pakete abholen.
Die Beschäftigten müssen bis 2011 keine betriebsbedingte Kündigungen aus tarifvertraglichen Bestimmungen befürchten. Den Kollegen werden Jobs in anderen Bereichen des Konzerns angeboten.
Viele ehemalige Gebäude werden durch den Umzug in Geschäfte und Supermärkte frei, sodass das Unternehmen sich vom größten Teil seiner Immobilien trennt. Im Jahr 2008 verkaufte die Deutsche Post rund 1300 Gebäude für eine Milliarde Euro an den US-Investor Lone Star.
Die Gewinne bei der Deutschen Telekom gehen zu grossen Teilen auf die Beteiligung an der griechischen Telekomgesellschaft OTE zurück. Ohne diese wären sowohl Umsatz als auch Gewinn im zweiten Quartal ebenso zurückgegangen wie schon im ersten.
Trotz rückläufiger Festnetzanschluss-Zahlen in Deutschland konnte der Ex-Monopolist Deutsche Telekom den Umsatz um mehr als 7 Prozent auf gut 16 Milliarden Euro steigern, was einem Brutto-Gewinn von gut 5 Milliarden Euro entspricht. Hier gelang sogar eine Steigerung um fast 8,5 Prozent.
Dank der Beteiligung an OTE mit 30 Prozent seit Ende Juli konnte die Deutsche Telekom so Gewinne verbuchen. Diese Entscheidung könnte sich noch weiterlesen »
Der bekannte Unterwäscheherrsteller Schiesser ist in die Insolvenz gegangen. Trotz qualitativ hochwertiger Wäsche kann eine Insolvenz nicht mehr umgangen werden.
Schiesser bekam kein Geld mehr, weil die Schweizer Hesta-Holding keine finanziellen Mittel mehr zur Verfügung stellte. Mehrmals soll es Beträge in Millionenhöhe für den Wäschehersteller gegeben haben. Nun sei Schluss. Schiesser geht in die Insolvenz.
Der Fall Arcandor schlägt hohe Wellen – Arcandor hat für sich und seine Tochtergesellschaften Insolvenz angemeldet.
50.000 Arbeitsplatz in Deutschland weniger, seitens der Politik kein Eingreifen. Die Diskussionen über diese Entscheidungen waren hitzig, aber die Politik meint, das hinter dem Konzern starke Anteilnehmer stehen und das der Konzern einen hohen Aktienanteil durch Thomas Cook hält.
Das das aber keine Lösung ist, wird klar, wenn man weiß, dass die kreditgegebenden Aktien bereits als Sicherheit verpfändet worden sind. Arcandor kann den leeren Topf damit nicht füllen.
Auch die Warenhäuser gehören dem Konzern nicht mehr. Der Herr Middelhoff hatte die fragwürdige Idee, die Häuser zu verkaufen und dann zurück zu mieten. Momentan wird spekuliert, dass es einige Immobilieninhaber gibt, die sich für Karstadt interessieren. Sollte Karstadt in die Pleite gehen, können die Immobilieninhaber für 90 Häuser neue Mieter suchen. Schweres Unterfangen, mit einem großen Verlustrisiko.
Eine äußerst fragwürdige Unternehmenspolitik, die von Arcandor in den letzten Jahren betrieben wurde. Die Leidtragenden dieses Managements sind die Arbeitnehmer. Die schauen jetzt in eine ungewisse Zukunft. Auch die Großaktionäre hat es nicht besser getroffen, sie haben dieses Managementkonzept jahrelang getragen, können ihr Investment aber nun in den Wind schreiben.
Doch die Rückmeldung wird kommen. Im schlimmsten Fall wird der Staat einige Jahre viel Geld für die neuen Arbeitslosen zahlen. Vielleicht hätte man diese 2 „Summen“ für die Arbeitslosen und das Unternehmen mal gegeneinander aufgerechnet. Ich kann mir fast denken, was effektiver gewesen wäre.
Die Wirtschaftskrise läuft auf Hochtouren und fast täglich hört man von drastischen Gewinneinbrüchen, drohenden Insolvenzen oder Ausgliederungen. Da habe ich mich mal auf die Suche nach einem anderen Beispiel gemacht und bin auf die Cresces GmbH gestoßen.
Die Cresces GmbH ist eine Holdinggesellschaft mit Sitz in Düsseldorf. Wie die Übersetzung des lateinischen Namens „Du wirst wachsen!“ schon verrät, versucht diese GmbH in erfolgversprechende Unternehmen zu investieren und nachhaltigen Wirtschaftserfolg zu erreichen.
Kernbranchen der Cresces GmbH
Zum einen vereint Creasces Tochterunternehmen, bei der sie die Mehrheit der Geschäftsanteile besitzt, unter ihrem Dach. Zum anderen existieren Beteiligungsunternehmen, bei denen Creasces maximal 50 Prozent der Geschäftsanteile besitzt.
