Schon seit einiger Zeit hat sich abgezeichnet, dass es schwer werden wird für die Autoindustrie. Finanzkrise und Konjunkturflaute haben zu einem Umsatzeinbruch geführt.
Daimler hat nun bekannt gegeben, dass sie die Produktion zeitweilig einstellen wollen. Vom 11. Dezember an soll für fünf Wochen lang die Produktion der S-Klasse in Sindelfingen eingestellt werden. Der Betrieb soll ab 12 Januar wieder aufgenommen werden. Auch in den USA ist in Gespräch die Weihnachtsferien zu verlängern oder an anderen Tagen die Produktion von Autos auszusetzen. Daimler hatte im letzten Quartal starke Einbußen hinnehmen müssen.
Mit dieser Entwicklung steht Daimler jedoch nicht allein da. So hat auch schon Opel seine Produktion reduziert und Unternehmen wie BMW wollen folgen. VW hat zwar Gerüchte dementiert, nach denen eine große Zahl von Zeitarbeitern entlassen werden sollen, doch es ist davon auszugehen, dass Ferdinand Piëchs Worte von der Finanzkrise als “Turbo” für wirtschaftlichen Probleme der Automobilindustrie ernst zu nehmen sind und einige Zeitarbeiter gehen werden müssen. Für 750 gilt eh, dass der Vertrag zum Jahresende nicht verlängert wird. Auch bei Ford und Scania müssen Zeitarbeiter gehen. 
Der Nettogewinn bei Volvo schrumpfte um 36%. Es ist die Rede davon, dass der Auftragseingang “praktisch Null” sei. Der französische Autohersteller Renault hat angekündigt sein Werk Wochenweise zu schließen, um die Lagerbestände abzubauen. Insgesamt zeichnet sich ein recht einheitliches Bild am Automobilmarkt ab. Interessant wird es sein, zu sehen, wer Ende 2009 mit akzeptablen Zahlen dasteht. Diese Unternehmen dürften es in der Konkurrenz dann zumindest leicht haben, da die anderen Produzenten geschwächt sind.