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Blessing vorerst nicht im Vorstand der Dresdner Bank

Autor: Markus
abgelegt in: Management, Unternehmenspolitik, Wirtschaft

Die freundliche Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank wird zumindest auf der Arbeitnehmerseite offensichtlich nicht so freundlich aufgenommen. Zumindest wurde verhindert, dass Blessing in den Vorstand gewählt worden ist.

Dresdner Bankgebäude quelle: wikipedia GNU-Lizenz für freie DokumentationBlessing ist Commerzbank-Chef und sollte nun, da im Januar die Fusion ansteht, in den Vorstand der Dresdener Bank gewählt werden. Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sahen dies aber nicht so gerne. Durch ihre Stimmen wurde dies vorerst verhindert. Es handelet sich dabei aber wohl nur nur um eine symbolische Niederlage für Blessing. Schließlich kann Allianz-Chef Michael Diekmann in vier Wochen Blessing mit seinem doppelten Stimmgewicht auch so in den Vorstand bringen.

Gezeigt haben dürfte dies dennoch, dass die Stimmung bei der Dresdner Bank nicht sonderlich gut ist. Schuld daran dürfte nicht nur sein, dass insgesamt 9000 Arbeitsplätze abgebaut werden sollen. In dem neuen Vorstand werden keine Manager der Dresdner Bank mehr vertreten sein. Mit Herbert Walter tritt der Letzte ab. Auch in den Hierachien darunter werden die Commerzbank Leute in der deutlichen Überzahl sein. Man hat in der Dresdner Bank wohl langsam das Gefühl, doch Opfer einer feindlichen Übernahme zu sein.

Neben diesen Punkten dürfte die Mitarbeiter der Dresdner Bank sich außerdem noch übergangen fühlen, weil sie in Zukunft wie Neuanstellungen behandelt werden sollen. Dies hätte dann zum Beispiel Auswirkungen darauf, wie mit ihrer Altervorsorge umgegangen wird. Falls es nicht gelingen sollte die Konflikte etwas zu beruhigen, dürfte dem Unternehmen noch einige Unruhe blühen. Das hört sich zumindest nicht nach einem gelingenden Start an. Es bleibt abzuwarten, ob die Führung die Sache einfach aussitzen will oder ob es zu Planänderungen kommen wird. Die schwierige Gesamtlage könnte das Druckpotential der Arbeitnehmer erhöhen, doch auch die Leitung wird sicherlich ein Interesse daran haben ihre Pläne in dieser Lage auch wie geplant umsetzen zu können. Das dürfte in mehrfacher Hinsicht kein einfaches 2009 werden.


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