Vor einigen Wochen noch schien es so, als könne die Commerzbank sich Hoffnungen machen, die Postbank zu übernehmen. Mittlerweile wird Allianz jedoch als Wunschpartner gehandelt. Grund hierfür sind auch Ängste der deutschen Politik.
Der Bund ist der größte Aktionär der Postbank. Deshalb hat er natürlich ein wichtiges Mitspracherecht, an wen verkauft werden soll. Nun wurde sich scheinbar für die Allianz mit dem Tochterunternehmen Dresdener Bank entschieden. Die Mitkonkurrenten Deutsche Bank und Commerzbank dürften dies nicht mit Freude sehen. Inbesondere die Commerzbank dürfte von den Entwicklungen enttäuscht sein, so hoffte man doch schon die Bank zu bilden mit den meisten Privatkunden. Die Argumentation des Bundes ist jedoch mal wieder etwas seltsam. Sie ist geprägt von Angst, von der Angst die bösen Ausländer könnten kommen und in Deutschland investieren. Die Commerzbank sie schließlich an der Börse mit nur 11 Milliarden Euro dotiert und die Allianz mit immerhin 50 Milliarden Euro. Da würde doch ein Unternehmen aus Commerzbank und Postbank ein lohnenswertes Investment für ausländische Übernahmen. Das könne mit der Allianz nicht so leicht passieren. Doch wovor hat man Angst? Deutsche Unternehmen sind nicht besser als jedes beliebige andere Unternehmen. Schließlich geht es bei allen Unternehmen darum wirtschaftlich erfolgreich zu handeln und neue Stellenangebote zu schaffen.. Oder hat der Bund die Hoffnung, dass inländische Eigentümer wirtschaftlich unsinnige Entscheidungen treffen wohingegen ausländische Eigentümer wirtschaftlich notwendige Entscheidungen treffen? Man weiß es nicht so genau. Es drängt sich zumindest der Verdacht auf das bei solchen Leuten wie Michael Glos (CSU) der Nationalismus doch mal wieder ausgeprägter ist, als der Wunsch Entwicklungen des globalen Marktes Rechnung zu tragen.