Das Hauptaugenmerk von der Creasces GmbH liegt auf den Bereichen Biowissenschaften, Energie und auf Ingenieurwesen wie Maschinenbau, Elektrotechnik und Anlagenbau. Auch wenn die Holdinggesellschaft durchaus international ausgerichtet ist, will sie sich bei ihren Investitionen auf Deutschland konzentriert.
Cresces GmbH übernimmt Beteiligung an Spox.com
Neustes Geschäft des Finanzinvestors Creasces GmbH ist die Beteiligung an der Sportplattform Spox.com. Er kaufte die 44-prozentige Beteiligung von dem Pay-TV-Riesen Premiere und will dem Unternehmen helfen, die strategische Ausrichtung und die Sportvermarktung auf dem Portal auszubauen. Bis auf dieses Portal hat Creasces GmbH jedoch noch nicht viele Spuren im Internet hinterlassen.
Kaum Neuigkeiten oder Beteiligungen sind online auffindbar und zwar weist die Cresces GmbH auf ihrer Internetpräsenz die Beteiligung an Unternehmen als Tätigkeit aus, doch sind der Referenzliste mit Spox nur zwei Unternehmen zu entnehmen.
Ich bin gespannt, wie sich die Tätigkeiten der Cresces GmbH in den nächsten Jahren entwickeln wird und was man demnächst von der Holdinggesellschaft im Internet finden wird.
HanseNet, das waren doch die, die mit Brad Pitt und der schönen Alice geworben haben?
Stimmt, und Dank Ihnen erlebte der Hamburger Provider das Jahr 2007 als erfolgreichstes seiner Firmengeschichte. Die Kundenzahl verdoppelte sich blitzschnell und der Umsatz kletterte auf 1,1 Milliarden Euro.
Ende 2007 nutzen dann schon etwa rund 2,34 Millionen Kunden die Internet-Angebote von HanseNet und im Schlussquartal konnte das Unternehmen rund 105.000 neue DSL-Kunden hinzu gewinnen. Doch diese Zahlen haben sich verändert, denn das Unternehmen sieht sich mit einer Kündigungsquote von rund 25 Prozent konfrontiert.
Schaut man sich im Internet um, liegen die Gründe klar auf der Hand. Schlechter Kundenservice und das nicht Erfüllen von angepriesenen Leistungen.
Schlechte Zeiten für Hansenet, denn 50.000 der mehr als 200.000 Haushalte und Unternehmen, die noch im ersten Quartal 2009 einen DSL-Vertrag unterschrieben haben, kündigten schon, bevor der Anschluss überhaupt freigeschalten wurde.
Unübersichtliche Produkte und Tarife, schlechte bis keine Kundenorientierung, DSL-Versprechen, die nicht eingehalten wurden (nicht selten war nur eine 6000er Leitung verfügbar, wo aber für eine 16000er bezahlt wurde) hört man als Antwort, wenn man unzufriedene HanseNet Kunden nach den Gründen ihrer Kündigung fragt. Zu dem gab jeder 2. Kunde an, beim telefonieren Probleme zu haben.
Um nicht noch mehr (zahlende) Kunden zu verlieren und wurde Anfang 2007 dann die Internetsparte von der HanseNet Konzernmutter „Telecom Italia“ für zirka 675 Millionen Euro übernommen und mit HanseNet am 1. März 2007 verschmolzen. Ebenfalls 2007 fügt sich HanseNet mit O2 Germany zusammen und ist fort an auch im Mobilfunk-Bereich vertreten. Im März 2009 wurde dann bekannt gegeben, dass der Vorstandschef Carlos Lambarri im Mutterkonzern “Telecom Italia” für Festnetz und Mobilfunk zuständig sein werde.
Hoffen, wir das er es besser macht, und die Unternehmenspolitik von HanseNet künftig nicht mehr zum davonlaufen ist.
Intel, Marktführer für Chips und Mikroprozessoren, wird von der EU-Wettbewerbskommission vorgeworfen, seine Führung des Marktes missbraucht und gegen das Kartellrecht verstoßen zu haben.
Intel hält achtzig Prozent der Marktanteile für Mikroprozessoren. Doch das scheint dem Riesen der Informationstechnologie nicht genug gewesen zu sein, denn die EU-Wettbewerbskommission unter Leitung der Kommissarin Neelie Kroes hat nachgewiesen, dass Intel versucht hat, kleinere Firmen vom Markt zu drängen.
Hauptziel der Strategie Intels war Advanced Micro Devices, kurz AMD. Zeichen dieser Rivalität seien der Kommission zu Folge finanzielle Möglichkeiten für PC-Hersteller gewesen, die durch Intel eingeräumt wurden, unter der Bedingung, AMD bei den Geschäftsbeziehungen außen vor zu lassen.