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Auch Top-Manager der Banken müssen ihren Gürtel enger schnallen

Autor: Markus
abgelegt in: Gehalt,Management,Unternehmenspolitik

In Zeiten, da die Banken Milliardenhilfen der Staaten annehmen, ist es in der Öffentlichkeit nicht mehr gerne gesehen, wenn die Manger auf Kosten des Unternehmens im Luxus leben.

Gürtel enger schnallen nun auch für Edelgürtelträger (c) Frank C. Müller Quelle: Wikipedia

Die Debatten über die Gehälter der Top-Manager sind in Deutschland schon seit längerer Zeit am laufen. Aus den USA, wo die Gehälter traditionell etwas höher liegen, sind solche Debatten nicht gewohnt. Doch nachdem ein Problembewußtsein in der Öffentlichkeit dafür entstanden ist, dass ein hohes Gehalt nicht immer verdient ist, regt sich auch dort teilweise ein Sturm der Entrüstung.

Als gutes Beispiel hierfür dienen die Firmeneigenen Flugzeuge. So ist es in den USA, entgegen Deutschland, nicht ganz unüblich Flugzeuge oder Jets zu besitzen, mit denen die Top-Manager in der Welt herumreisen können. Untersuchungen lassen diese Praxis jedoch recht fragwürdig erscheinen. Viele Manager scheinen die Jets auch für private Flüge zu nutzen, um zu interessanten Orten in aller Welt zu reisen, für ein Golfspiel, ein Cocktail am Strand oder was auch immer. Dies ist auch ein Anzeichen dafür, dass in der Unternehmenspolitik etwas nicht stimmt. Diese Praktiken deuten auf eine schlechte Corporate Governance hin. So zeigt eine Studie, dass Unternehmen mit privaten Jets unterdurchschnittlich rentabel sind.

So musste die Citigroup einen 50 Millionen teuren Jet stornieren. Die Öffentlichkeit hielt dies nicht für nachvollziehbar, da die Bank schließlich große Hilfe des Staates in Anspruch genommen hat. Davon sollten nun keine Jets zum eigenen komfort gekauft werden. So mussten auch schon die Detroiter Autohersteller von Jets auf Autos bei ihren Reisen umsteigen. Auch hier hatte die Öffentlichkeit nicht verstanden, wie um Milliardenhilfen gebeten werden kann, ohne im eigenen Unternehmen auch auf der höchsten Ebene zu sparen.

John Thain, der Ex-Chef von Merrill Lynch, musste sogar über eine Millionen Dollar für die hübsche Ausstattung seines Büros zurückzahlen. Den Laden an die Wand zu fahren aber sich dabei zumindest das eigene Büro noch schön zu machen, auch das war nicht nachvollziehbar.

In Deutschland ist das Top-Management zwar nicht denselben Luxus gewohnt, doch auch hier könnte ein Umdenken nicht schaden. Der bewußtere persönliche Lebensstil könnte dann vielleicht auch zu einer bewußteren und besseren Firmenpolitik führen.


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