Katsuaki Watanabe soll von dem Enkel des Firmengründers mitte des Jahres abelöst werden.
Die Toyoda Familie war seit 1995 nicht mehr in der Führung des Unternehmens. Dies ändert sich, falls der Enkel des Firmengründers tatsächlich zum Konzernchef werden sollte. Dies wird sich bei der Sitzung am Montag wohl entscheiden. Es gilt jedoch als wahrscheinlich, dass Toyoda übernehmen wird. Der vorraussichtliche Management Wechsel wird dann im Juni stattfinden.
Der Wechsel kommt in einer Zeit in der das Unternehmen krisengeschüttelt ist. Noch im Jahr 2007 konnte Toyota mit 17,8 Milliarden einen Rekordgewinn erzielen. 2008 hat der Automobilkonzern jedoch rote Zahlen geschrieben. Dies ist zwar sicherlich nicht einfach Watanabes Schuld. Er hat Toyota recht erfolgreich geführt und auch als Krisenmanager nicht die schlechteste Figur abgegeben. Es braucht jedoch neue Hoffnung in dem Konzern. Diese soll Akio Toyoda repräsentieren. Er soll den Retter in der Not spielen. Die Frage ist, ob die objektiven Bedingungen es ihm überhaupt ermöglichen diese Rolle einfach zu spielen.
Die Aktien sind im letzten Jahr um über 30% gefallen. Die internationale Nachfrage nach Autos ist deutlich gesunken. Toyota ist zwar grundsätzlich gut aufgestellt, doch eine leichte Aufgabe wird es für Akio Toyoda sicherlich nicht werden.
Toyoda ist ausgebildeter Jurist und hat erst als Investmentbanker und dann in der Unternehmensberatung gearbeitet. Seit 1984 ist er bei Toyota. Dort hat er in der Produktion, im Verkauf, der Fabrikleitung und dann seit 2000 im Vorstand gearbeitet.