2011 müssen alle Raucher wieder mal stark sein. Wie schon sooft in der Vergangenheit wird das Rauchen wieder teurer. Diesmal aus dem Grund, deutsche Unternehmen von der Stromsteuer zu entlasten.
Vier bis acht Cent mehr sollen Raucher ab kommendem Jahr für ihre geliebten Glimmstängel zahlen. Bis zum Jahr 2015 soll die Tabaksteuer jedes Jahr erhöht werden. Als Ausgleich dafür soll die Stromsteuer für die Tabakproduzenten weniger stark ansteigen, als zunächst von der Regierung geplant.
Angeblich soll die Idee zur Erhöhung der Tabaksteuer von den Unternehmen selbst kommen. Dadurch erhoffen sich diese, dass die Kunden weniger zu Drehtabak und billigen Zigaretten greifen.
Besonders hart soll es die Selbstdreher treffen. Eine 40 g Packung Tabak soll ab 2011 pro Jahr um etwa 12 bis 14 Cent teurer werden. Daneben wird für Feinschnitt eine Sondersteuer eingeführt werden. Das heißt, dass für die besonders preiswerten Tabakprodukte ein zusätzlicher Anpassungsbedarf von bis zu 45 Cent pro Packung erhoben wird.
Eco-Zigarillos trifft es ähnlich. Hierbei wird der Preis zunächst um bis zu 40 Cent pro Packung erhöht und dann jährlich um 15 Cent angehoben. Der Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble erhofft sich dadurch Steuereinnahmen in Höhe von bis zu 200 Millionen Euro für das Jahr 2011, die bis 2015 auf eine Milliarde Euro ansteigen sollen.
Ob die Erhöhung jedoch schon zum 1. Januar 2011 in Kraft tritt, steht aktuell noch nicht fest.
Somit haben die Einwände von Seiten der Wirtschaft Erfolg gezeigt, die sah nämlich 870.000 Arbeitsplätze in Branchen mit hohem Stromverbrauch in Gefahr.
Kritik kommt von Seiten der Opposition, die diesen Beschluss als „weiteren Kniefall vor der Lobby” ansieht. Sigmar Gabriel bezeichnete dies zudem als abenteuerlich. Regierungssprecher Steffen Seibert betrachtet das Sparpaket jedoch als ausgewogen.